11 Dinge, die du aus deiner Küche verbannen solltest

Diese Dinge solltest du aus deiner Küche verbannen
Fotos: © Luca Lorenzelli, Rawf8, razoomanetu - Fotolia.com

Die Küche ist das Herz des Hauses, sagt man. Warum kochen, essen und verwenden wir dann jeden Tag Dinge, die unserer Gesundheit schaden und den Planeten kaputt machen? Diese 11 sollten unbedingt aus deiner Küche verschwinden.

1. Salat in Plastik

Aus deiner Küche verbannen: Tütensalat
Frischer, saisonaler Salat kommt ohne Plastik aus. (Fotos: © whiteaster - Fotolia.com, Colourbox.de)

Raus damit: Fertigsalat verursacht nicht nur unnötigen Plastikmüll, die Verpackungen schaffen außerdem einen hervorragenden Nährboden für Schimmelpilze und Keime.

Rein damit: Die Alternative ist denkbar einfach: Kauf saisonalen Salat unverpackt, zum Beispiel auf dem Wochenmarkt oder im Bioladen. Die fünf Minuten mehr, die dich das Waschen und Schnippeln dann kosten, sollten es dir wert sein.

2. Kaffeekapseln

Aus deiner Küche verbannen: Kapselkaffee
Kaffeekapseln: viel Müll für viel Geld (Fotos: © Rawf8 - Fotolia.com, Colourbox.de)

Raus damit: Absurd überteuerter Kaffee, umweltschädliches Aluminium und jede Menge unnötiger Müll – Kapselkaffee ist vielleicht das beste Beispiel dafür, wie wir uns
von der Industrie zum Kauf unsinniger Produkte verführen lassen.

Rein damit: Für alle, die schon eine Kapselmaschine besitzen, gibt es eine geldsparende und umweltschonende Lösung: Kapseln, die du mit fairem Bio-Kaffee immer wieder befüllen kannst. Und für alle anderen: Hier zeigen wir, wie du richtigen Kaffee machst – ohne Müll, fair und deutlich günstiger: Slow Coffee: Das sind die besten Arten, richtig guten Kaffee zu machen.

3. Zuckrige Frühstücksflocken

Statt ungesunde Frühstückcerealien: Frisches Müsli
Besser als überzuckerte Ceralien: Müsli mit frischen Früchten (Fotos: © pnetzer / photocase.de; © Vitalina Rybakova - Fotolia.com)

Raus damit: Schokomüsli, Cornflakes und Honig-Pops sind kein guter Start in den Tag. Viele Frühstückscerealien enthalten viel zu viel Zucker, sie sind kalorienreich und machen nicht lange satt.

Rein damit: Gesünder ist Bio-Müsli aus Vollkornflocken, zum Beipsiel mit frischem saisonalen Obst und ein paar Nüssen oder Kernen. Mehr lesen: Wie gesund ist Müsli?

4. Billigfleisch

Aus deiner Küche verbannen: Billigfleisch
Wenn schon Fleisch, dann bitte Bio – und möglichst selten. (Foto: © petunyia - Fotolia.com)

Raus damit: Die Mehrzahl der Deutschen isst gerne viel Fleisch für wenig Geld. Das ist nur möglich, weil die meisten Tiere unter grausamen Bedingungen in Massentierhaltung leben – eingesperrt auf engstem Raum, gezüchtet hin zu grotesken Körperproportionen, behandelt mit Antibiotika und gefüttert mit Gentech-Soja aus Südamerika. Jeder, der konventionelles Supermarkt-Fleisch kauft, finanziert aktiv das Leiden dieser Tiere mit.

Rein damit: Wem Tierleid nicht egal ist, der sollte auch danach handeln und wenn überhaupt, dann nur hochwertiges Fleisch aus möglichst artgerechter Bio-Tierhaltung essen – und zwar nur selten. Dann ist Bio auch nicht zu teuer.

5. Nahrungsergänzungsmittel

Aus deiner Küche verbannen: Nahrungsergänzungsmittel
Eine ausgewogene Ernährung versorgt dich besser mit Nährstoffen als Nahrungsergänzungsmittel. (Foto: © marshi / photocase.de)

Raus damit: Wenn du keinen diagnostizierten Mangel hast, solltest du besser auch keine Nahrungsergänzungsmittel nehmen. Fast alle dieser Mittel sind überflüssig. Egal ob Vitaminpräparate, Mineralstoffe oder Präparate zur Stärkung des Immunsystems – meist können die Hersteller ihre Wirksamkeit nicht belegen und manche Produkte sind laut Öko-Test sogar schädlich. Das betrifft übrigens auch Superfoods: Für deren gesundheitsfördernde Eigenschaften fehlen meist die Nachweise. Mehr lesen: Alles, was du über Nahrungsergänzungsmittel wissen solltest

Rein damit: Eine ausgewogene Ernährung ist immer noch der beste Weg, dich mit allen notwendigen Nährstoffen zu versorgen.

6. Küchenpapier

Aus deiner Küche verbannen: Küchenrolle
Naheliegende Alternative zu Küchenpapier: waschbare Tücher (Fotos: © aradaphotography - Fotolia.com, Colourbox.de)

Raus damit: Küchenrollen sind reine Wegwerfprodukte: Wir wischen mit dem Papier etwas auf und werfen es dann sofort in den Müll. Dafür werden Bäume gefällt und Plastik als Verpackung verschwendet. Und wenn wir ehrlich sind, nutzen wir Küchenpapier aus reiner Bequemlichkeit, nicht aus Notwendigkeit.

Rein damit: Besser als herkömmliches Küchenpapier ist solches mit dem FSC-Siegel, noch besser sind Recycling-Küchenrollen. Aber die beste Alternative sind immer noch gewöhnliche Lappen oder Tücher aus Baumwolle, die du einfach waschen kannst.

7. Frischhaltefolie

Aus deiner Küche verbannen: Frischhaltefolie
Schluss mit unnötigem Plastikmüll! (Fotos: © Tatty - Fotolia.com; ecobrotbox.de)

Raus damit: Noch so ein absurdes Produkt, das unnötigen Müll erzeugt und das wir aus reiner Bequemlichkeit trotzdem nutzen.

Rein damit: Um das Pausenbrot zu transportieren, gibt es Brotdosen. Um Reste oder angeschnittenes Obst und Gemüse im Kühlschrank aufzubewahren Vorratsboxen, Schraubgläser oder zum Beispiel die plastikfreie Folie Bee’s Wrap. Im Gegensatz zur Frischhaltefolie erzeugt keine dieser Lösungen Plastikmüll.

8. Konventioneller Tee

Aus deiner Küche verbannen: konventionellen Tee
In herkömmlichem Tee stecken oft Pestizide und Ausbeutung. (Foto: © kb-photodesign / photocase.de)

Raus damit: Ausgebeutete Arbeiter und der massive Einsatz giftiger Pestizide gehören im konventionellen Teeanbau zum Alltag. Da überrascht es nicht, dass Öko-Test regelmäßig  gefährliche Pestizidrückstände findet – zuletzt in schwarzem Tee, grünem Tee, Mate-Tee und Kräutertee.

Rein damit: Bio-Tees sind deutlich weniger belastet, Tees aus fairem Handel garantieren außerdem faire Arbeitsbedingungen im Anbau.

9. Die falschen Früchte zur falschen Zeit

Aus deiner Küche verschwinden: nicht-saisonale Früchte
Tomaten kommen im Winter von weit her – und schmecken nach nichts. (Foto: © razoomanetu - Fotolia.com)

Raus damit: Spargel zu Weihnachten, Erdbeeren im Februar und Tomaten das ganze Jahr: Wir essen heute nicht mehr, was uns die Jahreszeiten zur Verfügung stellen, sondern was im Supermarkt angeboten wird. Das ist einerseits angenehm, anderseits ökologischer Irrsinn – vor allem, weil die Lebensmittel aus der ganzen Welt herbeigekarrt werden.

Rein damit: Auch hierzulande hat jede Jahreszeit leckeres Obst und Gemüse zu bieten und wer sich saisonal ernährt, isst nicht nur umweltfreundlich, sondern gesund und abwechslungsreich. Der Utopia Saisonkalender bietet eine Übersicht, wann bei uns welche Früchte wachsen.

10. Aggressive Reinigungsmittel

Aus deiner Küche verbannen: aggressive Reinigungsmittel
Hausmittel statt Chemiekeule (Fotos: © eskay lim, Luca Lorenzelli - Fotolia.com)

Raus damit: Küchenreinigungsmittel versprechen, besonders wirksam gegen Fett zu sein und Oberflächen hygienisch zu reinigen. Doch wollen wir Putzmittel mit Warnhinweisen wie „verursacht Hautreizungen“, „verursacht Augenreizungen“ oder „Schutzhandschuhe tragen“ wirklich dort verwenden, wo wir täglich mit Lebensmitteln hantieren? Erdölbasierte Tenside, synthetische Duft-, Bleich- und Konservierungsstoffe sind weder für die Gesundheit noch für die Umwelt empfehlenswert.

Rein damit: Fast alle Reinigungsmittel kannst durch Öko-Alternativen ersetzen. Oder du nimmst einfach Hausmittel. Die sind noch weniger umweltschädlich und ungesund und machen auch weniger Verpackungsmüll.

11. Lebensmittelverschwendung

Schluss mit Lebensmittelverschwendung
Jeder kann was gegen Lebensmittelverschwendung tun! (Foto: © madochab / photocase.de)

Raus damit: Nur etwa die Hälfte aller produzierten Lebensmittel wird gegessen – der Rest landet im Müll. An dieser beispiellosen Verschwendung sollten wir uns nicht länger beteiligen.

Rein damit: Entscheidend ist der bewusste Umgang mit Lebensmitteln: Kauf am besten nur, was du wirklich brauchst – und verbrauche das dann auch. Lass dich nicht vom Mindesthaltbarkeitsdatum oder von kleinen Mängeln verunsichern und achte darauf, Lebensmittel richtig zu lagern.

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(57) Kommentare

  1. „Auch hierzulande hat jede Jahreszeit leckeres Obst und Gemüse zu bieten“

    Saisonales Obst im Winter: Äpfel aus dem Kühlhaus. Eventuell noch bestimmte Birnensorten. Sonst nichts. Ist jetzt nicht gerade üppig die Auswahl.

    • Also mir fällt da ein: Kürbis, Karotten, Peterwurzel, Pastinake, Karotte, Kartoffel, Rüben/Rote Beete – alles, was sich halt lagern lässt
      Frisch gibt’s dann: Feldsalat, Ruccola, Grünkohl, Rosenkohl
      … fällt mir alles spontan ein. Und wer so glücklich ist und Nüsse aus dem eigenen Garten hat: im Winter ist die optimale Zeit zum Knacken!

  2. Das sind in der Tat 11 wichtige Produkt- (Gruppen) die zu vermeiden sind. Alufolie sollte unbedingt aufgeführt werden. Vielleicht bringen Sie mal eine neue Zusammenfassung. Wenn man bedenkt, welchen Schaden die Beschaffung der notwendigen Materialien in der Umwelt verursachen und dann auch noch den enormen Energieaufwand zur Herstellung, ist für mich persönliche die Alufolie DIE Nr. 1 der zu verbannenden Produkte (evtl. bei Kaffeekapseln zu ergänzen).
    Mit dem Verzicht der Papierküchenrollen tue ich mich leider schwer. Ich kaufe zwar schon seit Jahren die Recyclingküchenrollen. Aber um z.B. auf dem Küchenboden feuchte kleine Verunreinigungen zu entsorgen, nehme ich diese gerne. Dafür ist mir der Aufwand mit dem Auswaschen des Putzlappens zu groß (inkl. Wasserverbrauch). Auch verwende ich die Küchenrollen zum Säubern der (wenigen) Spiegel. Ich verbrauche ca. 2 Küchenrollen im Monat (ist das sehr viel?)

  3. Ich stimme ja in allem zu – wobei wir das schon seit Jahren leben.

    Aber auf ein Vitamin Präperat sollte man/frau im Winter nicht verzichten: Vitamin D
    Das Tageslicht, auch der hellste Sonnenschein, reicht hier in unseren Breiten zu dieser Jahreszeit einfach nicht aus um Vitamin D produzieren zu können.

    Oder man fliegt in der Wintersaison ein paar Wochen in die Sonne – was aber dem CO2 Fußabdruck nicht gut bekommt… =)

  4. Interessanter Weise wird hier alles was konventionell erzeugt wird als schlecht für die Umwelt und die Tiere dargestellt. Bio über alles! Wochenmarkt oder Bio Markt… was ist das für eine Ansage… konventionell ist gut wenn es am Markt verkauft wird, Bio immer… ihr geht hier in kleinster weise auf die Hygiene in der Küche ein… ihr zeigt ein Holzbrett (Keim verseucht) auf dem die Tomaten geschnitten werden… jede Toilette ist sauberer als die Spüle in der Küche (nachzulesen unter BfR.de Keine Industrielobby sondern ein Bundesinstitut das nach Frau Künast’s Kriterien gegründet wurde) Saisonel ist klar richtig, richtig ist aber auch, das der Bodensee Apfel bereits mehr Energie verbraucht Inn der Lagerung / Kühlung etc. als der Neuseeland Apfel je an Transport Energie benötigt… dieser Artikel fördert nur das schwarz – weiß denken der Bio Marketingexperten und fördert nicht den Austausch zwischen vielen guten konventionellen Praktiken und auch guten Biologischen… was solls… wenns erfolgreich ist, denkt sich wohl auch ein Trump oder eine AFD die mit solcher rethorik erfolgreich sind… Halbwissen und Gerüchte sind die Fakten von heute…

    • @Tobi, ich habe nicht gelesen, daß konventionell grundsätzlich schlecht gemacht wird.
      Konventionell hat aber klar Nachteile gegenüber Bio und das darf man auch beim Namen nennen.

      Konventionell auf dem Markt kaufe ich schon gar nicht, wenn ich den Betrieb nicht gut kenne.
      Sehr oft wird Massenware billig gekauft und als bäuerliche Regionalware verkauft.
      Bei Bio-Produkten ist der Herkunftsnachweis eine gute Auskunft und das wird auch bei der Bio-Kontrolle überprüft, ob zugekauft wird oder nicht.

      Vorsichtig wäre ich auf dem Markt bei offener Ware auch dann, wenn Bio und konventionell gemischt verkauft wird, weil es da leicht zu einer Vertauschung kommen kann.

      Leider gibt’s ja wirklich alles. Neulich habe ich von einer Frau gehört, die sich mittels Kopftuch ein bäuerliches Flair gibt und auf dem Markt Eier aus Käftighaltung verkauft.
      Natürlich kann man das erkennen, wenn man die Auszeichnung der Eier versteht.
      Aber ihre Masche ist nicht verboten, weil sie ja nicht behauptet, daß die Eier aus kleinbäuerlicher Freilandhaltung stammen.
      U.s.w.
      Bei Bio könnte das nicht passieren, weil dort jedes Huhn zumindest die Möglichkeit haben muß, ins Freigehege zu gelangen.
      Was nichts dran ändert, daß auch viele riesige Bio-Eier-Produzenten kritisch zu sehen sind.

      Ich selbst kaufe manchmal Fleisch ohne Bio-Zertifizierung.
      Das sind dann Höfe, die ich aus unserem Slow Food Convivium und von persönlichen Besuchen kenne und weiß, wie die Tiere gehalten werden und woher das Futter stammt.

      Dies nur als kurzer Abriss…
      Dein Vergleich mit Trump und AfD ist eine Ohrfeige für jeden Bio-Betrieb, der seit Jahrzehnten verantwortungsvoll wirtschaftet und viel Geld investiert und bürokratischen Aufwand betreiben muß, damit der Verbraucher eine gewisse Sicherheit hat über das, was er kauft.

      Aber ich denke, da brauchen wir nicht drüber diskutieren.
      Wenn Du glauben möchtest, daß Bio nicht wert ist, was es kostet, werde ich Dich nicht überzeugen können, was mir auch egal ist…
      Ich schreibe das nur für Neueinsteiger in das Thema, die von derartigen Halbwissen und Verleumdungen wie Deinen evt. verunsichert werden könnten.

  5. Interessant, dass das Küchenpapier hier aufgeführt ist. Die Diskussion hatten wir in der WG nämlich schon sehr oft.

    Ist es ökologischer fettige Pfannen mit Recycling-Küchenpapier auszuwischen oder deutlich mehr Spüli zum Spülen zu benutzen?

    Sauber werden müssen die Pfannen ja doch irgendwie.

  6. @Tobi
    Sorry aber du hast echt keine Ahnung…apropos Holzbretter haben von Natur aus eine antibakterielle Wirkung und sind bei weitem hygienischer als Kunststoffbretter

  7. Sorry, aber wenn man sich mit einem Thema nicht wirklich auskennt, sollte man auch nichts dazu schreiben. „Nahrungsergänzungsmittel“ sind für manche Menschen lebenswichtig, z.B. bei veganer Ernährung oder in speziellen Lebenslagen bzw. bei Mangelkrankheiten.

    • Sorry, aber wer nicht lesen kann, sollte lieber auch nichts schreiben. 😉
      Oben steht doch „Wenn du keinen diagnostizierten Mangel hast, solltest du besser auch keine Nahrungsergänzungsmittel nehmen“
      Und Mangelerkrankungen haben mit Sicherheit einen diagnostizierten Mangel.
      Und Veganer wissen, daß sie einen solchen bekommen, wenn sie keine NEM zu sich nehmen.
      Das geht doch klar aus oben Geschriebenem oder zumindest aus dem dort verlinkten Artikel hervor.

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