Hirnfrost: Warum du Kältekopfschmerz bekommst und wie du dich schützt

Hirnfrost
Foto: CC0 / Pixabay / congerdesign

An heißen Sommertagen trübt den Genuss von eiskalten Getränken und Speiseeis vor allem eins: Hirnfrost. Wie der Kältekopfschmerz entsteht und wie du ihm vorbeugen kannst, erfährst du hier.

Über ein fruchtiges Eis oder ein erfrischendes Getränk bei Hitze geht nichts. Doch was zur ersehnten Abkühlung gedacht war, kann schnell unangenehm werden, wenn sich der sogenannte Hirnfrost einstellt. Dabei handelt es sich um einen durch Kälte ausgelösten Kopfschmerz, der sich als plötzlich auftretendes intensives Stechen hinter der Stirn bemerkbar macht. Der Kopf fühlt sich dabei oft tatsächlich so an, als würde kurz das Gehirn einfrieren – daher der Name Hirnfrost, oder auch Kältekopfschmerz.  

Hirnfrost ist zwar nicht gefährlich, kann jedoch sehr schmerzvoll werden und den Genuss von kalten Lebensmitteln verderben. Es gibt aber Tricks, wie du den Kältekopfschmerz vermeiden kannst. 

Hirnfrost ist eine natürliche Schutzreaktion

Sehr kalte Getränke können einen Kältereiz im Gaumen auslösen und zu Hirnfrost führen.
Sehr kalte Getränke können einen Kältereiz im Gaumen auslösen und zu Hirnfrost führen.
(Foto: CC0 / Pixabay / Acatana)

Hirnfrost ist die normale Reaktion des Körpers, wenn du zu schnell Eis isst oder ein eiskaltes Getränk trinkst. Passieren zu kalte Genussmittel den Gaumen und die Rückwand des Rachens, lösen sie dort plötzlich einen starken Kältereiz aus. Als Reaktion darauf will sich der Körper aufwärmen.

Also ziehen sich automatisch die Blutgefäße im Mundraum zusammen, damit der Kälteverlust eingedämmt wird. Doch das alarmiert den Körper weiter. Verengte Blutgefäße bedeuten nämlich weniger Sauerstoff im Blut, den das Hirn aber benötigt, um richtig funktionieren zu können. Schlagartig weiten sich die Gefäße also wieder, damit der Körper mehr Blut in das Gehirn pumpen kann. Dadurch erhöht sich der Druck in den Blutgefäßen, was zu einem plötzlichen Kopfschmerz führt. 

Sobald sich die Körpertemperatur aber normalisiert (meist nach 20 bis 60 Sekunden), läuft auch die Blutzufuhr wieder in geregelten Bahnen und der Hirnfrost ist passé. Der übermäßige Druck in den Blutgefäßen kann in so kurzer Zeit keinen Schaden anrichten. 

So vermeidest du Hirnfrost

Iss Eis am besten mit einem Löffel, der im Mund als Barriere zwischen Gaumen und Eis fungiert.
Iss Eis am besten mit einem Löffel, der im Mund als Barriere zwischen Gaumen und Eis fungiert.
(Foto: CC0 / Pixabay / asdfonline0)

Meist verschwindet Hirnfrost so schnell wieder, wie er gekommen ist. Trotzdem wäre der Eisgenuss ganz ohne schmerzhaftes Stechen im Kopf noch größer. 

Mit diesen Tipps kannst du Hirnfrost vermeiden:

  • Verzichte in deinen Getränken auf viele Eiswürfel und trinke in kleinen Schlucken.
  • Iss Eis am besten mit einem Löffel, denn so kannst du verhindern, dass zu viel Kaltes auf einmal an deinen Gaumen kommt. Drehe dafür den Löffel beim Einführen in den Mund so, dass er sich als Barriere zwischen Eis und Gaumen befindet. 
  • Lass dir beim Eis-Essen Zeit: Schlucke Eis erst hinunter, wenn es sich im vorderen Mundbereich etwas angewärmt hat und leicht angeschmolzen ist. Außerdem sind kleinere Portionen ratsam, um den Kältereiz zu reduzieren.

Wenn es doch zu Hirnfrost gekommen ist, solltest du deine Zunge an den Gaumen heben, um ihn aufzuwärmen. Alternativ kannst du auch ein warmes Getränk zu dir nehmen.

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