Eisenhut: Insektenfreundlich, aber hochgiftig

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Eisenhut lockt Insekten an und bereichert deinen Garten mit bunten Blüten. Was du im Umgang mit der giftigen Pflanze beachten solltest, zeigen wir dir in diesem Artikel.

Eisenhut: So giftig ist die Pflanze

Je nach Sorte bereichert Eisenhut unsere Gärten mit seinen prächtigen helmförmigen Blüten. Die meisten Arten haben blühen violett oder blau. Andere haben weiße, gelbe oder rosa bis rötlich gefärbte Blüten. Der Nektar der Eisenhüte lockt viele Insekten an, insbesondere Hummeln, und dient ihnen als wichtige Nahrungsgrundlage.

Aber Vorsicht! Für Menschen sind alle Pflanzenteile giftig. Die enthaltenen Alkaloide wirken schon in geringen Mengen toxisch und können auch über die Haut in den Körper gelangen. Deshalb solltest du Handschuhe tragen, wenn du die Pflanze anfassen musst. Das gilt vor allem, wenn du den besonders giftigen Wurzelballen berührst.

Hat dich Eisenhut doch einmal auf der nackten Haut berührt, solltest du die Stelle so schnell wie möglich abwaschen. Wurden Teile der giftigen Pflanze verschluckt (zum Beispiel von Kindern), solltest du die Pflanzenreste im Mund so gut wie möglich entfernen und sofort ärztliche Hilfe hinzuziehen. Zu Beginn kannst du eine Vergiftung auch abschwächen, wenn du Wasser trinkst und das Gift so verdünnst. Generell ist es ratsam, Eisenhut nicht im Garten zu pflanzen, wenn sich dort regelmäßig Haustiere und Kleinkinder aufhalten.

In der Homöopathie kommt Eisenhut auch als Heilmittel zum Einsatz. In winzig kleinen Mengen soll die giftige Pflanze Symptome bei grippalen Infekten und Nervenschmerzen lindern. Diese Wirkung ist wissenschaftlich jedoch noch nicht eindeutig bewiesen.

Eisenhut: Tipps zum Pflanzen

Eisenhut pflanzt du am besten an einem halbschattigen Standort.
Eisenhut pflanzt du am besten an einem halbschattigen Standort.
(Foto: CC0 / Pixabay / Hans)

Willst du Eisenhut im eigenen Garten pflanzen, solltest du neben den allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen folgende Hinweise für ein effektives Wachstum beachten:

  • Eisenhut fühlt sich besonders an halbschattigen Plätzen wohl, am besten im Schutz von Bäumen und großen Sträuchern. Wählst du einen vollsonnigen Standort, solltest du darauf achten, dass der Boden immer kühl und nicht zu trocken ist. Das kannst du mit Hilfe von Bodendeckern erreichen.
  • Sonst bevorzugt die Giftpflanze einen humosen, nährstoffreichen, feuchten und durchlässigen Boden.
  • Idealerweise pflanzt du ihn im Frühjahr. Aber auch im Sommer und Herbst kannst du Eisenhut noch pflanzen. Er hat dann jedoch nicht mehr ganz so viel Zeit, bis zum ersten Frost anzuwachsen.
  • Je nach Sorte erreicht die Pflanze eine unterschiedliche Größe. Welcher Pflanzenabstand für die jeweilige Eisenhut-Art empfohlen wird, entnimmst du deshalb am besten dem Etikett oder du fragst in der Gärtnerei nach.
  • Bevor du Eisenhut einpflanzt, lässt du den Wurzelballen am besten in einem Eimer voll Wasser ruhen. So kann die Pflanze ausreichend Flüssigkeit aufnehmen.
  • Hebe nun ein Pflanzloch aus und setze die Pflanze hinein. Reichere die Erde mit etwas Kompost als Startdüngung an.

Eisenhut pflegen: So geht’s

Eisenhut benötigt stets einen feuchten und nährstoffreichen Boden.
Eisenhut benötigt stets einen feuchten und nährstoffreichen Boden.
(Foto: CC0 / Pixabay / petrafaltermaier)

Damit Eisenhut in deinem Garten optimal wächst und üppig blüht, solltest du bei der Pflege einige Aspekte beachten:

  • Achte darauf, dass der Boden um die Pflanze nie trocken ist. Ist der Standort zu warm und nicht feucht genug, ist Eisenhut sehr anfällig für Krankheiten. Gieße deshalb regelmäßig und ausreichend.
  • Da die giftige Pflanze einen hohen Nährstoffbedarf hat, solltest du sie regelmäßig düngen. Dafür verwendest du am besten einen biologisch abbaubaren Flüssigdünger wie Brennnesseljauche. Wie du andere ökologische Dünger einfach und kostengünstig herstellen kannst, zeigen wir dir hier: Dünger für Pflanzen: Ganz natürlich selber machen.
  • Wenn die Blütezeit vorbei ist, kannst du die Samenstände entfernen. Später, wenn alle Blätter welk sind, kannst du die Stängel bis kurz über den Boden zurückschneiden.
  • Im Winter braucht Eisenhut normalerweise keinen zusätzlichen Schutz. Junge Pflanzen sind jedoch eventuell noch nicht völlig frosthart. In diesen Fällen kannst du sie mit etwas Reisig oder Laub abdecken.

Eisenhut vermehren: So gelingt es

Um Eisenhut zu vermehren, kannst du auf zwei verschiedene Methoden zurückgreifen:

  • Für die Teilung sollte die Pflanze bereits etwa sechs bis zehn Jahre alt sein. Erst dann hat sie sich bereits ausreichend entwickelt. Im Frühjahr oder Herbst gräbst du dann zunächst den Wurzelstock vollständig aus. Achte darauf, die Wurzel dabei nicht zu beschädigen. Trenne nun die Absenker, also die kleinen rübenähnlichen Wurzelteile, von der Mutterwurzel ab. Diese kannst du nun an einem anderen Ort wieder in die Erde setzen.
  • Willst du Eisenhut durch Aussaat vermehren, solltest du dies in den Wintermonaten vornehmen. Die giftige Pflanze keimt nur bei niedrigen Temperaturen und ausreichender Dunkelheit. Wenn du die Samen in den Boden setzt, solltest du sie also mit etwas Erde bedecken. Achte zudem darauf, dass zwischen den einzelnen Samen ausreichend Abstand herrscht.

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