Babassuöl: Eigenschaften und Anwendung des Pflanzenfettes

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Babassuöl wird aus den Früchten einer aus Südamerika stammenden Palme gewonnen. Das exotische Öl hat ähnliche Eigenschaften wie Kokosöl und wird daher auch ähnlich verwendet.

Babassuöl stammt aus den Kernen der Babassupalme. Es schmeckt nussig und hat ähnliche Eigenschaften wie Kokosöl.

Im Urzustand ist erinnert das Öl optisch an Butter. Raffiniert ist ist es farblos und beinahe geruchsneutral. Der Schmelzpunkt ist mit etwa 24 Grad relativ niedrig. Kommt es in Hautkontakt, schmilzt es sofort.

Wie das Öl wirkt und wie du es anwendest, liest du in diesem Artikel.

Inhaltsstoffe und Eigenschaften von Babassuöl

Babassuöl erinnert stark an Kokosöl.
Babassuöl erinnert stark an Kokosöl. (Foto: CC0 / Pixabay / DanaTentis)

In Brasilien, woher das exotische Öl stammt, verwendet man das Öl nicht nur in der Küche, sondern auch bei der Behandlung von Hauterkrankungen. Das Öl soll einen positiver Effekt auf die Wundheilung haben. Eine Studie aus dem Jahr 2017 bestätigt anhand von Tierversuchen, dass Babassuöl anti-entzündlich ist. Zudem wendeten die Forscher*innen das Öl erfolgreich gegen ein Ödem bei Mäusen an.

Wie das Öl auf der menschlichen Haut wirkt, lässt sich anhand der Studie allerdings nicht abschließend beurteilen.

Babassuöl erinnert nicht nur optisch an Kokosöl, auch die Inhaltsstoffe ähneln sich stark. Den größten Anteil des Öls machen mit über 80 Prozent gesättigte Fettsäuren aus, insbesondere Laurinsäure.

So kannst du Babassuöl verwenden

Besonders für die Hautpflege ist Babassuöl geeignet.
Besonders für die Hautpflege ist Babassuöl geeignet. (Foto: CC0 / Pixabay / nir_design)

Da Babassuöl ähnliche Eigenschaften wie Kokosöl aufweist, ähneln sich auch die Verwendungsmöglichkeiten. Hauptsächlich kommt Babssuöl in der Kosmetikindustrie zum Einsatz. Die unterschiedlichsten Produkte enthalten Babassuöl:

Du kannst das Öl auch pur anwenden. Vor allem für trockene Haut und trockene Haare ist es empfehlenswert. Verteile einige Tropfen in deinen Handflächen und massiere das Öl anschließend in deine Haarspitzen oder auf die trockene Haut. Für einen besonders angenehmen Duft kannst du ein paar Tropfen ätherisches Öl hinzufügen.

Auch in der Lebensmittelproduktion ist das Öl zunehmend beliebter. Du kannst es in der Küche genau wie Kokosöl verwenden. Es eignet sich zum Backen und zum Braten. Geschmacklich hat es eine milde nussige Note und passt somit sowohl zu herzhaften als auch zu süßen Speisen.

Babassuöl im Nachhaltigkeitscheck

Da die Babassupalme aus Südamerika stammt und überwiegend im Amazonasbecken wächst, legt es bis zu dir einen weiten Weg zurück. Dessen solltest du dir bewusst sein. Verwende Babassuöl lieber sparsam und greife auf weniger exotische Alternativen wie Olivenöl zurück. Tipps zur Anwendung findest du zum Beispiel hier: Olivenöl für die Haare: so geht die natürliche Haarpflege – Utopia.de.

Kaufe nur hochwertiges kaltgepresstes Babassuöl, in dem möglichst viele Inhaltsstoffe enthalten sind. Um würdige Arbeitsbedingungen und fairen Handel und gerechte Entlohnung zu gewährleisten, solltest du das Öl zudem nur mit dem Fairtrade-Siegel oder aus einer geprüften Kooperative kaufen.

Ein Pluspunkt von Babassuöl: Traditionell werden alle Teile der Palme weiterverarbeitet. Blätter und Stamm sind gute Materialien für den Häuserbau, die Blätter eignen sich zudem für Flechtwerk.

Tipp: Auf der Seite Codecheck kannst du Produkte mit Babassuöl und andere Inhaltsstoffe auf ihre Bedenklichkeit prüfen.

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