Trauermücken bekämpfen: Hausmittel gegen Fliegen in der Blumenerde

Foto: Sven Christian Schulz / Utopia

Trauermücken werden vor allem im Winter schnell zur Plage. Doch du kannst sie mit natürlichen Mitteln bekämpfen. Wir zeigen dir, wie du die Fliegen in der Erde loswirst und wie du in Zukunft Trauermücken verhinderst.

Trauermücken bekämpfen: Wo kommen die Fliegen her?

Wenn die Pflanzen über den Sommer draußen auf dem Balkon stehen, ist von Trauermücken noch keine Spur. Erst im Winter befallen die Mücken Kräuter und Blumen im Haus. Das Problem: Drinnen im Haus haben sie keine natürlichen Fressfeinde und vermehren sich innerhalb weniger Tage zu einer großen Population.

Schuld ist meistens minderwertige Pflanzenerde, die ein idealer Nährboden für Trauermücken ist. Wenn die Erde feucht ist, können sich die kleinen Fliegen besonders gut vermehren. Du solltest die Trauermücken aber unbedingt bekämpfen, weil sie sonst deine Pflanzen zerstören. Sie ernähren sich zunächst von den Wurzeln der Pflanze und fressen sich dann nach oben. Im schlimmsten Fall höhlen sie den ganzen Stamm aus und die Pflanze stirbt.

Wie kann man Trauermücken in der Blumenerde bekämpfen?

Trauermücken kannst du mit Gelbtafeln bekämpfen.
Trauermücken kannst du mit Gelbtafeln bekämpfen.
(Foto: Sven Schulz / Utopia)

Die tierfreundlichste Möglichkeit: Gib viel Sand über den Erdboden und gieße die Pflanze für mindestens vier Wochen nicht mehr. Denn bei einem trockenen Boden schlüpfen die Larven nicht und es kommen keine neuen Trauermücken nach. Die alten Trauermücken sterben nach wenigen Tagen ganz natürlich.

Natürliche Fressfeinde ansiedeln: Du kannst dir auch die natürlichen Fressfeinde der Trauermücke in den Blumentopf oder den Blumenkasten holen. Sogenannte Nematoden (gibt es z.B. bei** Amazon) ernähren sich von Trauermücken und bekämpfen die kleinen Fliegen somit ganz natürlich.

Allerdings dauert es rund 14 Tage, bis die Nematoden alle Trauerfliegenlarven beseitigt haben. Gärtner empfehlen, die Erde immer feucht zu halten, damit die Nematoden ideale Voraussetzungen haben. Nach einigen Wochen sterben die Nematoden dann auf natürliche Weise.

Quick & dirty: Wer keine Berührungsängste hat, kann auch Gelbtafeln neben den Pflanzen aufstellen. Die gelbe Farbe der Plastikkarten (es gibt sie leider ausschließlich aus Plastik) lockt die Fliegen an und sie bleiben dann am Klebstoff hängen. Bereits nach ein bis zwei Tagen klebt ein Großteil der Tiere an den Gelbtafeln und du kannst sie auswechseln. Du musst die Tafeln so lange hängen lassen bzw. gegen neue austauschen, bis auch die letzten Larven geschlüpft sind und daran hängen. Beachte aber: Die Gelbtafeln mit zappelnden Fliegen dran sind nichts für Tierliebhaber. Gelbtafeln gibt es in Baumärkten oder Garten-Fachgeschäften sowie online z.B. bei** Amazon.

So verhinderst du in Zukunft Trauermücken

Werden Trauermücken nicht bekämpft, töten sie die Pflanzen von innen.
Werden Trauermücken nicht bekämpft, töten sie die Pflanzen von innen.
(Foto: Sven Christian Schulz / Utopia)

Damit du in Zukunft weniger Sorgen mit deinen Pflanzen hast, haben wir dir fünf Tipps gegen Trauermücken zusammengestellt:

  1. Verwende nur hochwertige Erde aus der Gärtnerei. Das sinkt das Risiko für Trauermücken.
  2. Damit die Erde steril ist, kannst du sie für eine Minute in die Mikrowelle legen. Das geht natürlich nur bei einer kleineren Menge Erde.
  3. Gieße im Winter nur so viel wie nötig. Die meisten Pflanzen reduzieren im Winter sowieso ihr Wachstum und benötigen weniger Wasser.
  4. Eine Sandschicht über der Erde schützt die Pflanzen vor Trauermücken. Denn die kleinen Fliegen legen ihre Larven immer nur direkt auf die Erde.
  5. Wenn du sehr häufig Probleme mit Trauermücken hast, kannst du eine alte feinmaschige Strumpfhose um die Pflanze ziehen. Du hast dann sozusagen eine Pflanze in der Strumpfhose. So können die Trauermücken ihre Larven nicht auf die Erde legen, weil diese durch die Strumpfhose geschützt ist.

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