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Amazon-Alternative: Bücher, Elektronik & Co. besser hier einkaufen

Fotos: Africa Studio, motizova / stock.adobe.com; CC0 Public Domain / Pixabay - Nick_H, OpenClipart-Vectors

Preisdiktate, schlechte Arbeitsbedingungen, Monopolisierung, Druck auf Verlage – es gibt viele gute Gründe, nicht (mehr) beim Mega-Versandhändler einzukaufen. Wir zeigen Alternativen!

Zuerst die schlechte Nachricht: ein grünes Amazon mit riesiger Auswahl zu Rekordpreisen und kostenlosem Versand gibt es nicht. Die gute: für Bücher, Elektronik, CDs, DVDs und Videospiele gibt es jetzt schon zahlreiche nachhaltige(re) Alternativen. Hier findest du sie.

Amazon-Alternative: Bessere Shops für Bücher

Seine dominante Stellung im Internet hat sich Amazon zu Beginn über den Büchermarkt erkämpft. Dabei gibt es zahlreiche Online-Alternativen, die ebenfalls (fast) jedes Buch in kurzer Zeit liefern – und oft ebenfalls ohne Versandkosten. Offensichtliche Alternativen sind die Websites von Thalia.de**, Hugendubel oder Osiander, aber auch buecher.de**, die alle einen besseren Ruf besitzen als Monopolist Amazon. Alle vier liefern Bücher innerhalb Deutschlands ebenfalls versandkostenfrei.

Besser noch: kleinere Onlineshops für Bücher, die zusätzlich einen gemeinnützigen Ansatz verfolgen. Fairbuch spendet beispielsweise zwei Prozent des Verkaufspreises an die Kindernothilfe; Buch7.de** fördert soziale und ökologische Projekte sogar mit 75 Prozent seines Gewinns. Und: Auch hier gibt es Bücher schnell und versandkostenfrei. Ein dritter guter Tipp: der Ecobookstore, der bislang (Stand: November 2019) rund 29.000 Euro an Spenden für den Regenwald mithilfe von Buchbestellungen aufgebracht hat.

Wer sein Buch nicht nagelneu benötigt, der findet auf Verkaufsplattformen wie booklooker.de**, Medimops, ZVAB, studibuch.de oder Eurobuch eine große Auswahl an gebrauchten Büchern zu teilweise sehr günstigen Preisen.

Und: Wie viele Bücher liest man schon öfter als einmal oder muss sie unbedingt sein Eigen nennen? Deshalb bleibt auch die gute alte Bibliothek oder Bücherei eine hervorragend nachhaltige Alternative zum Neukauf …

Amazon-Alternative: Bessere Shops für Elektronik

Wir wollen niemandem die Freude an Technik und Elektronikartikeln nehmen, aber Tipps für einen nachhaltigen Einkauf in diesem Bereich sind schwer zu geben.

Ob Smartphones, Digitalkameras, Spielkonsolen oder Fernseher – die Herstellungsbedingungen sind bei fast allen Herstellern schlecht. Rohstoffbeschaffung, Produktion und Entsorgung belasten die Umwelt massiv, und Menschen arbeiten häufig unter miserablen Bedingungen, damit wir unsere Elektronikgeräte genießen können.

Die wichtigsten Tipps für einen nachhaltigen Umgang mit Elektronik lauten deshalb: 1. Vorhandene Technik solange nutzen wie möglich. 2. Und wenn sie kaputtgeht, nach Möglichkeit reparieren (lassen). Außerdem: 3. Wenn etwas nicht mehr repariert werden kann, das Ersatzgerät am besten gebraucht kaufen.

Dabei muss es nicht Ebay sein: Inzwischen erhältst du die meisten Elektronikartikel auch professionell wiederaufbereitet („refurbished“). Besonders sticht hier der Anbieter AfB Social & Green IT** heraus, der außerdem 12 Monate Garantie gibt. Lies zum Thema:

Hier findest du die besten Portale, um online gebraucht zu kaufen:

Nicht alles lässt sich jedoch gebraucht finden, auch können Gebrauchtportale häufig keine (längeren) Garantien auf ihre Produkte geben. Wenn es also doch neue Elektronik sein muss, winken als Amazon-Alternative immer noch zahlreiche (mittel)große Elektronik-Händler wie Arlt, Conrad, MediaMarkt, Reichelt, Saturn und andere, die sich preislich nicht viel vergeben. Auch im Otto-Versand (otto.de) findest du die meisten Technikprodukte.

Der einzige Anbieter, der hier (deutlich) heraussticht, ist Memolife. Der faire Versandhandel vertreibt neben viele anderen Artikel auch eine Palette an Elektronikgeräten, darunter Smartphones, Laptops, PCs, Drucker, Speichermedien und andere. Zum Technikangebot von Memolife**.

Amazon-Alternative für CDs, DVDs & Co.

Schon kurz nach dem Erscheinungsdatum sind CDs, DVDs und Videospiele zu einem Bruchteil des Neupreises aus zweiter Hand erhältlich. So sparst du beispielsweise auf eBay** bare Münze und verhinderst Materialverschwendung. Noch ein wenig utopischer ist der bargeldlose Tauschhandel. Dazu haben wir dir die wichtigsten Tauschbörsen im Internet zusammengestellt. Und auch hier gilt: Viele Filme und auch so einige Musik muss man nicht für ewig besitzen. Bibliotheken und Videotheken haben meist eine große Auswahl von beidem im Angebot.

Zur Bestenliste: Online Tauschbörsen

Die faire Amazon-Alternative wächst …

Eine faire Alternative zu Amazon klingt nach Utopie – wird aber versucht, zu verwirklichen. Die Plattform Fairmondo ist seit 2013 online und als eingetragene Genossenschaft organisiert. Damit wird bewusst auf Großinvestoren und die Profitgier einzelner verzichtet. Stattdessen soll der Marktplatz den Interessen vieler entsprechen und damit „fair“ für die Gemeinschaft arbeiten. Zudem soll nachhaltiger Konsum gefördert werden. Der Marktplatz ist noch am Wachsen und kann noch nicht mit dem Komfort von Amazon mithalten. Die Idee aber ist unterstützenswert. Wie gut sie in Zukunft umgesetzt werden kann, hängt davon ab, wieviele Menschen mitmachen. Anteile zeichnen kann jeder, los geht’s!

Die naheliegendsten Alternativen zu Amazon

Wie hat man eigentlich vor Internet-Zeiten Bücher gekauft, gab es überhaupt welche? Bitte unterstütze den lokalen Handel! Geh zum kleinen Buchladen um die Ecke, ins Fotofachgeschäft und vielleicht hast du ja sogar noch einen Plattenladen in deiner Nähe. Amazon und Co. sind bequem und haben ein endloses Angebot, aber sie zerstören die lokale Wirtschaft. Willst du mit deinem Geld lieber einen gesichtslosen Megakonzern unterstützen oder deine Nachbarn?

Weiterlesen auf Utopia:

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(213) Kommentare

  1. Amazon hin oder her, Bücher bestelle ich im kleinen Buchladen meiner Stadt. Am nächsten Tag kann ich sie dort abholen und ich habe zumindest das Gefühl, für das gleiche Geld den Buchladen an der Ecke unterstützt zu haben und nicht einen amerikanischen Weltkonzern.

  2. Danke für diesen interessanten Artikel!
    Ich muss allerdings gestehen, dass ich persönlich heilfroh bin, dass es Amazon gibt.
    Es wäre sonst wohl noch keines meiner Bücher, die im Book in demand Verlag verlegt wurden, verkauft worden. Und das wäre doch ziemlich schade, wenn viele der noch unbekannten Autoren-einfach so untergehen, ohne gesehen/gelesen zu werden. Oder?
    Einen schönen Sonntag noch…

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