Brot aufbewahren – das solltest du beachten

Lebensmittelverschwendung entgegentreten mit der richtigen Lagerung von Brot und Brötchen
Foto: CC0/ Pixabay / Couleur

Ofenwarmes Brot – wer liebt es nicht? Damit es möglichst lange frisch und knusprig bleibt, solltest du dein Brot richtig aufbewahren. Hier erfährst du die nützlichsten Tipps!

Brot richtig aufbewahren: auf die Luft kommt es an

Im Römertopf blleibt Brot länger frisch
Im Römertopf blleibt Brot länger frisch
(Foto: CC0/ memolife)

Generell gilt: Schrot- und Vollkornprodukte halten sich länger als reine Weizenbrote.

Worauf du bei der Brotaufbewahrung achten solltest:

  1. Brot lagert am besten bei kühlen 10 – 15 Grad Celsius mit einer Luftfeuchte unter 60 Prozent.
  2. Warmes Brot kondensiert und neigt daher zur Schimmelbildung in Behältnissen. Lasse es daher auskühlen, bevor du es wegpackst.
  3. Prinzipiell solltest du darauf achten Brot luftdurchlässig aufzubewahren, zum Beispiel in Papiertüten. Geschlossene Systeme ohne Zirkulation wie Plastiktüten oder normale Boxen sind eher ungeeignet.
  4. Brot aufbewahren funktioniert am besten in Brotboxen aus Holz (z.B. bei** Memolife), Keramik (z.B. bei** Memolife) oder beispielsweise auch Birkenrinde (z.B. bei** Amazon).

Saubere, trockene und belüftete Brotboxen nehmen überschüssige Feuchtigkeit auf und geben diese, wenn das Brot trockener wird, wieder ab. Die Belüftung reduziert außerdem das Risiko für Schimmelbildung.

    Weitere Tipps, um Brot frisch zu halten

    Noch länger hält dein Brot, wenn du es mit der Schnittkante nach unten aufbewahrst. Da das bei den meisten Brotboxen aufgrund der Größe aber nicht ohne Weiteres funktioniert, behelfe ich mir mit einer Papiertüte, die ich über die eine Hälfte des Brotes stülpe.

    Weniger geeignet ist der Kühlschrank zum Brot aufbewahren. Durch das trockene Klima im Inneren wird das Brot sehr schnell altbacken. Einzig im Sommer, wenn die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit sehr hoch sind, kann es sinnvoll sein.

    Da Brot jedoch frisch am besten schmeckt, kaufe oder backe lieber mehrmals und dafür kleinere Laibe. Dadurch freut sich nicht nur dein Portemonnaie, sondern du schonst auch die Umwelt, indem du weniger wegwerfen musst.

    Wenn doch einmal etwas vom Brot übrig bleiben sollte, kannst du es auch einfach einfrieren. Das spätere Auftauen klappt am besten bei Zimmertemperatur.

    Hast du weitere Tipps zum Brot aufbewahren? Wir freuen uns auf deine Erfahrungen in den Kommentaren!

    Brot richtig lagern – Lebensmittelverschwendung vermeiden

    Falsch gelagerte Backwaren landen oft im Müll
    Falsch gelagerte Backwaren landen oft im Müll
    (Foto: CC0/ Pixabay / mp1746)

    Laut der Verbraucherzentrale landen in Deutschland jährlich 11 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Ein großer Teil dieser Lebensmittelverschwendung sind Backwaren. Der Grund: frisch gebacken enthalten sie viel Feuchtigkeit. Kann diese nicht entweichen, weil das Brot beispielsweise in einer luftdichten Plastiktüte verpackt ist, bildet sich schnell Schimmel.

    Sobald Brot einmal von Schimmel befallen ist, solltest du es auch besser wegschmeißen, denn die Pilzsporen verbreiten sich nicht nur sichtbar, sondern auch unsichtbar im Inneren des Brotes. Um Dein Brot richtig aufzubewahren, musst du kein Lebensmittelexperte sein. Mit den folgenden Tipps ist dein Brot bis zu neun Tage genießbar.

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    (5) Kommentare

    1. Also, dass Utopia ausgerechnet den umstrittenen, von mir seit Jahren boykottierten Versand „Amazon“ empfiehlt, wie bei Tipps zur Brotaufbewahrung in Birkenrinde gelesen, das enttäuscht mich maßlos.

    2. Wir können Ihre Kritik gut nachvollziehen. Zur Erklärung: Unser Ziel ist es, viele verschiedene Möglichkeiten zu nachhaltigerem Konsum aufzeigen und damit ein möglichst breites Publikum zu erreichen. Wir wissen natürlich, dass es dafür bessere Bezugsquellen gibt als Amazon (und haben auch schon mehrmals kritisch über Amazon berichtet). Oftmals zeigen wir auch alternative Einkaufsquellen auf. Wir wissen aber auch, dass viele Leute ausschließlich Amazon nutzen und diesen möchten wir zeigen, dass sie auch dort nachhaltige Produkte kaufen können.

    3. „Weniger geeignet ist der Kühlschrank zum Brot aufbewahren. Durch das trockene Klima im Inneren wird das Brot sehr schnell altbacken. Einzig im Sommer, wenn die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit sehr hoch sind, kann es sinnvoll sein.“

      – Brot sollte nie im Kühlschrank gelagert werden! Nicht, weil es trocken wird, sondern weil das Altbacken-werden durch die sogenannte Retrogradation (so wird die Umkehrung der Verkleisterung der Stärke genannt) zwischen -7° und +7° Celsius um das dreifache höher ist, als außerhalb dieses Temperaturbereiches. Und im Kühlschrank sind in der Regel so um die 4°-8°C.
      Das macht dem Aroma des Brotes sehr schnell ein Ende!
      Deshalb soll Brot auch – wennschon – sehr schnell eingefroren werden und im Backofen wieder aufgetaut, damit diese schädlichen Temperaturen schnell durchschritten werden. Das ist wenig öko, aber wenn das Brot noch ein paar Tage schmecken soll, unumgänglich.

    4. früher musste ich oft Brot wegwerfen weil ich nicht mehr als 3 Scheiben esse, und auch nicht jeden Tag. Geschnittenes Brot in Plastiktüten wurde oft schon vor dem Ablauf des MHD schimmlig, und ungeschnittenes Brot vom Bäcker konnte man nach 3-4 Tagen kaum noch schneiden.
      Das hat mich so geärgert.
      Jetzt habe ich eine Lösung für mich gefunden, mit der ich leben kann:
      frisches, geschnittenes Brot vom Bio-Bäcker, wird gleich nachdem ich die ersten Scheiben gegessen habe in der Papiertüte eingefroren, beim nächsten Mal nehme ich einfach 3-4 gefrorene Scheiben aus der Tüte und taue sie direkt im Toaster auf.
      schmeckt fast wie frisch gebacken, und ich muss nie wieder Brot wegwerfen!

    5. Ich backe mein Brot selbst. Da ich frisches Brot bevorzuge nehme ich was am Abend des 4. Tages über ist, schneide es in Scheiben und frier es ein. Damit mache ich dann später endweder überbackenes Brot oder Semmelknödel. So kommt auch nichts mehr zu. Und die Knödel schmecken jedes mal anders weil immer unterschiedliche Sorten in unterschiedlicher Menge enthalten sind.

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