Buchsbaum schneiden, pflanzen und überwintern: Unsere Garten-Tipps

Foto: CC0 / Pixabay / PatternPictures

Wir zeigen dir, wie du deinen Buchsbaum schneiden und pflegen musst, um ihn gesund zu halten. So kannst du dich im Sommer an seinem dichten, grünen Blattwerk erfreuen.

Buchsbaum im Park
Buchsbaum im Park
(Foto: CC0 / Pixabay / falco)

Der immergrüne Buchsbaum gehört zu den beliebtesten Zier- und Nutzhölzern in Deutschland. Die robuste Pflanze eignet sich ideal zum Begrünen von Zäunen, Mauern oder Beetumrandungen. Dank seines dichten Blattwerks lässt sich der Buchsbaum einfach schneiden – in alle erdenklichen Formen. So findest du ihn etwa in Pyramiden- und Kugelform in zahlreichen Parks und Schlossanlagen. 

Der Buchsbaum stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Heute existieren rund 60 verschiedene Arten, von denen sich gute 50 für unsere Breiten eignen. In Deutschland triffst du heute meist auf den Gewöhnlichen Buchsbaum (Buxus Sempervirens oder Europäischer Buchsbaum). Diesen kannst du als kleinen Strauch oder Bäumchen im Handel kaufen. Bei guter Pflege und dem richtigen Standort kann ein Buchsbaum bis zu 500 Jahre alt werden. 

Buchsbaum schneiden: die richtige Technik

Wenn du den Buchsbaum schneidest, wachsen junge Triebe nach.
Wenn du den Buchsbaum schneidest, wachsen junge Triebe nach.
(Foto: CC0 / Pixabay / Uki_71)

Der Gewöhnliche Buchsbaum wächst langsam: Pro Jahr kannst du mit zehn bis 15 Zentimetern rechnen. Ein regelmäßiger Rückschnitt tut deinem Bäumchen dennoch gut und lässt sein Blattwerk dichter und robuster wachsen. Deine Buchsbäume beschneidest du zweimal im Jahr. Der grobe Schnitt, bei dem du den Baum in die gewünschte Form bringst, erfolgt im März oder April. Der zweite, leichtere Rückschnitt sollte bis Ende Juli erfolgen.

Beim Schneiden deines Buchsbaums solltest du auf Folgendes achten:

  • Wähle einen mäßig warmen Tag. Es sollte nicht zu heiß und nicht zu kalt sein, damit die frisch geschnittene Pflanze nicht zu viel Kraft aufwenden muss. 
  • Gieße die Buchsbäume zunächst gründlich. Sie lassen sich danach leichter schneiden. 
  • Verwende zum Schneiden deines Buchsbaums eine spezielle Buchsbaum-Schere oder eine gewöhnliche Heckenschere. Achte darauf, dass die Klingen immer scharf sind. Glatte Schnittstellen treiben später wieder besser aus. 
  • Arbeite dich mit der Schere von oben nach unten durch und kürze dabei die Triebe, die außerhalb deiner gewünschten Form wachsen. Möchtest du dein Bäumchen in eine ausgefallene Form bringen, kannst du dir im Handel spezielle Buchsbaum-Schablonen besorgen. Diese stülpst du über dein Bäumchen und schneidest alle Triebe rundherum zurück. 
  • Nachdem du einen Buchsbaum zurückgeschnitten hast, solltest du deine Bäumchen mit etwas Dünger versorgen. Auch etwas Rindenmulch tut ihnen jetzt gut.  

Buchsbaum pflanzen: der ideale Standort

Wenn du einen neuen Buchsbaum pflanzen möchtest, solltest du folgendes beachten: Wähle einen geeigneten Platz in deinem Garten oder auf dem Balkon. Buchsbäume gedeihen sowohl im Beet als auch in Kübeln. Achte immer darauf, dass die Wurzeln genügend Platz haben. Dein Bäumchen fühlt sich am wohlsten, wenn du ein paar Tipps bei der Standortwahl berücksichtigst:

  • Ideal ist ein halbschattiger bis schattiger Platz. Pralle Sonne verträgt der Buchsbaum schlecht. Achte daher darauf, dass es im Sommer nicht zu heiß wird. 
  • Der Standort sollte mäßig windig bis windstill sein.
  • Pflanze deinen Buchbaum in neutralen bis kalkreichen, humusreichen und sandigen Lehmboden. Wichtig ist, dass die Erde locker und durchlässig ist, sodass sich kein Wasser staut. Für den Kübel verwende Bio-Kübelpflanzen-Erde, beispielsweise aus dem Biomarkt
  • Dein Buchsbaum passt sich seinem Standort gut an, benötigt dafür aber etwas Zeit. Einen Standortwechsel verträgt dein Buchsbaum daher nur in Ausnahmefällen. 

Buchsbaum pflanzen: So wird’s gemacht

Buchsbaum im Topf
Buchsbaum im Topf
(Foto: CC0 / Pixabay / cocoparisienne)

Die ideale Pflanzzeit für deinen Buchsbaum ist im Frühjahr:

  1. Setze deine jungen Buchsbaum-Pflanzen zunächst mit den Wurzeln in einen Eimer mit frischem Wasser.
  2. Danach lockerst du den Boden gründlich auf und gibst etwas Kompost in die Pflanzlöcher. 
  3. Setze die Jungpflanzen mit der Hand oder einer Pflanzkelle behutsam in die Erdlöcher. 
  4. Willst du mehrere Buchsbäume zu einer Hecke im Garten ansetzen, solltest du die jungen Büsche nun angießen und anschließend bis auf etwa zwei Drittel zurückschneiden. Sie treiben daraufhin dichter aus und vernetzen sich nach und nach zu einer blickdichten Hecke.
  5. Pflanzt du deinen Buchsbaum in einen Kübel, ist es dir überlassen, ob du ihn erst einmal frei austreiben oder für einen dichteren Wuchs ebenfalls zurückschneiden möchtest.
  6. Versorge deine frisch gepflanzten Buchsbäume mit etwas Bio-Dünger.  

Tipp: In den ersten Wochen nach dem Pflanzen solltest du deine Buchsbäume täglich gießen. Sie benötigen viel Wasser und die Erde darf nie ganz austrocknen.

Buchsbaum überwintern: Das solltest du beachten

Im Winter den Buchsbaum von Schnee befreien
Im Winter den Buchsbaum von Schnee befreien
(Foto: CC0 / Pixabay / ulleo)

Der gewöhnliche europäische Buchsbaum ist sehr robust und hält auch Minustemperaturen stand. Im Normalfall brauchen deine Pflanzen keinen Winterschutz. Achte aber unbedingt darauf, dass du deinen Buchsbaum im Kübel auch über den Winter wenig, aber regelmäßig gießt. Die meisten Pflanzen gehen im Winter durch Austrocknung ein, nicht durch Kälte. Halten sich die Temperaturen über lange Zeit jedoch deutlich unter Null Grad, solltest du dein Bäumchen zusätzlich schützen:

  • Bei Kübelpflanzen: Umwickle Topf und Wurzelbereich deiner Pflanze mit luftdurchlässigen Kokosmatten (z.B. bei **Amazon), Bast oder Sackleinen. Das Material hält den empfindlichen Wurzelballen warm, der gerade bei Buchsbäumen besonders im Winter wächst.  
  • Buchsbäume im Freien verkleidest du ebenfalls am Wurzelbereich. Die freistehenden Büsche solltest du außerdem regelmäßig von zu viel Schnee befreien, um Astbruch vorzubeugen.

Weiterlesen auf Utopia.de:

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter:

(1) Kommentar

  1. Einen Wermutstropfen gibt es leider für den an sich robusten schönen Buxus:
    Seitdem der aus Asien stammende Buchsbaumzünsler vor etwa 12 Jahren auch nach Deutschland eingeschleppt wurde, haben die Freunde dieses beliebten Ziergehölzes leider wenig Grund zur Freude. Dieser Schädling hat bei uns leider (noch) keine natürlichen Feinde. Er verbreitet sich schnell, da er angeblich während einer Saison bis zu vier Generationen hervorbringen kann. Die gefräßigen Raupen können in kürzester Zeit große Buchsbaum-Bestände zerstören. Vor allem als Hecke und Einfassungen auf Friedhöfen bieten die braunen abgestorbenen Pflanzen dann schnell ein trauriges Bild.

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.