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Wie du deine Energieversorgung selbst in die Hand nimmst

Gemeinsam mit diesen Menschen bringst du die Energiewende voran. (© Bürgerwerke)

Als Reaktion auf RWEs Rodungspläne im Hambacher Wald haben sehr viele Verbraucherinnen und Verbraucher ihren Stromversorger gewechselt – und auch du hast zahlreiche Möglichkeiten, dich einzubringen. Der Bezug von echtem Ökostrom ist dabei der erste und wichtigste Schritt für eine nachhaltige Energieversorgung. Darüber hinaus kannst du zum Beispiel Teil einer lokalen Energiegenossenschaft werden und selbst Ökostrom erzeugen.

Ein Eisbär auf einer schmelzenden Eisscholle, großflächige Waldbrände und von Tsunamis zerstörte Häuser – das sind Bilder, die uns im Zusammenhang mit der dramatischen Beschleunigung der Klimaveränderung präsentiert werden. Beim Anblick dieser Bilder fühlen wir uns schnell hilflos – dabei haben wir alle als Verbraucher mehr Macht als wir denken! Und die gute Nachricht lautet: Immer mehr Menschen erkennen ihre Einflussmöglichkeiten und nutzen diese.

Echten Ökostrom beziehen und direkt die Energiewende in Bürgerhand unterstützen

Vielen Verbrauchern ist es wichtig, sich mit 100 % Ökostrom zu versorgen. Folgerichtig bieten inzwischen fast alle Anbieter Ökostrom-Tarife an. Allerdings ist es kompliziert und zeitintensiv herauszufinden, ob es sich dabei um Ökostrom mit echtem Mehrwert für die Energiewende handelt und ob der Anbieter hält, was er verspricht. Orientierung bieten dir dabei das Grüner Strom Label und die Ergebnisse von ÖKO-TEST.

Grüner Strom Label und Öko-Test
Das Grüner Strom Label der Umweltverbände sowie die Auszeichnung von ÖKO-TEST. (© Grüner Strom Label, Öko-Test)

Auf diese Kriterien solltest du achten, wenn du Ökostrom mit echtem Mehrwert haben möchtest:

  • Der Strom stammt zu 100 % aus Erneuerbaren Energien.
  • Der Versorger ist unabhängig von Unternehmen, die Atom- und Kohlekraftwerke betreiben.
  • Der Versorger bietet ausschließlich Ökostrom-Tarife an. So kannst du sicher sein, dass du durch deinen Strombezug keine schädlichen Energieformen förderst.
  • Ein garantierter Betrag je genutzter Kilowattstunde Ökostrom wird in den Ausbau Erneuerbarer Energien investiert.

Nur wenige Ökostromanbieter erfüllen diese Kriterien. Ein Beispiel sind die Bürgerwerke, die den 1. Platz in der Utopia-Bestenliste belegen. Im Supermarkt musst du dich oft entscheiden, ob du lieber „bio“ oder „regional“ einkaufen möchtest. Im Strombereich gibt es eine Alternative, die genau diese beiden Aspekte verbindet: Der Bürgerstrom der Bürgerwerke wird sowohl ökologisch als auch regional produziert. Der Versorger befindet sich als Zusammenschluss von über 80 lokalen Energiegenossenschaften aus dem gesamten Bundesgebiet komplett in Bürgerhand. Entsprechend ist er in der Verfolgung seiner Ziele vollständig unabhängig von der alten Energiewirtschaft. Durch die Genossenschaften der Bürgerwerke fließen Gewinne aus der Stromversorgung in lokale Energiewende-Projekte, die von der Bevölkerung vor Ort umgesetzt werden. Mit dem regional erzeugten Ökostrom der Bürgerwerke kannst du somit deinen persönlichen Atom- und Kohleausstieg angehen und gleichzeitig Bürgerengagement für die dezentrale Energiewende unterstützen.
Mehr über den Ökostrom der Bürgerwerke erfahren

Mitglied in einer regionalen Energiegenossenschaft werden

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland seit den 1990er Jahren wurde durch das Engagement von Bürgern gestartet. Heute sind in knapp 1.000 Bürgerenergiegenossenschaften mehr als 180.000 Menschen zusammengeschlossen. Sie folgen dem Kerngedanken der genossenschaftlichen Idee „Was einer nicht schafft, das vermögen viele“, um gemeinsam in ihren Regionen Solaranlagen und Windräder zu errichten.

Um die Kraft dieser Pioniere zu stärken, kannst du bei einer Energiegenossenschaft in deiner Region Mitglied werden und somit über den Ausbau der Erneuerbaren Energien in deiner Nachbarschaft mitentscheiden und finanziell davon profitieren. In der Regel ist die Mitgliedschaft bereits über den Kauf von nur einem Geschäftsanteil möglich. Dafür reichen in vielen Fällen einmalig 100 € aus. Als Miteigentümer der Erneuerbare-Energien-Anlagen der Genossenschaft vor Ort kannst du so an der Energiewende partizipieren, ohne ein eigenes Dach für eine Solaranlage zu besitzen.

Energiegenossenschaften funktionieren nach dem demokratischen Prinzip und damit komplett anders als große Energieunternehmen. Jedes Mitglied hat – unabhängig von seiner finanziellen Beteiligung – eine Stimme in der Generalversammlung, sodass bei der Umsetzung aller Projekte die Belange der lokalen Bevölkerung stets im Blick bleiben. Nach dem gleichen Demokratieprinzip sind auch die Bürgerwerke aufgebaut: Als Dachgenossenschaft handeln sie ausschließlich im Interesse ihrer Mitglieder, den Energiegenossenschaften. Jedes Jahr treffen sich die Bürgerenergie-Vertreter aus ganz Deutschland zur Generalversammlung und entscheiden gemeinsam über die Ausrichtung ihres Energieversorgers in Bürgerhand.

Ökostrom selbstgemacht – Sonnenenergie vom eigenen Dach oder Balkon

Neben der Mitgliedschaft in einer regionalen Energiegenossenschaft gibt es auch die Möglichkeit, in Eigeninitiative Strom zu erzeugen. Wenn du ein Haus besitzt, kannst du eine Solaranlage auf dem eigenen Dach installieren. Frage dazu einfach bei einem Solarinstallateur bei dir vor Ort nach – er kann dir alle Fragen zu einer eigenen Solaranlage beantworten und ein Angebot erstellen.

Besonders interessant für Mieter oder allgemein für den Einstieg in die eigene Sonnenstromerzeugung ist eine Mini-Photovoltaikanlage. Einzelne sogenannte Balkonmodule wandeln dabei Sonnenenergie auf dem Balkon oder der Terrasse in Strom für den Eigenverbrauch um. Die steckbaren Module dürfen über eine Energiesteckdose direkt an das Stromnetz des Hauses angeschlossen werden. Dabei muss geprüft werden, ob die Leitung für die Einspeisung ausreichend dimensioniert ist, was aber normalerweise der Fall ist. Die fertige Mini-Photovoltaikanlage musst du bei der Bundesnetzagentur sowie beim Stromnetzbetreiber anmelden. Da Strom immer den Weg des geringsten Widerstands nimmt, verbrauchst du deinen selbst erzeugten Strom direkt in der eigenen Wohnung. Darüber hinaus benötigten Strom beziehst du weiterhin aus dem öffentlichen Netz, beispielsweise von den Bürgerwerken.

Mehr über den Ökostrom der Bürgerwerke erfahren

Energiebürger erzeugen mit einem Balkonmodul eigenen Solarstrom. (© Bürgerwerke)

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