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9 Fakten, die du noch nicht über Homöopathie wusstest

Foto: © juefraphoto - Fotolia.com

Homöopathie ist besonders bei Patienten beliebt, die sich eine sanfte Therapie wünschen. Wir haben 9 Fakten zusammengetragen, die du vielleicht noch nicht über die alternative Heilmethode wusstest.

1. Homöopathie hat eine wissenschaftliche Basis

Aderlässe, Klistiere und die Verabreichung von Brechmitteln gehörten Ende des 18. Jahrhunderts zum Standard-Repertoire von Medizinern. Meist schadeten diese planlos eingesetzten Methoden mehr als sie halfen. Erst der Arzt und Apotheker Samuel Hahnemann (1755 bis 1843) hatte die Idee einer unschädlichen und zugleich systematisch einsetzbaren Therapiemethode. Er entwickelt sie mit der Homöopathie, die eine sanfte Wirksamkeit hatte. Und deren Medikamente in einem Prüfverfahren (das heute noch gilt) auf ihre Eigenschaften hin getestet wurden. Diese wurden dokumentiert, so dass jeder Arzt die Homöopathie lernen und nach den gleichen Regeln einsetzen konnte. 1796 veröffentlicht Hahnemann in einer Fachzeitschrift die ersten Ergebnisse seiner Forschungen und begründete damit die Homöopathie.

2. Homöopathie und Naturheilkunde sind im gleichen Boote

Die Homöopathie gehört wie die Naturheilkunde zur sogenannten komplementären-, also ergänzenden Medizin. Was die Methoden der komplementären Medizin ganz allgemein vereint, ist die Vorstellung vom Wirkvorgang, der über die Anregung der körpereigenen Selbstheilungskräfte funktioniert. Das ist anders als in der Schulmedizin, wo die chemischen Arzneistoffe z.B. direkt an sogenannte Andockstellen (Rezeptoren) gehen und diese z.B. „abstellen“. Die komplementäre Medizin dagegen wirkt regulierend auf den Organismus und hilft ihm so, aus eigener Kraft wieder gesund zu werden oder die Symptome zu verbessern. Deswegen wird hier von einer Reiz- und Regulationsmedizin gesprochen, wenn es um komplementäre Therapien geht. In vielen Fällen funktionieren sie sehr gut.

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Die Anregung der körpereigenen Selbstheilungskraft ist wichtiger Bestandteil der Homöopathie. (Foto: © Sonja Birkelbach - Fotolia.com)

3. Das Ähnlichkeitsprinzip hat Verwandte

Neben der Potenzierung ist das zweite Besondere an der Homöopathie das Ähnlichkeitsprinzip. Tatsächlich ist es auch Namensgeber für „Homöopathie“, die sich aus Griechischen „homoios“ (ähnlich) und „pathos“ (Leiden) zusammensetzt und „ähnliches Leiden“ bedeutet. Am Beispiel „Kaffee“ wird deutlich, was dahintersteht. Kaffee steigert die Aufmerksamkeit und „kratzt auf“. Als potenziertes homöopathisches Arzneimittel wird „Coffea“ bei ähnlichen Beschwerden eingesetzt. Coffea hilft dann abzuschalten und fördert die Entspannung. Was man meist nicht weiß, schon die Ärzte des Altertums kannten solche Prinzipien, Hippokrates (um 460 – 370 v. Chr.) sprach z.B. von „Contraria contrariis“, also mit Gegensätzlichen heilen, also z.B. die verbrannte Hand mit Kälte und umgekehrt. „Gleiches mit Gleichem-Heilen“ ist übrigens nicht Homöopathie. Um das zu erklären sei ein berühmtes Beispiel aus der griechischen Mythologie aufgeführt, in der eine durch einen Wurfspeer verursachte Wunde erst dadurch heilt, dass Metallspäne des Speers in die Wunde gegeben werden.

4. Es gibt Studien zur Homöopathie

Homöopathie wirkt. Das kann man erleben und es gibt viele klinische Studien dazu, die das belegen. Dieser Frage ging übrigens auch die Wiener Ärztin Dr. Melanie Wölk in ihrer Masterarbeit nach. Das Konzept der Homöopathie geht davon aus, dass durch das Arzneimittel im Körper Regulationsprozesse in Gang gesetzt werden. Folgerichtig wird die Homöopathie, neben einigen anderen Verfahren der Naturmedizin, als Reiz und Regulationsmedizin bezeichnet. Hahnenmann machte in seinen Versuchen die Erfahrung, dass winzige Mengen oft ausreichen, um den Organismus in Richtung einer Selbstheilung anzustoßen. Was man allerdings noch nicht weiß, ist, wie genau die Wirksamkeit beschrieben werden kann: Wie es die homöopathische Arznei also schafft, dass der Organismus reagiert und wie diese Reaktion genau aussieht.

5. Krankenkassen übernehmen Kosten

Nicht-verschreibungspflichtige Arzneimittel sind 2004 generell von der Erstattung durch die gesetzlichen Krankenkassen ausgenommen worden. Das betraf auch die homöopathischen Arzneimittel. Geblieben ist die Erstattung für Kinder bis zum 12ten Lebensjahr. Hinzu gekommen ist seit 2012 die Möglichkeit für die Krankenkassen, ihren gesetzlich Versicherten Arzneimittel der Besonderen Therapierichtungen (dazu gehört auch die Homöopathie) als Satzungsleistungen zu bezahlen. Davon machen etwa 80 der 120 Krankenkassen Gebrauch und erstatten einen bestimmten Betrag pro Jahr. Auch die Homöopathie als Therapiemethode (Behandlung durch den Arzt) wird von vielen Kassen bezahlt. Hier sollte man sich bei seiner Krankenkasse erkundigen.

6. Homöopathen können auch Ärzte sein

Wenn gesagt wird „ich gehe zum Homöopathen“ kann das unterschiedliche Dinge bedeuten. Zum einen kann damit ein Heilpraktiker gemeint sein, der die Homöopathie (natürlich neben anderen medizinischen Methoden) anwendet. Es kann aber auch einer der 7.000 Ärzte homöopathischen Ärzte sein, die eine sogenannte geregelte Weiterbildung gemäß der ärztlichen Weiterbildungs-Verordnung absolviert haben. Die Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ wird dann von der Ärztekammer vergeben. Auch bei den Heilpraktikern gibt es zur Qualitätssicherung homöopathischer Behandlungen Zertifizierungen, z.B. über die „Stiftung Homöopathie-Zertifikat“. Da die Bezeichnung „Homöopathie“ nicht geschützt ist, versichern Sie sich am besten, dass eine einsprechende Qualifikation vorliegt.

7. Homöopathie kann zweierlei

Die Homöopathie kann prinzipiell über zwei unterschiedliche Wege angewendet werden. Einmal als Selbstmedikation und zum anderen als eigenständige Therapie durch einen fachlich ausgebildeten Arzt oder Heilpraktiker. In der Selbstmedikation werden homöopathische Arzneimittel bei verschiedenen Beschwerden von Patienten eingesetzt. Tatsächlich sollte das nur bei leichteren und bekannten Symptomen erfolgen und mit der Beratung durch den Apotheker. Patienten vor allem mit belastenden chronischen Beschwerden können auch zu einem homöopathischen Arzt oder qualifizierten Heilpraktiker gehen. Der kann unter Beachtung der nötigen Gesamtmedikation eine homöopathische Behandlung durchführen. Diese kann auch begleitend sein und hat zum Ziel, die Beschwerden möglichst nachhaltig zu lindern.

8. In Homöopathie ist mehr als man denkt

Homöopathische Arzneimittel gibt es in sehr verschiedenen Aufbereitungen, zunächst als Urtinktur, das ist der unverdünnte pflanzliche Extrakt. Dann folgen die sogenannten Niedrigpotenzen wie z.B. D6 (Verdünnung 1:1 000 000) und die Hochpotenzen (ab D30). In den niedrigen Potenzen wie D6 ist der Ausgansstoff noch deutlich vorhanden. Tatsächlich kommen solche Verdünnungen in der Natur häufig vor. Ein Beispiel sind Hormone. Für den Körper ist es normal, auf kleine Reize zu reagieren. Auch der Hai z.B. kann Blut im Wasser in „homöopathischen“ Konzentrationen wahrnehmen. Die Homöopathie bewegt sich mit ihren Potenzen also in einem erprobten biologischen Rahmen. In Hochpotenzen ist tatsächlich rechnerisch kein Ausgangsstoff mehr enthalten. Hochpotenzen werden vor allem von homöopathischen Therapeuten eingesetzt

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Mehrere Studien bestätigen, dass es eine Verknüpfung zwischen Schulmedizin und Homöopathie gibt. (Foto: © Kompetenznetzwerk Integrative Medizin)

9. Schulmedizin und Homöopathie passen gut zusammen

Noch vor wenigen Jahrzehnten war die Trennung zwischen Schulmedizin und Homöopathie sehr strikt. Das war zum einen einer gewissen kategorischen Haltung geschuldet. Auf der anderen Seite hat man auch geglaubt, dass sich die Methoden medizinisch nicht gut vereinbaren lassen. Eine Wandlung in der Einstellung und auch verschiedenen Studien über die Kombination der Methoden haben dazu geführt, dass es heute sogar eine bewusste Verknüpfung zwischen der Schulmedizin und naturheilkundlichen Methoden gibt. Der Fachausdruck dafür ist integrative-, also verbindende Medizin. Ein schönes Beispiel ist das Kompetenznetzwerk Integrative Medizin. 75% der Deutschen finden laut repräsentativer Umfrage diesen Ansatz gut (Kantar TNS 2018), 51% haben den Wandel in diese Richtung bereits bemerkt (forsa 2018).

Für die freie Therapiewahl setzt sich auch die Initiative „Homöopathie. Natürlich. Meine Entscheidung.“ der Deutschen Homöopathie-Union (DHU) ein: www.homöopathie-natürlich.de .

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