Engelstrompete: Tipps für Anbau und Pflege

Foto: Sven Christian Schulz / Utopia

Die Engelstrompete hat eine trichterförmige Blüte, der sie auch ihren Namen verdankt. Hier erfährst du, wie du sie im Garten anbaust und pflegst.

Engelstrompeten gehören zu den Nachtschattengewächsen und hat weiße, gelbe oder rosafarbene Blüten. Diese können bis zu 30 Zentimeter lang werden und öffnen sich in den Sommermonaten. Ursprünglich stammt die Engelstrompete aus den Anden in Südamerika. Heute findest du sie aber in vielen Gärten und Parks, da sie mit ihren großen, formschönen Blüten ein echter Hingucker ist. Die Pflanze anzubauen und zu pflegen, ist nicht schwer.

Hinweis: Alle Bestandteile der Pflanze sind für Menschen und Haustiere hochgiftig. Beim Pflanzen solltest du daher Handschuhe tragen.

Engelstrompeten pflanzen: Standort, Zeitpunkt, Boden

Die Blüten der Engelstrompeten werden bis zu 30 Zentimeter groß.
Die Blüten der Engelstrompeten werden bis zu 30 Zentimeter groß. (Foto: CC0 / Pixabay / Merkura)

Engelstrompeten sind beliebte Kübelpflanzen. Trotzdem solltest du sie, wenn möglich, direkt in den Boden setzen. So kann sich die Pflanze besser ausbreiten und erhält mehr Nährstoffe. Über den Winter musst du sie dann aber wieder nach an einen frostfreien Ort stellen.

  • Standort: sonnig und windgeschützt
  • Zeitpunkt: auspflanzen ab April (frostfrei)
  • Boden: humusreich, nährstoffreich, locker

Sobald es im Frühling keinen Frost mehr gibt, kannst du die Engelstrompete auspflanzen. Ideal für die Pflanze ist Kübelpflanzen-Erde. Sie enthält zehn Prozent Blähton, der das Wasser speichert und kontinuierlich an die Pflanze abgibt. Du kannst natürlich auch selbst Erde mit Blähton mischen. Verwendest du einen Blumentopf, solltest du an den Boden eine Schicht Blähton legen.

Engelstrompete pflegen: häufig gießen und düngen

Engelstrompeten benötigen viel Wasser
Engelstrompeten benötigen viel Wasser (Foto: Sven Christian Schulz / Utopia)
  • Gießen: Engelstrompeten verlieren sehr viel Wasser durch Verdunsten. Deshalb ist es wichtig, dass du die Pflanze regelmäßig reichlich gießt. Die Erde sollte immer feucht sein. An heißen Sommertagen musst du die Pflanze oft zweimal täglich gießen.
  • Düngen: Von Anfang März bis Ende August musst du jede Woche die Engelstrompete düngen, da sie sehr viele Nährstoffe benötigt. Dafür kannst du einen Flüssigdünger für Kübelpflanzen verwenden.

Tipp: Empfehlenswerte ökologische Düngemittel findest du hier: Der beste Bio-Dünger

Oder mache den Dünger selbst:

Vorsicht: Engelstrompete schneiden

Die Engelstrompete ist nicht frostfest.
Die Engelstrompete ist nicht frostfest. (Foto: CC0 / Pixabay / suju)

Du solltest die Engelstrompete nur schneiden, wenn sie zu groß geworden ist. Denn jeder Rückschnitt schmälert die Blütenpracht im nächsten Sommer. Auf einige Dinge musst du achten:

  • Schneide die Engelstrompete im Herbst zurück – wenige Tage vor dem Überwintern.
  • Die Pflanze besitzt symmetrische und asymmetrische Blätter. Blüten bilden sich später nur an Trieben mit asymmetrischen Blättern. Diese Blätter erkennst du daran, dass am unteren Ende an einer Blatthälfte ein Teil fehlt.
  • Pro Trieb muss mindestens ein asymmetrisches Blatt übrig bleiben, damit im Frühling neue Blüten kommen.

Engelstrompete überwintern: So gelingt es

Engelstrompeten sind frostempfindlich. Deshalb musst du sie im Herbst nach drinnen holen, dafür dann aber nur selten gießen:

  • Die perfekten Bedingungen bietet ein Gewächshaus, das viel Licht durchlässt und in dem Temperaturen von fünf bis zehn Grad herrschen.
  • Auch ein Wintergarten ist geeignet, in dem es zwischen zehn und 15 Grad warm ist.
  • Alternativ kannst du die Pflanze auch im Dunkeln überwintern (max. fünf bis zehn Grad). Sie verliert dann alle Blätter, im Frühling treiben aber wieder neue aus.

Wenn du die Pflanze den Sommer über ins Beet gepflanzt hast, kannst du sie über den Winter in einen großen Blumentopf setzen. Grabe sie vorsichtig mit einem Spaten aus. Dabei gehen viele zwar viele Wurzeln verloren, doch das macht der Pflanze nichts aus.

Tipp: Wenn du die Pflanze nach dem Winter wieder nach draußen stellst, vermeide zunächst die direkte Sonne. Ein halbschattiger Ort ist für die Pflanze in den ersten Tagen besser.

Engelstrompete vermehren

Am einfachsten kannst du die Engelstrompete durch Stecklinge vermehren:

  1. Schneide einen Zweig unterhalb eines Blattansatzes ab.
  2. Entferne die unteren Blätter und stecke den Zweig in Anzuchterde.
  3. Nach etwa drei Wochen bilden sich Wurzeln. Dann kannst du die Pflanze in einen Blumentopf auspflanzen.

Alternativ kannst du im Herbst auch die Samen der Engelstrompete ernten und sie im Frühling aussäen. Auch dann dauert es etwa drei Wochen, bis du die Pflanzen in Blumentöpfe auspflanzen kannst.

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(1) Kommentar

  1. Rhododendron, Männertreu, Hortensie, Brombere und Engelstrompete – von den ersten fünf Vorschlägen sind drei für Bienen oder heimische Insekten oder Vögel komplett ungeeignet. So als ob man sich Plastikblumen oder eine Betonterrasse baut – was daran lässt sich mit der Idee von Utopia vereinbaren?

    Wie wäre es stattdessen mit Tipps wie folgende Bücher:

    -Pflanzen für Honigbienen von Sarah Wyndham Lewis beim Gerstenberg-Verlag,
    -Vögel füttern aber richtig von Peter Berthold und Gabriele Mohr erschienen beim Kosmos-Verlag.

    Bestimmt gibt es viele Leute, die gerne etwas für die Umwelt tun wollen…

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