Frauenmanteltee: Wirkung, Anwendung und Zubereitung

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Frauenmanteltee wird vor allem wegen seiner hilfreichen Wirkung bei Menstruations- oder Wechseljahrsbeschwerden empfohlen. Wir verraten dir, wozu du das Kraut noch anwenden kannst.

Frauenmantel (Alchemilla) ist in unseren Breitengraden eine relativ weit verbreitete Pflanze und wird in vielen Gärten als Bodendecker genutzt. Wie der Name andeutet, handelt es sich um ein Heilkraut, das traditionell bei Frauenleiden eingesetzt wird. Doch nicht nur Frauen können von seiner Wirkung profitieren. Bei welchen Beschwerden du Frauenmanteltee trinken kannst, liest du in diesem Artikel.

Die Wirkung von Frauenmanteltee

Vor allem während der Schwangerschaft wird Frauenmanteltee gerne angewandt.
Vor allem während der Schwangerschaft wird Frauenmanteltee gerne angewandt.
(Foto: CC0 / Pixabay / Free-Photos)

Frauenmanteltee kannst du bei verschiedenen Arten von Frauenbeschwerden anwenden:

  • Traditionell wird Frauenmanteltee bei Unterleibsentzündungen, Menstruationsproblemen, Weißfluss (Absonderung von weißem Sekret aus der Vagina) und prämenstruellen Stimmungsschwankungen empfohlen.
  • Außerdem hilft er bei Fruchtbarkeitsstörungen, Zusatzblutungen (Metrorrhagie) und Wechseljahresbeschwerden.
  • Außerdem wird Frauenmanteltee bei Kinderwunsch verwendet, denn er hat einen ausgleichenden Einfluss auf die Zyklusregulation im weiblichen Hormonhaushalt. Er hilft beim Aufbau und der Pflege der Gebärmutterschleimhaut, was für eine Empfängnis von großer Bedeutung ist.
  • In der Anfangszeit der Schwangerschaft kann Frauenmanteltee das Risiko einer Fehlgeburt mindern, da er die Gebärmutter stärkt.
  • Im letzten Monat der Schwangerschaft ist das Kraut hingegen hilfreich, um die Beckenorgane zu kräftigen.
  • Aber auch nach der Geburt ist Frauenmanteltee sehr hilfreich: In dieser Phase unterstützt er den Milchfluss sowie den Heilungsprozess von Verletzungen, die während der Geburt entstanden sind.

Darüber hinaus hat das Frauenmantelkraut aber noch zahlreiche weitere positive Effekte – unabhängig vom Geschlecht:

  • Frauenmantel wirkt adstringierend (zusammenziehend), entzündungshemmend und antibakteriell, antioxidativ sowie krampflösend.
  • Empfohlen wird der Frauenmanteltee bei Magen-Darm-Problemen: Die enthaltenen Gerbstoffe lassen die Darmschleimhaut zusammenziehen, wodurch in diese Bakterien schlechter einziehen können. Deshalb kann der Tee bei leichtem Durchfall helfen.
  • Der Tee der mehrjährigen Pflanze entspannt zudem den Geist und hilft so zum Beispiel bei stressbedingten Symptomen.
  • Bei Schleimhautreizungen im Mund- und Rachenraum kann es helfen, mit dem Frauenmanteltee zu gurgeln.
  • Im Genitalbereich ist der Tee – vor allem für Frauen – als Sitzbad zu empfehlen, während du ihn bei Wunden und nässenden Ekzemen auch als Umschlag verwenden kannst.
  • Frauenmanteltee fördert zudem die Durchblutung, was bei zu niedrigem Blutdruck helfen kann. Wenn du unter zu hohem Blutdruck leidest, solltest du dir vor der Anwendung ärztlichen Rat einholen oder mit einem:r Heilpraktiker:in sprechen.
  • Darüber hinaus wird dem Frauenmantel eine positive Wirkung bei Fettleibigkeit, Migräne, Arteriosklerose, Diabetes und Schilddrüsenerkrankungen zugesagt. Auch bei Krampfadern wird das Kraut empfohlen – es soll das Blut reinigen und verdünnen.

Frauenmantel wild ernten und selbst anbauen

Die markanten Blätter der Pflanze sind die Basis von Frauenmanteltee.
Die markanten Blätter der Pflanze sind die Basis von Frauenmanteltee.
(Foto: CC0 / Pixabay / a-mblomma)

Frauenmantelpflanzen findest du vor allem auf feuchten Wiesen, in lichten Wäldern und an Gräben. Die ausgewachsene Staude ist zwischen zehn und 50 cm hoch. Von Mai bis August trägt die Pflanze gelb-grünliche Blüten, während die sieben- bis elf-lappigen, kreisrunden Blätter behaart und am Rand gezackt sind. Am besten erntest du das Kraut während der Blütezeit von Mai bis August am frühen Morgen. Schneide hierzu einfach das gesamte Kraut etwas über der Erde ab. Achte aber darauf, dass du immer nur einen Teil des Bestands erntest, damit sich die Pflanze wieder vermehren kann. 

Anschließend schneidest du das Kraut klein oder zupfst nur die Blättchen ab, bevor du die Pflanzenteile an einem luftigen und schattigen Ort trocknest. Natürlich kannst du Fraunmanteltee auch aus den frischen Blättern zubereiten.

Frauenmantel selbst anbauen

Du kannst den Frauenmantel auch recht problemlos im eigenen Garten anbauen. Das Kraut ist anspruchslos und genügsam. Am besten wählst du einen sonnigen Standort, aber auch ein halbschattiger Platz ist durchaus noch geeignet. Der Frauenmantel bevorzugt einen feuchten, humushaltigen und nährstoffreichen Boden mit einem neutralen pH-Wert. Staunässe verträgt die Pflanze hingegen nicht.

Alternativ kannst du Frauenmanteltee im Bioladen oder in der Apotheke kaufen, wobei du Bio-Qualität immer bevorzugen solltest.

Zubereitung des Frauenmanteltees

  1. Pro Tasse (250 ml) Frauenmanteltee übergießt du einen Teelöffel des getrockneten oder frischen Krauts mit heißem Wasser. Bei einer ganzen Kanne mit einem Liter Wasser wären das circa drei bis vier Teelöffel.
  2. Lasse ihn etwa zehn Minuten lang ziehen, bevor du das Kraut abseihst oder dein Tee-Ei entfernst.

Bei Beschwerden trinkst du drei- bis viermal täglich eine Tasse des Frauenmantelkrauts. Besonders effektiv soll der Tee wirken, wenn du ihn in Schlucken über den Tag verteilt trinkst. Hole dir vor der Anwendung und der Dosierung im Zweifelsfall ärztlichen Rat ein oder sprich mit einem:r Heilpraktiker:in.

Äußerlich kannst du Frauenmanteltee, wie oben beschrieben, auch für Umschläge und Sitzbäder nutzen, während er auch für Spülungen im Vaginalbereich geeignet ist. Hole dir im Zweifelsfall frauenärztlichen Rat ein.

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