Glockenapfel: Anbau und Verwendung der alten Sorte

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Der Glockenapfel ist eine alte Apfelsorte und gehört zu den sogenannten Winteräpfeln. Diese Äpfel lassen sich lange lagern und sind vielseitig einsetzbar. Wie du den Glockenapfel anbaust, liest du hier.

Der Glockenapfel ist eine alte Apfelsorte, die ihren Namen der glockenähnlichen Form der Früchte verdankt. Der Ursprung des Glockenapfels liegt vermutlich in Süddeutschland oder in der Schweiz. Der Apfelbaum wächst etwa 30 bis 50 Zentimeter im Jahr und wird bis zu 4,50 Meter hoch und bis zu 3,50 Meter breit.

Übrigens: Der Glockenapfelbaum verfügt über viel Pollen, weshalb er vor allem bei Bienen sehr beliebt ist. Außerdem eignet er sich hervorragend als Nachbar für andere Apfelbäume.

Glockenapfel: Standort und Pflanzung

Für den Glockenapfel solltest du einen sonnigen bis halbschattigen Standort in deinem Garten suchen. Im vollen Schatten fällt der Ertrag geringer aus. Der Boden sollte locker und gut durchlässig sein, außerdem nicht allzu trocken, sondern lieber frisch bis feucht. Ein lehmig-sandiger sowie nährstoffreicher Boden ist für den Glockenapfel ideal.

Die Pflanzung nimmst du am besten im Frühling oder Herbst vor:

  1. Grabe ein Pflanzloch, das etwa doppelt so groß ist wie der Wurzelballen des Glockenapfel-Setzlings. Das gilt sowohl für die Breite als auch Tiefe.
  2. Nimm den Setzling dann aus seinem Topf und stelle ihn mitsamt Wurzelballen in das Loch.
  3. Fülle die ausgehobene Erde hinein und drücke sie fest. Tipp: Wenn deine Erde nicht durchlässig genug ist, solltest du noch etwas Sand untermischen, bevor du sie wieder einfüllst. So wird sie lockerer.
  4. Gieße den Baum großzügig an.

Weitere Tipps und Hinweise zur Pflanzung von Apfelbäumen findest du in unserem Ratgeber.

Pflege des Glockenapfels

Der Glockenapfel ist ein robuster Apfelbaum, sofern du den Standort sorgsam ausgewählt hast. Trotzdem solltest du auf einige Dinge achten, wenn es um die richtige Pflege geht:

  • Gieße den Glockenapfel vor allem in der Anfangszeit nach der Pflanzung regelmäßig, lass die Erde aber zwischendurch antrocknen. Ältere, gut verwurzelte Exemplare musst du nur noch in Trockenzeiten gießen.
  • Einen Rückschnitt kannst du zwischen Februar und März vornehmen. Entferne dabei vor allem tote, kranke, dürre und blütenlose Zweige. Außerdem solltest du zu eng stehende oder sich überkreuzende Triebe abschneiden. Große Schnitt- und Sägewunden verschließt du am besten mit einem Wundverschlussmittel, sodass keine Krankheitserreger eindringen. Welches sich dafür eignet, kannst du im Fachhandel erfragen. Du kannst aber auch Hausmittel verwenden. Empfehlenswert sind zum Beispiel Bienen- oder Baumwachs, Kuhmist, Holzkohle oder Kalk.
  • Im Frühjahr kannst du dem Glockenapfel einen Langzeitdünger verabreichen. Dieser gibt über mehrere Monate kontinuierlich Nährstoffe ab, sodass der Baum lange Zeit versorgt ist.

Glockenapfel: Verwendung und Lagerfähigkeit

Der Glockenapfel eignet sich sehr gut zur Herstellung von Apfelmus und -kompott.
Der Glockenapfel eignet sich sehr gut zur Herstellung von Apfelmus und -kompott. (Foto: CC0 / Pixabay / Taken)

Der Glockenapfel ist ein grün-gelber Apfel mit festem Fruchtfleisch und frischem, säuerlichem Geschmack. Der Apfel wird vor allem als Tafelapfel, Lagerapfel und Kuchenapfel verwendet. Du kannst ihn direkt verzehren, zum Backen und Kochen verwenden oder zu Obstsalat und Kompott verarbeiten.

Die Ente des Glockenapfels beginnt im Oktober, genussreif wird er aber erst während der Lagerung ab Dezember. Damit gehört er zu den sogenannten Winteräpfeln. Die Lagerfähigkeit des Apfels ist ausgezeichnet. Du kannst ihn problemlos bis Juni lagern, wenn du ihn an einem kühlen Ort aufbewahrst. Die Schale verändert während der Lagerung häufig ihre Farbe von grünlich zu rötlich. Wenn sie eine rote Farbe annimmt, ist der Apfel genussreif.

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