Aktivurlaub nachhaltig: 3 spannende Ideen

Foto: dacat84 / photocase.com

Neues Jahr, neues Glück – und neues Urlaubsgeld. An kalten, grauen Wintertagen lässt sich vor allem eins vorzüglich planen: der nächste Aktivurlaub. Natürlich nachhaltig – zum Beispiel mit Microadventures, Glamping und Eco-Lodges.

Günstig soll er sein, aber trotzdem schön, erholsam und vielseitig. Die Anreise bitte bequem, aber dennoch umweltschonend. Das Essen köstlich, aber hoffentlich regional und saisonal. Kurzum: Aktivurlaub ist heute Schwerstarbeit, und wer ernsthaft versucht, alle Kriterien an nachhaltiges Reisen zu erfüllen, um sich „ökorrekt“ zu erholen, wird vor lauter Kopfzerbrechen womöglich völlig gestresst heimkehren.

Dennoch ist es wichtig, seine nachhaltigen Grundsätze auch im Aktivurlaub nicht über Bord zu werfen. Mit unseren bewährten 10 Tipps für den nachhaltigen Urlaub geht das ganz einfach. Und die folgenden drei Reise-Trends bieten reichlich Action und Erholung – und lassen Sie gleichzeitig mit gutem Gewissen in den Urlaub fahren.

Aktivurlaub: Microadventures – für Kreative und Mutige

Kleine Abenteuer kann man leichter erleben als erwartet. Zum Beispiel mit dem Trend der „Microadventures“.

Wie wäre es mit einer Nacht im selbstgebauten Biwak? Oder einer Wanderung zu einem Punkt auf der Karte, den man vorher blind auswählt? Alastair Humphrey, ausgezeichnet als Adventurer of the Year 2012 von National Geographic, hat den Aktivurlaub mit kleinen Abenteuern bekannt gemacht.

Das Credo des Briten: um spannende Erlebnisse zu machen, muss man nicht erst stundenlang im Flugzeug sitzen. Auch kleine Abenteuer fordern viele von uns schon ganz schön heraus. Und diese warten oft direkt hinterm Haus. Wir müssen nur die Augen offenhalten und uns auf den Weg machen. Ein rücksichtsvoller Umgang mit der Natur sollte dabei selbstverständlich sein.

Wie das geht, macht Humphrey selbst vor. Mit Fotos und Videos dokumentiert er, was man dabei alles erleben kann – und das ist eine ganze Menge. Wie man das Ganze sicher, warm und mit Kleidung und Material umsetzt, das bereits zuhause rumliegt, erklärt er auf alastairhumphreys.com.

Aktivurlaub: Glamping – für naturverbundene Genießer

Wem Microadventures zu extrem sind, der findet im wachsenden „Glamping“-Angebot wunderschöne Unterkünfte unter freiem Sternenhimmel – aber mit Komfort.

Wer hat als Kind nicht davon geträumt, einmal in einem Baumhaus zu wohnen? Beim Glamping ist das möglich, ohne auf Komfort verzichten zu müssen. Das Verschmelzen von Glamour und Camping bringt abenteuerliche Design-Hütten, Baumhäuser mit Badewannen und Tipis mit Glasdach hervor. Der Luxus-Campingurlaub ist ein besonderes Erlebnis für Kinder, aber ebenso für alle, die Spaß an originellen Projekten haben.

Oft werden die speziellen Unterkünfte in Verbindung mit einem buchbaren Abenteuer vermietet, beispielweise eine Husky-Schlittenfahrt mit Übernachtung im Luxus-Tipi in Finnland oder eine Dschungelwanderung mit Übernachtung im Baumhaus in Laos. Aber auch in Deutschland gibt es viele derartiger Angebote.

Natürlich gehen hier die Ansichten über Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit auseinander. Es kommt also darauf an, was jeder einzelne daraus macht. Naturnah ist ein solcher Aktivurlaub in jedem Fall. Je kürzer und klimaschonender die Anfahrt, desto weniger groß ist außerdem die Belastung für die Umwelt.

Anregungen und Buchungsmöglichkeiten finden Sie zum Beispiel auf glamping-urlaub.de.

Aktivurlaub: Eco-Lodges – für fernwehgeplagte Ökos

Gezielt an Öko-Reisende wenden sich die „Eco-Lodges“: Sie bieten alles, was man sich wünscht, bemühen sich aber ausdrücklich um einen nachhaltigen Betrieb.

In fast allen Hotelketten ist es inzwischen Standard: das kleine Schildchen im Badezimmer, das die Hotelgäste bittet, mitzudenken und die Handtücher nur dann waschen zu lassen, wenn es wirklich notwendig ist. Sehr oft endet der Beitrag zur Umwelt aber hiermit bereits.
Doch wie sieht es mit den Mitarbeitern aus? Was geschieht mit dem übrig geblieben Essen? Und woher kommen die Materialien? Wird der Müll korrekt entsorgt?

Kleinere Unterkünfte, und hier eben speziell die Eco-Lodges, können auf solche Fragen besser eingehen und nachhaltige Lösungen finden. Es gibt sie fast überall auf der Welt, besonders in Regionen die touristisch noch nicht so weit entwickelt sind.

Als Übernachtungsgast setzt man hier bewusst ein Zeichen und hilft der touristischen Entwicklung des Landes. Da Eco-Hotels besonderen Wert auf die faire Integration in ihre Umgebung legen, lernt man hier das Land und seine Kultur oft besonders gut und feinfühlig kennen. Gleichzeitig schonen Sie die örtliche Natur.

Finden muss man diese selbst, der Google-Suchbegriff „eco lodge“ hilft. Zwei Beispiele: In Schwedens einfachstem Hotel, der Kolarbyn Ecolodge, wohnt man in einer von zwölf moosbewachsenen Hütten im Fichtenwald. Ohne Strom, ohne Dusche – aber mit viel Natur und Ruhe (Infos auf wildsweden.com).
Wer weite Flugreisen unternimmt, sollte wenigstens vor Ort besonderen Wert auf eine umweltschonende Unterbringung achten. In Gambia, Westafrika, gibt es zum Beispiel eine besonders schön durchdachte Eco-Lodge, samt Einbindung des Nachbardorfes. Persönliche Empfehlung der Autorin, mehr Infos auf sandele.com.

Übrigens: In Deutschland und sieben weiteren mittel- und südeuropäischen Ländern bietet auch der Zusammenschluss der „Bio Hotels“ eine Vielzahl ökologischer Unterkünfte.

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