Agenda 2030: Das sind die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung

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Im Rahmen der Agenda 2030 verfolgen viele Länder gemeinsam die Entwicklung hin zu einer nachhaltigen Welt. Insgesamt besteht sie aus 17 einzelnen Zielen, die wir dir hier vorstellen.

Agenda 2030 – Was ist das?

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung wurde im September 2015 beim Nachhaltigkeitsgipfel der UNO verabschiedet. Sie umfasst insgesamt 17 Ziele, die sich auf verschiedene Themen erstrecken und gilt als Meilenstein globaler Zusammenarbeit. Thematisiert werden zum Beispiel der Schutz unserer Meere, die Gleichberechtigung der Geschlechter und der Abbau sozialer Ungleichheiten. Alle Ziele findest du im Folgenden kurz beschrieben.

Ziel 1: Armut beenden

Das erste Ziel der 2030 Agenda besteht darin, Armut weltweit ein Ende zu setzen. Mehr Wohlstand in Entwicklungsländern und armen Gebieten soll dabei nicht nur mit finanziellen Mitteln erreicht werden: Verschiedenartige Projekte, wie zum Beispiel der Aufbau von Bewässerungssystemen, sollen den Alltag betroffener Menschen verbessern.

Ziel 2: Kampf gegen Hunger

Ein Ziel: Kampf gegen Hunger
Ein Ziel: Kampf gegen Hunger (Foto: CC0 / Pixabay / sille23)

Das zweite Problem, welches in der Agenda 2030 angegangen wird, hängt direkt mit dem ersten Ziel zusammen. Ein Viertel aller Menschen auf der Erde leidet Hunger, meist aufgrund von Armut. Mit der Förderung nachhaltiger Landschaft soll Hunger bekämpft und eine ausreichende Versorgung aller Menschen mit Lebensmitteln erreicht werden.

Ziel 3: Gesundheit und Wohlergehen fördern

Ziel 3: Gesundheitssysteme ausbauen
Ziel 3: Gesundheitssysteme ausbauen (Foto: CC0 / Pixabay / valelopardo)

Viele Menschen, vor allem Kinder, sterben noch heute an eigentlich vermeidbaren Krankheiten. Die Agenda 2030 will die Gesundheitsversorgung für Menschen jedes Alters verbessern. Erreicht werden soll dies durch den Ausbau der Gesundheitssysteme vor allem in Entwicklungsländern.

Ziel 4: Hochwertige Bildung ermöglichen

Bildung für alle
Bildung für alle (Foto: CC0 / Pixabay / lil_foot_)

Das vierte Ziel für nachhaltige Entwicklung fokussiert das Thema Bildung. Allen Kindern soll der Besuch einer Schule ermöglicht werden – außerdem sollen alle Menschen die Möglichkeit, ein Leben lang zu lernen, wahrnehmen können.

Ziel 5: Gleichheit der Geschlechter

Auch in hochentwickelten Ländern sind Frauen noch immer nicht vollständig gleichberechtigt.
Auch in hochentwickelten Ländern sind Frauen noch immer nicht vollständig gleichberechtigt. (Foto: CC0 / Pixabay / geralt)

Noch immer sind Frauen und Männer in unserer Gesellschaft nicht gleichgestellt und -berechtigt. Frauen und Mädchen soll im Rahmen der Agenda 2030 zu Chancengleichheit in allen Lebensbereichen verholfen werden.

Ziel 6: Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen

Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist ein Privileg
Der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist ein Privileg (Foto: CC0 / Pixabay / 3345408)

Laut dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat einer von zehn Menschen auf dieser Erde  keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser – hierzulande unvorstellbar. Ganz alltägliche Sanitäranlagen wie Duschen oder WCs kennen sogar nur zwei von drei Personen weltweit. Dieses Problem soll in Zukunft gelöst werden, denn Wasser ist grundlegend für das gesamte Leben.

Ziel 7: Zugang zu bezahlbarer Energie ermöglichen

Das siebte Ziel vereint zwei Thematiken: Zum einen muss in armen Ländern eine stabile Energieversorgung ermöglicht werden. Zum anderen muss der gesamte Energieverbrauch global umweltfreundlicher werden. Dazu soll insgesamt weniger, dafür aber erneuerbare Energie genutzt werden.

Ziel 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum

In vielen Ländern arbeiten Menschen für einen Hungerlohn und unter grausamen Bedingungen. Das muss sich in Zukunft ändern, denn jeder Mensch hat ein Recht auf menschenwürdige Arbeit. Nur wenn diese Bedingung erfüllt ist, kann Wirtschaftswachstum nachhaltig sein.

Ziel 9: Industrie, Infrastruktur und Innovationen fördern

Kleine Gemeinden und Dörfer werden oft vergessen, wenn es um Infrastruktur geht.
Kleine Gemeinden und Dörfer werden oft vergessen, wenn es um Infrastruktur geht. (Foto: CC0 / Pixabay / greiceoficial)

Ohne Infrastruktur keine Wirtschaft – und fehlende Wirtschaft bedeutet (meist) Armut. Deshalb zielt die Agenda 2030 darauf ab, vor allem ländliche Gebiete in diesem Sinne zu unterstützen und ihnen zu einem ausgebauten Transportsystem verhelfen.

Ziel 10: Ungleichheiten abbauen

Starke Ungleichheit, sowohl wirtschaftlicher als auch sozialer Natur, ist einer der größten Faktoren für Flucht aus der eigenen Heimat. Die Agenda 2030 hat zum Ziel, solche Differenzen abzubauen.

Ziel 11: Städte und Gemeinden nachhaltig machen

Vor allem in den Städten und Metropolen wächst die Bevölkerungszahl stetig, was zum Teil negative Folgen für das Leben dort mit sich bringt. Im Rahmen der Agenda 2030 sollen die Lebensbedingungen wieder verbessert und ungenutzte Potenziale ausgeschöpft werden.

Ziel 12: Nachhaltigkeit von Konsum und Produktion fördern

Weniger ist mehr: Achte beim Einkaufen auf Qualität.
Weniger ist mehr: Achte beim Einkaufen auf Qualität. (Foto: CC0 / Pixabay / stevepb)

Viele Menschen konsumieren nicht nur zu viel, sondern auch oft falsch. Kleidung und Nahrungsmittel sollen möglichst billig sein und viele achten dabei nicht darauf, wo die Produkte eigentlich herkommen. Auf der Agenda 2030 steht daher auch der Einsatz für faire Produktion und nachhaltigen Konsum.

Ziel 13: Klimawandel stoppen

Der Klimawandel trifft vor allem Länder im globalen Süden stark
Der Klimawandel trifft vor allem Länder im globalen Süden stark (Foto: CC0 / Pixabay / Donations_are_appreciated)

Dass der Klimawandel jetzt und in Zukunft ein großes Problem sein wird, ist den meisten Menschen bekannt. Dennoch wird aktuell noch zu wenig aktiv für den Klimaschutz getan. Deutschland möchte sich weiterhin dafür engagieren und die Energiewende vorantreiben.

Ziel 14: Ozeane und Meere schützen

Unsere Meere sind bedroht
Unsere Meere sind bedroht (Foto: CC0 / Pixabay / dimitrisvetsikas1969)

Unsere Ozeane und Meere machen den größten Anteil des Planeten Erde aus und bieten unzähligen Tierarten Lebensraum. Verschmutzungen wie Plastik und Öl schaden ihnen und bedrohen viele Tier- und Pflanzenarten. Die Agenda 2030 verschreibt sich auch diesem Problem und kämpft für den Schutz des Ökosystems und der Tiere.

Ziel 15: Ökosysteme an Land schützen

Auch viele Regenwälder sind in Gefahr
Auch viele Regenwälder sind in Gefahr (Foto: CC0 / Pixabay / stokpic)

Gerodete Regenwälder, Raubbau und verwahrloste Landflächen gehören zu unseren größten Problemen. Das fünfzehnte Ziel verfolgt den Schutz von Boden, Wäldern und sonstigen Ökosystemen an Land.

Ziel 16: Frieden und Gerechtigkeit für alle Menschen

Das vorletzte Ziel der Agenda 2030 ist Frieden und Gerechtigkeit für alle Menschen auf der Erde. Das soll mit verantwortungsbewussten Institutionen erreicht werden und künftig ein sicherer Grundpfeiler für nachhaltige Entwicklung sein.

Ziel 17: Globale Partnerschaften ausbauen

Nur gemeinsam können die 17 Ziele der Agenda 2030 erreicht werden.
Nur gemeinsam können die 17 Ziele der Agenda 2030 erreicht werden. (Foto: CC0 / Pixabay / truthseeker08)

Die Lösung der Probleme, vor welchen unsere Welt gerade steht, liegt nicht in der Hand eines einzigen Staates. Stattdessen müssen sich die Länder zusammenschließen und sich gemeinsam für eine nachhaltige Welt einsetzen. Das letzte Ziel der Agenda 2030 ist somit der globale Zusammenschluss und eine solidarische Zusammenarbeit hin zu einer besseren Welt.

Wenn du dich noch stärker mit dem Thema auseinander setzen möchtest, findest du viele weitere Informationen auf der Webseite des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie auf globalgoals.org.

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