Augenbrauen zupfen: Eine Anleitung für schöne Brauen

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Augenbrauen zu zupfen geht leichter als du denkst: Mit der richtigen Technik kannst du störende Haare fast schmerzfrei entfernen. Wir zeigen dir in einer einfachen Anleitung, wie das geht.

Schön definierte Augenbrauen verleihen deinem Gesicht Ausdruck und betonen deinen Typ. Glücklicherweise sind die Zeiten vorbei, in denen die Mode diktierte, dass schöne Augenbrauen dünn sein müssen. Heute sind auch buschige Augenbrauen in. 

Wichtig ist vor allem, dass die Augenbrauen zu dir und deinem Gesicht passen. Vielleicht brauchst du dafür auch gar nicht zupfen. Meist passt ohnehin die natürliche Form deiner Augenbrauen auch am besten zu dir. Wenn du deine Augenbrauen doch zupfen willst, solltest du darauf achten, dass sie nicht künstlich wirken. Hier erfährst du, wie das funktioniert.

Augenbrauen zupfen – Natürlichkeit ist Trumpf

Schöne Augenbrauen passen zum Gesicht.
Schöne Augenbrauen passen zum Gesicht. (Foto: CC0/pixabay/Pexels)

Indem du vereinzelte Haare entfernst, die aus der Reihe wachsen, kannst du deine natürliche Augenbrauenform noch betonen. Hast du bislang deine Augenbrauen in eine unnatürlich schmale Form „gezwungen“, kannst sie getrost wieder wachsen lassen.

  1. Form definieren: Entscheide dich zuerst, in welche Form du deine Augenbrauen zupfen möchtest. Wir verraten dir im nächsten Absatz, wie du die Form an deine natürlichen Gesichtszüge anpassen kannst.
  2. Augenbrauen zupfen: Im zweiten Schritt zupfst du die Augenbrauen in die für dich passende Form.
  3. Augenbrauen farblich unterstreichen: Anschließend kannst du die Kontur der Augenbrauen farblich hervorheben, zum Beispiel mit einem Augenbrauenstift.

Augenbrauen zupfen: So findest du die richtige Form

Über den Winkel findest du die richtige Form der Augenbrauen.
Über den Winkel findest du die richtige Form der Augenbrauen. (Foto: Martina Naumann/utopia)

Bevor du startest, legst du fest, welche Augenbrauen-Form zu dir passt.

Für diesen Schritt brauchst du:

  • einen Stift oder einen Make-Up-Pinsel mit einem langen dünnen Stil als „Maßstab“.
  • eine Wimpernbürste, mit der du die Augenbrauen in Form bürstest. (Du kannst eine gebrauchte Mascarabürste verwenden, die du von Farbresten gesäubert hast.)
  • einen Augenbrauen- oder Kajalstift, um die Form zu markieren.

Nun markierst du auf jeder Augenbraue drei Punkte. Innerhalb dieser Punkte verläuft der für deine Gesichtsform ideale Bogen der Augenbrauen. Mit Hilfe eines Stiftes, den du flach in unterschiedlichen Winkeln an dein Gesicht hältst, ermittelst du diese Hilfspunkte. Dabei werden die Proportionen in deinem Gesicht miteinbezogen – deine Nase dient als Orientierungspunkt.

Bevor du beginnst: Reinige dein Gesicht von Augen-Make-Up, damit du die natürliche Form deiner Augenbrauen sehen kannst.

1) Der erste Punkt legt den Beginn der Augenbraue auf der Seite zur Nase fest.

  • Lege den Stift senkrecht vom äußeren Nasenflügel über den inneren Augenwinkel bis zur Braue an.
  • Zeichne in die Augenbraue einen kleine Punkt mit dem Augenbrauenstift.

2) Der zweite Punkt markiert das Ende der Augenbraue zum Haaransatz hin.

  • Halte den Stift jetzt flach vom Nasenflügel bis zum äußeren Augenwinkel.
  • Kennzeichne wieder mit einen kleinen Punkt diese äußere Begrenzung deiner Augenbrauen.

3) In dem dritten Schritt bestimmst du den höchsten Punkt oder Wendepunkt des Augenbrauenschwungs.

  • Nimm wieder den Stift und halte ihn flach vom äußeren Nasenflügel über deine Augenmitte. Dieser Winkel führt genau über deine Pupille, wenn du geradeaus in den Spiegel schaust.
  • Setze auch hier einen Hilfspunkt mit dem Augenbrauenstift.

Bei einem schmalen Gesicht liegen die drei Punkte näher beieinander. Du erhältst also einen stärker geschwungenen Bogen, wenn du die Punkte bogenförmig miteinander verbindest. Ist das Gesicht großflächiger, wird der Bogen flacher, weil die Punkte weiter auseinander liegen. Bei runden oder herzförmigen Gesichtern wirken weiche, schmalere Bögen besser. Wer ein markantes Gesicht hat, kann auch mit eckigen Formen experimentieren.

Die richtige Technik: So zupfst du Augenbrauen

Augenbrauen mit sauber gezupften Konturen.
Augenbrauen mit sauber gezupften Konturen. (Foto: CC0/pixabay/SofieZborilova)

Mit der richtigen Technik tut es fast nicht weh, wenn du dir die Augenbrauen selbst zupfst. Bist du geübter, vermeidest du so auch gerötete und geschwollene Augenlider.

Für diesen Schritt brauchst du

  • eine Pinzette mit einer geraden, abgeflachten Spitze (gibt es im Drogerie-Markt oder online, zum Beispiel bei **Amazon.)
  • und eventuell eine Nagelschere, um lange Haare zu schneiden.

Achtung: Die Augenbrauen sollten nicht fettig sein, ansonsten kannst du die Haut unter den Augenbrauen nicht richtig spannen. Entfette den Bereich, wenn nötig, mit einem Wattepad, das mit Gesichtswasser getränkt ist.

So zupfst du die Augenbrauen richtig:

  1. Bürste deine Augenbrauen mit der Wimpernbürste in Form. Orientiere dich dabei an den Hilfspunkten. Kämme die Haare schräg nach oben: So siehst du leichter, welche Haare außerhalb der Idealform wachsen und ob einige Spitzen zu lang sind. Diese kannst du am Schluss etwas kürzen.
  2. Spanne die Haut mit dem Zeige- und Mittelfinger der linken Hand (wenn du mit rechts die Pinzette führst) – du zupft immer zwischen diesen beiden Fingern.  Dabei ziehst du die Haut unter den Augenbrauen nach oben und etwas auseinander. Wachsen die Haare tiefer in Richtung Lidfalte, musst du die Haut straffer hinauf ziehen.
  3. Jetzt setzt du die Pinzette in einem flachen Winkel an und zupfst die Haare unterhalb der Augenbraue entgegen der Wuchsrichtung. Je besser du die Haut dabei spannst, desto weniger tut es weh. Außerdem läufst du so nicht Gefahr, mit der Pinzette in die Haut zu kneifen.
  4. An der Nasenseite wachsen die Haare breiter und zum Haaransatz hin laufen sie meist schmaler zu. Den unteren Bogen zupfst du entsprechend dieser natürlichen Form in eine schöne Kontur. Arbeite dich mit der beschriebenen Technik unterhalb der Augenbrauen von außen nach innen vor.
  5. Kämme zwischendurch die Augenbrauen immer wieder in die Bogenform und zupfe nur die Haare weg, die nicht zur Form passen.

Den schwierigsten Teil hast du jetzt geschafft. Gehe nun zu den Haaren im oberen Teil der Augenbrauen über.

  1. Spanne genauso wie vorhin beschrieben die Haut und zupfe die Haare, die oberhalb deiner Augenbrauen-Wunschform wachsen.
  2. Sollten einige Haare länger sein und buschig über den oberen Bogenrand heraus stehen, schneide mit einer Nagelschere die Spitzen ab. Greife nur im Notfall zur Schere: Du hast länger Ruhe, wenn du die Haare zupfst anstatt sie zu schneiden.
  3. Hast du Haare über der Nasenwurzel, welche dich stören, dann entferne auch diese.

So kannst du die Augenbrauen-Form noch betonen

Die Augenbrauen sollen zu den Haaren und der Haut passen.
Die Augenbrauen sollen zu den Haaren und der Haut passen. (Foto: CC0/pixabay/DamiWurtz)

Die Augenbrauen wachsen bei jedem unterschiedlich: Bei einigen sind sie sehr dicht. Bei anderen wachsen die Haare eher vereinzelt oder so hell, dass auch bei gezupften Augenbrauen die Kontur nicht deutlich wird. Mit etwas Farbe kannst du in solchen Fällen deinen Augenbrauen mehr Ausdruck verleihen. Mit den Augenbrauen betonst du auch immer deine Augen mit – das kann sie größer wirken lassen.

Du kannst die Augenbrauen mit natürlichen Mitteln färben, zum Beispiel mit Kaffee oder Kakao. Mit einem matten Lidschatten oder speziellem Augenbrauenpuder betonst du die Augenbrauen ebenfalls auf natürliche Art. Durch den Augenbrauenstift können die Brauen schnell zu kompakt und unnatürlich aussehen.

Wähle eine Farbe, die zu deinen Haaren und Hautton passt:

  • Blonden Typen steht zum Beispiel ein hellerer Farbton besser als zu dunkle Farben.
  • Menschen mit hellblonden Haaren sollten eher nicht zu Brauntönen greifen. Diese können leicht zu rötlich wirken. Ein helles Grau passt besser.

Einen Augenbrauenstift kannst du gut einsetzten, wenn dir mal ein Malheur passiert ist.

  • Mit dem Stift kaschierst du Stellen, an denen du zu viel weggezupft hast oder deine Brauen eine natürliche Lücke aufweisen.
  • Du füllst die Lücke optisch aus, indem du mit dem Stift einige dünne Striche oder Punkte setzt.

Tipp: Verwende Schminke aus einer Naturkosmetikserie. In diesen Kosmetika ist zum Beispiel kein Glitter aus Plastik enthalten. Du kannst dich an den Siegeln für Naturkosmetik wie Nature oder BDIH orientieren. Dekorative Naturkosmetik erhältst du in gut sortierten Biomärkten.

Was du sonst beachten solltest

Sind Schablonen als Vorlage sinnvoll? Schablonen können dir Anhaltspunkte geben, falls du beim Zupfen unsicher bist. Der Nachteil: Sie sind meist aus Plastik. Außerdem passen sie niemals genau zu deinen individuellen Gesichtsproportionen.

Wenn du zum ersten Mal deine Augenbrauen zupfst, gehe lieber langsam vor und zupfe nur einige wenige Haare weg. Beim nächsten Mal bist du sicherer und kannst beherzter vorgehen.

Zupfen hält lange an: Erst nach etwa drei Wochen wirst du wieder Haare entdecken, die aus der Form wachsen. Denn du zupfst die Haare mit der Haarwurzel heraus, sodass sie erst wieder vollständig aus der Hautpore heraus wachsen müssen. Zupfst du regelmäßig, wachsen die Haare nach einigen Jahren oftmals dünner nach.

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