Nasenspray selber machen: Anleitung mit natürlichen Zutaten

nasenspray selber machen mit natürlichen zutaten
Foto: © Ralf Geithe / Fotolia.de

Schnupfen, verstopfte Nase und das Gefühl keine Luft zu bekommen? Abhilfe schafft salzhaltiges Nasenspray, das du kostengünstig selber machen kannst. Du sparst dadurch nicht nur Geld, sondern auch Verpackungsmaterialien – und behältst die Kontrolle über die Inhaltsstoffe.

Zutaten für selbst gemachtes Nasenspray

natron zutat selbstgemachtes nasenspray
Mit Natron wird selbstgemachtes Nasenspray mild. (Foto: © Utopia)

Natürliche Nasensprays sind isotonische Salzlösungen. Diese kannst du entweder aus Kochsalz oder Meersalz herstellen. Kochsalzlösungen kennt man vor allem aus dem medizinischen Umfeld als Natriumchlorid (NaCl). Sie bestehen zu 0,9 % aus Kochsalz. Folgende Zutaten brauchst du für selbstgemachtes Nasenspray:

  • Kochsalz oder Meersalz (unjodiert, ohne Fluorid und Rieselhilfen, gibt’s im Bio-Supermarkt oder online z. B. bei** Amazon)
  • Bei Bedarf Natron, um den pH-Wert der Lösung zu erhöhen (schmerzt beim Einsprühen weniger)
  • Wasser
  • Messlöffel oder Feinwaage
  • eine sterile Sprühflasche (gibt’s im Drogeriemarkt oder online z. B. bei** Amazon)

Anleitung zum Selbermachen

  1. Um steriles Nasenspray herzustellen, kochst du 1 Liter Leitungswasser in einem geschlossenen Topf für fünf Minuten. So werden alle Keime und Bakterien abgetötet. Alternativ kannst du destilliertes Wasser verwenden.
  2. Nimm das heiße Wasser von der Herdplatte und füge neun Gramm Meersalz (ca. zwei Teelöffel) oder Kochsalz hinzu.
  3. Wenn du dich für die Variante mit Natron entschieden hast, mische davon ca. ein Gramm bei.
  4. Rühre solange um, bis das Wasser wieder klar ist. Dann haben sich die Zutaten vollständig im Wasser aufgelöst.
  5. Anschließend lässt du die Flüssigkeit abkühlen, bis sie Raumtemperatur erreicht hat. Achte darauf, dass der Deckel auf dem Topf bleibt, damit die Lösung nicht verunreinigt.
  6. Nun füllst du die Flüssigkeit in eine passende Sprühflasche um. Anstatt einer neuen kannst du auch eine leere Nasensprayflasche auskochen und wiederverwenden.

Das selbstgemachte Spray ist sofort verwendbar. Es hält sich ca. ein bis zwei Tage im Kühlschrank. Danach verliert es seine Wirkung. Wenn sich die Lösung eintrübt, solltest du sie nicht mehr benutzen.

Tipp: Anstatt die restliche Flüssigkeit wegzuschütten, kannst du sie nochmals erwärmen und zum Inhalieren verwenden.

Weitere natürliche Wirkstoffe für dein Nasenspray

Aloe Vera pflegt Nasenschleimhäute
Aloe Vera pflegt Nasenschleimhäute. (CC0 Public Domain / Pixabay / Unsplash)

Kommerzielle Nasensprays und Nasenspülungen aus der Apotheke enthalten antibakterielle und konservierende Substanzen wie Benzylalkohole oder Natriumphosphate. Diese können Überempfindlichkeiten und Allergien auslösen. Auch das abhängig machende Xylometazolin ist Bestandteil vieler Arzneimittel, die zum Abschwellen der Nasenschleimhaut eingesetzt werden. Es gibt aber auch Naturheilmittel, die dieselben Effekte haben und deine Nasenschleimhaut schonen.

  • Honig wirkt antibakteriell und konservierend. Bei einer Erkältung oder einem bakteriellen Infekt empfiehlt es sich, der Kochsalzlösung einen halben Teelöffel Honig beizumischen.
  • Die feuchtigkeitsspendende Aloe Vera schützt die Nasenschleimhaut vor dem Austrocknen, was die Abwehrkräfte zusätzlich schwächen würde. Deshalb kannst du bei Allergien, Nasennebenhöhlenentzündung oder trockener Nase einen halben Teelöffel Aloe-Vera-Saft hinzufügen, nachdem die Salzlösung abgekühlt ist.
  • Um besser durchatmen zu können, sind ätherische Öle aus Kamille, Salbei und Thymian (gibt’s im Reformhaus und Biomarkt oder online z. B. bei** Avocadostore) als Zusätze geeignet.

Achtung: Mentholhaltige Zusätze wie Eukalyptus sind nicht zu empfehlen, da diese die Schleimhäute reizen und austrocknen.

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(11) Kommentare

  1. Wie kommt es denn, dass die Lösung nur so kurz haltbar ist? Es befindet sich doch nur Salz darin. Ich würde das Spray gerne jemandem schenken, der schnell zu „normalem“ Nasenspray greift und dann müsste ich das ja am Tag der Herstellung verschenken :/

  2. Ein guter Artikel,
    doch bitte die ätherischen Öle aus einer Drogerie sind keine naturreinen ätherischen Öle die etwas mit der ursprünglichen Pflanze zu tun haben! Auch wenn Natue drauf steht!
    Vor allem bitte aufpassen mit Salbei Öl, das Öl hat Monoterpenketone als Inhaltsstoffe die falsch dosiert Leber- und Nervenschäden verursachen können!
    Ebenso kann ein Thymian vom Chemotyp Thymol Schleimhautreizend sein.
    Ätherische Öle sind Pflanzenextrakte, da sie ein Konzentrat sind, sind sie hochwirksam!
    Das ist mir sehr wichtig weiterzugeben!

    • Das kann man doch nicht pauschal sagen, daß die Öle aus der Drogerie keine naturreinen sind. Man kann sich nur daran orientieren, von welcher Firma sie sind.
      Bei mir in der Drogerie gibt es auch die naturreinen Öle von Prima Vera, die inzwischen weit verbreitet sind.
      Oder gibt es an denen etwas auszusetzen? Ich denke doch nicht. Im Reformhaus gibts die auch.

      • Das eine Drogerie wirklich hochwertige ätherische Öle hat ist mir neu, wenn den so ist, dann ist es eine gute Sache! Ich kaufe meine Öle bei den Herstellern bei denen ich schon vor Ort gewesen bin direkt ein. Die Produkte von PRIMAVERA LIFE sind auf jeden fall sehr gut, dennoch sollten gerade Salbei und Thymian ct. Thymol mit Vorsicht eingesetzt werden.

  3. Ich sehe hier keinen Vorteil zu gekauften Sprays, allenfalls eine nette Beschäftigungstherapie. Isotonische Sprays gibt in vielen Varianten in der Drogerie und in der Apotheke zu kaufen. Hier ist durch die Konstruktion der Sprayflasche gewährleistet, dass das Spray steril bleibt und sich keine Keime vermehren könnnen. Bei selbstgemachten Sprays ist strenge Hygiene wichtig und eine nur kurze Aufbewahrungsdauer im Kühlschrank. Zwar kosten Salz und Natron fast nichts, die Sprayflasche dagegen schon. Auch sollte man sie mangels Möglichkeit, sie selbst zu sterilisieren, nicht mehrmals verwenden.

    Xylometazolin und seine Derivate machen bei bestimmungsgemäßen Gebrauch nicht abhängig. Bei einem Schnupfen gibt es kein anderes verlässlich wirkendes Mittel zum Abschwellen der Nasenschleimhaut. Isotonische Sprays lassen per Definition die Nasenschleimhaut nicht abschwellen, können aber bei trockener Schleimhaut sehr hilfreich sein. Hier sind Sprays mit Dexpanthenol zu bevorzugen, da sie die Nasenschleimheit pflegen und schützen.

    Bei einem sehr leichten Schnupfen (der Heuschnupfen) kann man hypertonische Lösungen ausprobieren. Sie sollen durch Osmose abschwellend wirken. Sie enthalten meist um die 3 % NaCl. Auch sie kann man in Drogerien und Apotheken erwerben. Noch höhere Konzentrationen beginnen dann aber recht bald ätzend zu wirken.

    Meiner persönlichen Erfahrung nach, haben aber auch hypertonische Sprays eher eine Placebowirkung.

  4. Komischer Artikel. Der Vorteil gegenüber gekauften Sprays wird nicht richtig klar und es handelt sich um einen ziemlichen Aufwand. Wenn einem mal langweilig ist kann man das natürlich machen…
    Und dann gibts inhaltlich einige Fehlerchen, wie die Sache mit dem pH-Wert. Natron sorgt natürlich dafür, dass der pH-Wert steigt und nicht sinkt! Wenn solche Zusammenhänge nicht klar sind, würde ich dem Rest auch eher weniger Vertrauen schenken. Wenn man sich da irgendein selbstgemisches Zeug in Körperöffnungen sprüht. Und bei den chemischen Verbindungen könntet ihr auch einheitlich bei den deutschen Namen bleiben. Würde auf jeden Fall mehr Sinne ergeben als son Mischmasch.

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