Doku-Tipp: „Cowspiracy – Das Geheimnis der Nachhaltigkeit“ im Stream

Foto: www.cowspiracy.com

In der Dokumentation „Cowspiracy – Das Geheimnis der Nachhaltigkeit“ werden Antworten auf eine Frage gesucht: Die Nutztierhaltung belastet unsere Umwelt extrem – warum also sprechen Umweltorganisationen nicht darüber?

Den Müll trennen, Plastik vermeiden oder Fahrrad fahren – jeder kann etwas gegen die Umweltverschmutzung tun. Auf den Seiten bekannter Umweltschutzorganisationen finden sich zahlreiche Tipps für einen nachhaltigeren Lebensstil. Aber Informationen zum größten Klimasünder fehlen.

Cowspiracy: Warum redet niemand darüber?

Filmplakat zu Cowspiracy
Filmplakat zu Cowspiracy
(Foto: www.cowspiracy.com)

Laut einem Bericht der UN aus dem Jahr 2009 ist der größte Umweltverschmutzer der Welt die Nutztierhaltung. Diese Branche hat nicht nur den höchsten Ausstoß an CO2, sondern trägt eine direkte Verantwortung für die globale Erwärmung, Wasserknappheit, Abholzung der Regenwälder, das Aussterben von Arten und sogenannten Todeszonen in den Meeren.

In der Dokumentation „Cowspiracy – Das Geheimnis der Nachhaltigkeit“ gehen Kip Anderson und Keegan Kuhn der Frage nach, warum diese massive Ausbeutung der Ressourcen nicht durch Organisationen wie Greenpeace und Co. thematisiert wird. Sie interviewen dafür zahlreiche Verantwortliche von Umweltorganisationen und lassen ehemalige Farmer und Umweltschützer zu Wort kommen.

Während sich die großen Organisationen zu unbequemen Fragen winden, wird in der Dokumentation aufgezeigt, wie mächtig die Lobby der Fleisch- und Milchinduistrie ist. Es werden Gesetze verabschiedet, um Skandale in der Viehzucht besser verdecken zu können. Es geht aber noch weiter: Auch die Ermordung von über 1000 Aktivisten in den letzten 20 Jahren wird thematisiert, außerdem die Überwachung von Umweltschützern und Journalisten während des Videodrehs. 

Unglaubliche Fakten über das Ausmaß der Zerstörung

Der Dokumentarfilm zeigt eindrucksvoll die Komplexität der Nutztierindustrie und die weitreichenden Konsequenzen, die durch die Ausbeutung der Ressourcen für unsere Umwelt entstehen. Der Einfluss der Lobbyisten stimmt nachdenklich und die Fakten rund um die Fleisch- und Milchindustrie erschüttern.

Das Fazit des Films: Es ist nicht möglich Milch und Fleisch jemals komplett nachhaltig zu produzieren. So lange der Mensch sich von tierischen Produkten ernährt, kann sich der Planet nicht erholen. Gleichzeitig wird betont, dass eine pflanzenbasierte Ernährung große Chancen für die Verbesserung der Umwelt bietet. Der frühere Farmer und heutige Umweltaktivist Howard Lyman sagte dazu:

„Du kannst die Welt verändern. Du musst die Welt verändern.“

Die gesamte Dokumentation kommt ohne erhobenen Zeigefinger aus, ist kurzweilig und sehr informativ. Schade ist nur, dass sich viele Fakten auf die US-amerikanische Nutztierhaltung und Politik beziehen. In wie weit sich die Informationen auf die deutsche Industrie übertragen lassen, ist fraglich.

Hier kannst du den Trailer sehen:

https://vimeo.com/95436726

Der Film wurde bereits 2014 veröffentlicht. Anschauen kannst du ihn dir auf Google Play, **Amazon und in der Mediathek von Netflix.

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(1) Kommentar

  1. Der Film ist sehr informativ und kritisch gegenüber allen Akteuren, die sich mit Fleischproduktion auseinandersetzen (nicht nur Massenprodukteure sondern auch Bioprodukteure und Umweltorganisationen). Das finde ich sehr spannend.

    Um noch besser einschätzen zu können, wie ich ihn verstehen soll, frage ich mich, von wem oder von welchem Institut er finanziert wurde. Weiß das zufällig jemand? Ich habe ein Bisschen recherchiert aber bisher nichts dazu gefunden. Lieben Dank.