Beifuß-Allergie: Symptome und wirkungsvolle Hausmittel dagegen

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Beifuß gilt als beliebtes Gewürz und Heilmittel. Doch Beifuß kann auch Allergien auslösen. Welche Symptome sich zeigen können und welche Hausmittel helfen.

Der Gemeine Beifuß (Artemisia vulgaris) stammt aus der Familie der Korbblütler und ist mit seiner gelb-grünen Blütenfarbe überwiegend an Böschungen, Wegrändern und Schotterplätzen zu finden.

Der Pflanze werden antibakterielle, durchblutungsfördernde und verdauungsanregende Eigenschaften nachgesagt. Mit seinem würzigen Aroma wird Beifuß auch häufig als Gewürz für verschiedene Gerichte benutzt.

Die Beifußpflanze hat ihre Blütezeit von Mitte Mai bis Ende Oktober. Besonders ab Mitte Juli bis Ende August ist die Belastung mit Beifußpollen besonders hoch. Menschen mit einer Beifuß-Allergie leider in diesem Zeitraum besonders stark unter den Symptomen.

Allergie durch Beifuß: die typischen Anzeichen

Beifuß versprüht seine Pollen
Beifuß versprüht seine Pollen (Foto: CC0 / Pixabay / Free-Photos)

Die Pollen der bis zu 200 Zentimeter großen Beifußpflanze werden durch den Wind verbreitet und lösen laut dem Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) bei etwa neun Prozent der Bevölkerung allergische Reaktionen aus. Mögliche Symptome:

  • Augentränen und -jucken
  • Fließschnupfen
  • Kopfschmerzen
  • Atemnot reichen (Heuschnupfen)
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • Schlafstörungen

Eine große Gefahr für heftige allergische Reaktionen wird zudem dem sogenannten „Beifußblättrigen Traubenkraut“ (auch: Beifuß-Ambrosia, Ambrosia artemisiifolia) zugesprochen. Dieses ist vom Gemeinen Beifuß zu unterscheiden. Ambrosia ähnelt ihm zwar sehr, hat aber glatte und grüne Blattunterseiten. Doch Achtung: Wer auf Beifuß allergisch ist, reagiert oftmals auch auf Ambrosia mit Heuschnupfen!

Beifuß gilt als Leitallergen für weitere Allergien

Zeigen sich bei Beifuß-Pollen als Korbblütler allergische Reaktionen, so können auch andere Korbblütler solche unerwünschten Symptome hervorrufen. Dies sind die sogenannten Kreuzreaktionen.

Laut der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) treten bei einer Beifuß-Allergie häufig begleitende Symptome auf. Zum Beispiel kann der Verzehr von Sellerie, Gewürze, Gurke, Melone oder auch Bananen allergische Reaktionen auslösen. Auffällig ist hierbei, dass die entsprechenden Nahrungsmittel oftmals verträglicher sind, wenn man sie zuvor stark erhitzt. Die Hitze zerstört die Allergene.

Hausmittel bei Beifuß-Allergie

Nicht nur Medikamente, sondern auch Hausmittel können die Symptome einer Beifuß-Allergie lindern:

  • Eine Nasenspülung mit einer Kochsalzlösung kann dabei helfen, die Pollen von der Nasenschleimhaut abzuwaschen. Außerdem befeuchtet die Lösung die Nasenschleimhaut, was den Juckreiz abmildert.
  • Bei juckenden Augen kann ein feuchter Lappen helfen. Einfach mit kaltem Wasser anfeuchten und auf beide Augen legen. Dies lindert häufig den Juckreiz.
  • Da sich Pollen vor allem auch in den Haaren verfangen, ist es ratsam, insbesondere vor dem Schlafengehen die Haare auszuwaschen.

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