Hauswurz: Sempervivum pflanzen und verwenden

Foto: CC0 / Pixabay / johannaschen

Die Hauswurz kann dank ihrer dicken Blätter Trockenheit sowie Hitze und Kälte problemlos überstehen. Deshalb kannst du mit ihr zum Beispiel Dächer begrünen oder Kieswege verschönern.

Die Hauswurz oder Steinrose ist selbst für Gärtner ohne grünen Daumen geeignet. Durch ihre dicken Blätter übersteht die Pflanze Trockenheit und Hitze genau wie Kälte. Auch ihr lateinischer Name „Sempervivum“ deutet auf ihre Überlebensfähigkeit hin – auf Deutsch bedeutet er „immer lebend“.

In der Natur kommt die Sukkulente oft in Felsspalten vor. Du kannst mit ihr zum Beispiel Steingärten begrünen – sie gedeiht aber auch in Wohnungen. In einer flachen Pflanzschale kommt die Pflanze besonders gut zur Geltung.

Es gibt unzählige Hauswurzsorten, die sich in Form und Farbe unterscheiden. Aus einigen werden Heilsalben hergestellt. Wie diese wirken und worauf du beim Pflanzen achten solltest, erfährst du im folgenden Text.

Hauswurz pflanzen und pflegen

Die "Sempervivum"-Pflanze gedeiht auch auf kargen Böden.
Die „Sempervivum“-Pflanze gedeiht auch auf kargen Böden.
(Foto: CC0 / Pixabay / MichaelGaida)

So genügsam und robust die Hauswurz mit ihren dicken Blättern auch ist: Ein paar Punkte solltest du beachten, damit sich die Pflanze auch in deinem Garten wohl fühlt.

Standort und Boden:

  • An sonnigen Plätzen fühlt sich die Hauswurz am wohlsten.
  • Sie stellt kaum Ansprüche an den Boden und wächst selbst, wo kaum noch Unkraut gedeiht.
  • Am besten eignet sich karger Boden. Mit Steinen und Kies kommt der Überlebenskünstler bestens zurecht. Sogar zur Dachbegrünung eignet sich die Pflanze.
  • Einzig mit Staunässe kommt Sempervivum nicht zurecht. Daher sollte der Boden gut durchlässig sein.

Steinrose pflanzen:

  • Möchtest du Hauswurz im Topf oder in Schalen pflanzen, sollte das Gefäß unbedingt genügend Löcher haben, damit überschüssige Flüssigkeit abrinnen kann. Zusätzlich ist eine Schicht aus Kies als Drainage empfehlenswert.
  • Hauswurz bentigt kaum Erde. Das Pflanzloch muss daher kaum größer sein als der Wurzelballen der Pflanze.
  • Da die Steinrosen eher in die Höhe wachsen, kannst du sie auch dicht zusammensetzen und musst nicht auf einen Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen achten.
  • Wenn du den Boden vorher mit etwas Kompost anreicherst, werden die Blätter farbintensiver. Notwendig ist das allerdings nicht. Bei zu viel Nährstoffzufuhr blühen die Pflanzen sogar weniger.
  • Du kannst Steinrosen auch in kleine Lücken setzen, Dächer oder Fensterrahmen begrünen oder Mauern damit zieren. Etwa ein Zentimeter Erde am Grund genügt der Pflanze.
  • Feuchte die Erde danach an, damit die Hauswurz gut anwächst. Zu nass sollte die Erde dabei nicht sein.

Hauswurz pflegen:

  • Die Hauswurz benötigt kaum Nährstoffe. Du brauchst sie also nicht zu düngen.
  • Sie braucht auch nur wenig Flüssigkeit. Nur bei lang anhaltenden Trockenperioden oder in Töpfen solltest du sie gelegentlich gießen. Achte dabei darauf, dass das Wasser nicht in die Blattrosette gelangt.
  • In der freien Natur kommt die Hauswurz vor allem in Gebirgen vor. Deshalb sind regelmäßige Kälteperioden wichtig für die Pflanze. Im Garten übersteht sie auch sehr kalte Winter und behält ihre Blätter das ganze Jahr über. Pflanzt du Steinrosen in der Wohnung, solltest du sie während der kalten Monate nach draußen oder in einen kühlen Raum stellen, zum Beispiel in einen Keller.

Sempervivum als Heilpflanze

Die Hauswurz hat heilsame Eigenschaften.
Die Hauswurz hat heilsame Eigenschaften.
(Foto: CC0 / Pixabay / Roselie)

Nicht nur unter Gärtnern ist die Hauswurz beliebt, sondern auch in der Pflanzenheilkunde. Es gibt beispielsweise zahlreiche Salben aus den Blättern der „Sempervivum“-Pflanze zu kaufen. Die sollen unter anderem bei Schwellungen, Stichen und Sonnenbrand helfen.

2019 hat eine Studie Hinweise darauf entdeckt, dass Bestandteile der Hauswurz zur Wundheilung beitragen können. Weitere Untersuchungen deuten unter anderem auf antioxidative Wirkungen der Pflanze hin.

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