6 Selbstversuche, die Sie inspirieren werden

Fotos: whitespaceandchips.tumblr.com, utopia.de/blog/zero-waste, experimentselbstversorgung.net, dailyrewind.de

Sie möchten Ihr Leben nachhaltiger gestalten? Lassen Sie sich doch mal von den vielfältigen Ideen und Erfahrungen der Anderen inspirieren! Die folgenden sechs Selbstversuche zeigen, wie man den verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen selbst ausprobieren kann.

Von berühmten Selbstversuchen wie etwa der Fast Food-Diät in „Supersize Me“ oder diversen Versuche, ohne Internet zu leben haben Sie sicher schon einmal gehört. Im Folgenden geht es aber um Experimente mit nachhaltigem Konsumverhalten. Denn von Teilaspekten wie der Plastikvermeidung bis hin zur kompletten Lebensumstellung als Selbstversorger gibt es unendlich viele Möglichkeiten, seinen Alltag etwas umwelt- und sozialverträglicher zu gestalten.


Experiment SelbstversorgungExperiment Selbstversorgung

Bei diesem Experiment geht es um die Abkehr vom Konsumwahnsinn – und um die Frage, ob und wie man sich selbst mit allem Lebenswichtigen versorgen kann. Lisa Pfleger und Michael Hartl starteten das Experiment und das zugehörige Blog im Jahr 2009 als Paar auf einem Hof in Österreich. Auf ihrem Blog berichten sie gemeinsam mit verschiedenen Gastautoren sehr unterhaltsam über Ideen, Erfahrungen und Fortschritte auf dem Weg zur Selbstversorgung. Es gibt persönliche Reflektionen, aber auch jede Menge praktischer Garten-, Küchen-, Bau- und sonstiger Tipps für angehende Selbermacher.

experimentselbstversorgung.net


Müllfreies Jahr - Whitespaceandchips

Müllfreies Jahr

Ein Jahr lang ohne Müll – geht das? Auf dem Blog Whitespace and Chips berichtet Lisa von ihrem Versuch, 2015 möglichst wenig Müll, insbesondere Plastikmüll, zu produzieren. Es ist nicht das erste Experiment zu diesem Thema, aber ein sehr anschaulich und ehrlich dokumentiertes. Es geht um Herausforderungen, neue Erfahrungen und Tipps – und Anregungen, unser eigenes Konsumverhalten zu hinterfragen.
„Mit meinem Experiment will ich andere Menschen dazu ermutigen, mehr darüber nachzudenken, was und wo sie einkaufen. Und ich will ihnen zeigen, welche Möglichkeiten es gibt, weniger Abfall zu verursachen. Würden zum Beispiel alle den Supermarkt mit einem Stoffbeutel statt einer Plastiktüte verlassen, hätten wir damit schon einen großen Haufen Müll gespart!“, sagt Bloggerin Lisa.

whitespaceandchips.tumblr.com


DailyRewind Blog

DailyRewind

Seit dem 1. Januar 2015 trägt die Journalistin Hindi Kiflai-Monim nur noch Secondhand-Kleidung. Der Selbstversuch ist auf ein Jahr angelegt. Er soll zeigen, dass man sich gut kleiden kann, ohne ständig neue Dinge zu kaufen – und damit die problematischen Produktionsbedingungen der Modebranche zu unterstützen. „Ich möchte zu nachhaltigem Konsum inspirieren, ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben“, sagt Kiflai-Monim über ihre Motivation. Zu 100 Prozent konsequent ist sie aber nicht: Unterwäsche, Bademode, Strumpfwaren, Schuhe und Halstücher müssen nicht aus zweiter Hand stammen. Oxfam unterstützt den Selbstversuch (auch mit Kleidern). Auf dem Blog gibt es tägliche unterhaltsame Berichte über die Secondhand-Fundstücke.

www.dailyrewind.de


Zero Waste Utopia Blog

Zero Waste

Utopia-Nutzerin Spectaculatius versucht sich recht erfolgreich am Leben ohne Müll und unnötigen Ballast. In ihrem Blog auf Utopia schreibt sie: „Zero Waste ist mehr als ein Leben ohne Müll: Es ist der Boykott des Konsumzwangs und der Wegwerfindustrie.“ Wer die Berichte über diesen Selbstversuch verfolgt, bekommt nicht nur jede Menge hilfreicher Tipps (Gesichtscreme aus Oliven- und Sonnenblumenöl! Zahnpflege mit Backsoda!), sondern auch das motivierende Gefühl, dass ein Leben ohne Müll eigentlich gar nicht so schwierig ist.

www.utopia.de/blog/zero-waste


Project 333

Project 333

Project 333 ist genau genommen eine Einladung zum Minimalismus-Selbstversuch. Die Idee: Jeweils drei Monate lang mit nur 33 Kleidungsstücken zu leben. Alle drei Monate „darf“ man die 33 Teile austauschen – und Unnötiges ausmisten. Auf der Webseite gibt es viele hilfreiche Tipps, Ideen und Erfahrungsberichte. Wir finden: Ein toller Anfang für alle, die ihr Leben entrümpeln möchten. Leider gibt es die Seite bisher nur auf Englisch.

theproject333.com


MinimaMuse Blog

MinimaMuse

Das Projekt dreht sich um „kreativen Konsumverzicht im kollektiven Selbstversuch“. Derzeit vier Frauen schreiben auf dem Blog über ihre Gedanken, Erfahrungen, Herausforderungen und Tipps zum Thema Minimalismus. Die Texte aus dem Blog reichen von philosophisch bis praktisch und regen an, es mal selbst zu versuchen, das mit dem einfachen Leben.

minimamuse.wordpress.com


Versuchen auch Sie, ohne Plastik, ohne Kühlschrank, nur mit Fahrrad, nur mit Naturkosmetik oder auf andere Art „extrem“ nachhaltig zu leben? Erzählen Sie uns davon!

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(8) Kommentare

  1. Sehr toller Artikel, einige der Seiten kannte ich schon. Ist immer wieder inspirierend, sein (Konsum-) Verhalten zu hinterfragen und neue Wege zu probieren. Hab mittlerweile auch schon sehr viel plastikfrei ausprobiert. Und wer mal ausmistet, muss weniger abstauben, sich weniger über nicht-passende Klamotten ärgern oder weniger Kisten beim Umzug schleppen 🙂
    Liebes Utopia-Team, bitte mehr solcher Artikel 🙂
    Ward ihr eigentlich schon im Münchner Laden ohne Verpackung?;-)

  2. Vielen Dank für das Lob! Freut mich, wenn du dich inspiriert fühlst. 🙂
    Bisher haben wir es leider noch nicht geschafft, mal in der „Plastikfreien Zone“ vorbeizuschauen, aber wir haben es uns ganz fest vorgenommen.

  3. Ich wundere mich immer wieder wie alles eigentlich schon immer da war, aber wir keinen Gedanken daran verschwendet haben es auszuprobieren. So nach dem Motto: Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat’s gemacht. 🙂 Danke für diese Gedanken-Anstöße Annika. Auch ich nehme viel mit.

  4. Es ist richtig, Müll zu vermeiden, aber ich habe eine Abneigung gegen fundamentalistische Positionen, die etwa den völligen Verzicht auf Müll lehren (wie die VeganerInnen den auf tierische Produkte). Bei gebrauchter Kleidung usw. sollte man auch versuchen, diese bei Bedürftigen wie Flüchtlingen, Asylbewerbern oder ähnlichen Leuten loszuwerden.

  5. Es ist richtig, Müll zu vermeiden, aber ich habe eine Abneigung gegen fundamentalistische Positionen, die etwa den völligen Verzicht auf Müll lehren (wie die VeganerInnen den auf tierische Produkte). Bei gebrauchter Kleidung usw. sollte man auch versuchen, diese bei Bedürftigen wie Flüchtlingen, Asylbewerbern oder ähnlichen Leuten loszuwerden. Wir haben sowieso nur noch 4-wöchentliche Müllentleerung, und vieles geht zum grünen Punkt, obwohl man bei diesem natürlich auch etwas skeptisch sein kann.

  6. Danke für das Auflisten unseres Utopia Blogs!
    Wer über Zero Waste hinaus praktische Alltagtipps für ein ganzheitlich gesundes, umweltbewusstes und minimalistisches Leben sucht, ist auch auf unserem neuen Blog herzlich willkommen:

    http://www.grueneralltag.de

    Wir freuen uns wenn ihr vorbeischaut!

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