Blumenerde schimmelt: Ursachen und was du tun kannst

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Wenn deine Blumenerde schimmelt, solltest du schnell handeln. Wie du mit befallenen Pflanzen umgehst und weshalb Blumenerde schimmelt, erfährst du in diesem Ratgeber.

Wer weiße Ablagerungen auf seiner Blumenerde entdeckt, hat es oftmals mit Schimmel zu tun. Ob die Erde wirklich schimmelt oder sich nur Kalkablagerungen aus dem Gießwasser darauf breit gemacht haben, kannst du mit einem Stäbchen testen: Wenn die weißen Rückstände krümelig sind, handelt es sich um Kalk. Wenn sie jedoch weich und luftig aussehen und du weiße Härchen entdeckst, kannst du sicher sein, dass es sich dabei um Schimmel handelt. In diesem Fall solltest du schnellstmöglich handeln.

Blumenerde schimmelt: Das sind die Ursachen

Für schimmelnde Blumenerde gibt es mehrere Ursachen. Um nach der Behandlung eine erneute Schimmelbildung zu vermeiden, ist es wichtig, dass du den Grund dafür herausfindest und dem entgegensteuern kannst.

  • Die häufigste Ursache für schimmelnde Blumenerde ist übermäßiges Gießen. Wenn die Erde konstant zu feucht oder gar nass ist, fühlen sich Schimmelpilze sehr wohl und bringen die Erde aus ihrem biologischen Gleichgewicht. Außerdem kann sich dann Staunässe bilden. Tipp: Vor allem im Winter, wenn es kühler wird, kannst du deine Zimmerpflanzen von unten gießen. Fülle dafür einen Eimer mit Wasser und tauche die Pflanzen mit dem Boden nach unten bis etwa zur Topfmitte in das Wasser ein. Wenn keine Blasen mehr aufsteigen, hat sich die Pflanze ausreichend Wasser genommen.
  • Billige, minderwertige Erde schimmelt schneller als qualitativ hochwertige. Achte beim Kauf deiner Erde deshalb darauf, dass du gute Erde kaufst. Wenn du dir unsicher bist, lässt du dich am besten in einem Fachhandel beraten.
  • Auch hochwertige Erde kann bereits in der Tüte Schimmelsporen bilden. Das liegt daran, dass sich – vor allem in Folientüten – häufig Kondenswasser bildet, was zu Schimmel führen kann. Lagere deine Erde am besten kühl und relativ dunkel.
  • Manchmal ist auch die Umgebung Schuld am Pilzbefall. Wenn deine Pflanzen in sehr warmen, feuchten Räumen stehen, tritt Schimmel mitunter schneller auf. In diesem Fall solltest du auf eine ausreichende Belüftung deiner Räumlichkeiten achten. Lies dazu auch: Luftfeuchtigkeit senken: Tipps zur Schimmelvermeidung.

Hinweis: Achte auf torffreie Erde, um die Moore zu schützen. Mehr dazu hier: Warum du besser torffreie Erde kaufen solltest – und wo es sie gibt.

Das kannst du gegen geschimmelte Blumenerde tun

Wenn Blumenerde schimmelt, musst du meist umtopfen.
Wenn Blumenerde schimmelt, musst du meist umtopfen.
(Foto: CC0 / Pixabay / Free-Photos)

Wenn deine Blumenerde schimmelt, solltest du rasch etwas dagegen unternehmen. Erstens kann der Befall deine Pflanze schwächen und dafür sorgen, dass sie eingeht. Zweitens gehen die Sporen in die Luft über, wodurch sie auch für dich schädlich sein können. Vor allem Allergiker:innen und Menschen mit schwachem Immunsystem sollten während der Behandlung der Pflanze Handschuhe und gegebenenfalls Mundschutz tragen.

  1. Zuerst solltest du die Pflanze, wenn möglich, ins Freie schaffen. So verhinderst du eine weitere Ausbreitung der Sporen in der Raumluft.
  2. Lüfte deine Wohnung dann gut durch.
  3. Die befallene Erde solltest du komplett entsorgen. Fülle sie in einen verschließbaren Sack und entsorgen sie über deinen Hausmüll.
  4. Wenn nötig, kannst du die Wurzeln der befallenen Pflanze zusätzlich mit warmem Wasser abspülen. So gehst du auf Nummer sicher.
  5. Den Topf solltest du entsorgen oder mit einer heißen Mischung aus Essig und Wasser reinigen. Wenn sich noch Sporen am Topf befinden, wird auch die frische Erde bald wieder schimmeln.
  6. Fülle den sauberen Topf dann mit frischer Erde und setze die Pflanze hinein.

Tipp: Gegen minimalen Schimmelbefall hilft Zimt. Streue diesen großzügig auf die schimmelnden Stellen – er tötet die Schimmelsporen ab. 

Nach dem Umtopfen ist es wichtig, dass du einen erneuten Befall vermeidest. Lüfte deine Räume dafür immer gut durch, stelle deine Pflanzen an helle Orte und achte vor allem darauf, dass die Erde nicht zu nass ist. Lass die Erdoberfläche zwischen den Wassergaben immer gut antrocknen. Das funktioniert noch besser, wenn du die Erde mit einer Gabel leicht „umgräbst“.

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