Minierfliege: Wie du sie erkennst, mit Hausmitteln bekämpfst und ihr vorbeugst

Foto: Colourbox.de

Minierfliegen treten an verschiedenen Pflanzenarten auf und können diese stark schädigen. Lies hier, woran du einen Befall erkennst, wie du sie bekämpfst und wie es gar nicht erst dazu kommt.

Minierfliegen sind kleine, dunkle Fliegen aus der Ordnung der Zweiflügler. Sie werden nur einen bis drei Millimeter lang und sind häufig gelb gezeichnet. Auf der ganzen Welt sind ungefähr 3000 Arten bekannt, in Deutschland gibt es mittlerweile etwa 550.

Minierfliegen befallen verschiedene Pflanzenarten, darunter vorwiegend Zierpflanzen wie die Chrysantheme und die Gerbera, aber auch Gemüsepflanzen. Sie sind vor allem bei hohen Temperaturen aktiv, vorwiegend im Sommer. 

Minierfliege: Schadbild erkennen

Minierfliegen schädigen deine Pflanzen, indem sie einerseits die Blätter anstechen und den Pflanzensaft trinken und andererseits Gänge in das Blattgewebe fressen. Für das Anstechen sind die weiblichen Minierfliegen verantwortlich, die Fraßlöcher verursachen die Larven. Meistens tauchen die kleinen Fraßlöcher zuerst auf, wenige Tage später solltest du dann auch die typischen, spiralförmigen Gänge entdecken.

Infolgedessen trocknen die Blätter aus und fallen irgendwann ab. Dadurch sinkt der Ertrag bei Gemüsepflanzen. Außerdem können Pilze und andere Krankheiten leichter in die verletzten Pflanzen eintreten und sie zusätzlich schädigen. Bei einem starken Befall kann die gesamte Pflanze absterben.

Minierfliegen umweltfreundlich bekämpfen

Schlupfwespen können Minierfliegen bekämpfen.
Schlupfwespen können Minierfliegen bekämpfen.
(Foto: CC0 / Pixabay / jprohaszka)

Bei der Bekämpfung der Minierfliegen solltest du am besten auf chemisch hergestellte Mittel verzichten. Diese sind häufig nicht nur für den Schädling selbst schlecht, sondern auch für Bienen, Hummeln und andere Insekten.

Stattdessen helfen bei Minierfliegen Nützlinge sehr gut. Ein Beispiel sind Schlupfwespen, genau genommen die beiden Arten Dacnusa sibirica oder Diglyphus isaea. Erstere legt ihre Eier in den Larven der Minierfliege ab. Wenn die Schlupfwespen geschlüpft sind, fressen sie die Larven der Minierfliege und töten sie dadurch ab. Die Schlupfwespe Diglyphus isaea hingegen lähmt die Larven der Minierfliege und legt ihre Eier daneben ab. Wenn die Wespen dann schlüpfen, ernähren sie sich von den betäubten Larven.

Bedenke aber, dass Schlupfwespen nur schwer kontrollierbar sind. Wenn der Befall nicht allzu stark ist, reicht es, wenn du die betroffenen Blätter einfach entfernst. Entsorge sie aber nicht über den Kompost, sondern über den Hausmüll. 

Minierfliegen vorbeugen

Einem Befall mit Minierfliegen kannst du bis zu einem gewissen Grad vorbeugen. Dafür hast du unterschiedliche Möglichkeiten:

  • Installiere sehr engmaschige Kulturschutznetze (zum Beispiel Gemüseschutznetze) für anfällige Pflanzen. Diese halten gleichzeitig auch andere Schädlinge fern und hindern sie daran, ihre Eier auf den Pflanzen abzulegen.
  • Erwachsene Minierfliegen kannst du mit Gelbtafeln abfangen. Die Fliegen bleiben daran kleben und werden so daran gehindert, Schaden zu verursachen.
  • Es empfiehlt sich, mögliche Wirtspflanzen für die Minierfliegen regelmäßig zu entfernen. Jäte zum Beispiel Unkräuter in der Nähe.
  • Mit Brennnesseljauche stärkst du deine Pflanzen zusätzlich und schützt sie vor einem Befall.

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