Oregano-Öl: Anwendung und Wirkung des pflanzlichen Antibiotikums

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Oreganol-Öl gilt als natürliches und starkes Antibiotikum. Erfahre hier, gegen was es hilft und worauf du bei der Anwendung unbedingt achten solltest.

Oregano ist ein sehr beliebtes Gewürz der italienischen Küche. Dort werden typische Speisen wie Pasta und Pizza mit den aromatischen Kräutern verfeinert.

Doch Oregano wird bereits seit der Antike auch als Heilkraut verwendet. Es hilft gegen eine Vielzahl von gesundheitlichen Beschwerden. Als natürliches Antibiotikum kannst du das Oregano-Öl innerlich und äußerlich anwenden.

Oregano-Öl: So wirkt das natürliche Antibiotikum

Oregano ist getrocknet weniger aromatisch und heilsam als das Oregano-Öl.
Oregano ist getrocknet weniger aromatisch und heilsam als das Oregano-Öl.
(Foto: CC0 / Pixabay / ariesa66)

Oregano wächst nicht nur im Mittelmeerraum sondern wird mittlerweile weltweit in gemäßigten Klimazonen angebaut. Durch ein Verfahren mit Wasserdampf wird das kostbare Öl gewonnen. Abhängig von der Bodenbeschaffenheit können die Inhaltsstoffe leicht variieren.

Die Inhaltsstoffe findest du im Oregano-Öl:

  • Ätherische Öle wie Thymol und Carvacrol
  • P-Cymol, einen starken schmerzlindernden Stoff
  • Vitamin C, B und K
  • Mineralstoffe wie Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium und Zink

Oregano-Öl wirkt als starkes natürliches Antibiotikum und kann bei einer Vielzahl gesundheitlicher Probleme angewandt werden. Das Öl wirkt antibakteriell, antiviral und fungizid. Es bekämpft also Bakterien, Viren und Pilze. Zusätzlich wirkt es durchblutungsfördernd, entzündungshemmend und schmerzstillend. Da Oregano-Öl reich an Antioxidantien ist, werden die Zellen vor freien Radikalen geschützt.

Die Wirkung von Oregano-Öl kann sich am besten entfalten, wenn das Heilkraut frisch verarbeitet wurde. Getrocknetes Oregano, zum Beispiel als Gewürz, ist weniger aromatisch und büßt auch etwas seiner Heilkraft ein.

Oregano-Öl: So wirkt das Heilmittel auf unsere Gesundheit

Oregano-Öl lindert die Beschwerden zahlreicher Krankheiten.
Oregano-Öl lindert die Beschwerden zahlreicher Krankheiten.
(Foto: CC0 / Pixabay / Wokandapix)

Aufgrund seiner vielfältigen Wirkung kannst du Oregano-Öl (z.B. aus dem **Avocadostore) für die Linderung verschiedener Erkrankungen einsetzen. Bei schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen solltest du aber unbedingt vorab einen Arzt konsultieren und das Öl auf keinen Fall selbstständig als Hausmittel anwenden.

So wirkt Oregano-Öl auf die Gesundheit:

  • Entzündungen des Zahnfleischs oder Zahnschmerzen können sehr unangenehm sein. Eine Spülung mit Oregano-Öl wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd. Bei anhaltenden Schmerzen solltest du dennoch einen Zahnarzt aufsuchen.
  • Herpesbläschen sind sehr lästig. Laut einer Studie sorgt Oregano-Öl dafür, dass die Bläschen schneller abheilen.
  • Eine ähnliche Wirkung konnte bei Pilzerkrankungen festgestellt werden. So klingen die Symptome bei der Anwendung von Oregano-Öl innerhalb von 72 Stunden wieder vollständig ab.
  • Auch bei Hautproblemen wie Akne und unreiner Haut kannst du das Öl äußerlich anwenden. Der Heilungsprozess wird beschleunigt und Entzündungen abgebaut. Besonders bei sensibler Haut solltest du aber vorher Rücksprache mit deinem Hautarzt halten.
  • Bei Erkrankungen der Atemwege, so wie Bronchitis, Mandelentzündung oder Ohrenschmerzen hat Oregano-Öl einen positiven Effekt: Es wirkt durchblutungsfördernd und schleimlösend, wodurch Krankheitserreger schneller abtransportiert werden können. Zusätzlich lindert es den Hustreiz und Schmerzen, wodurch typische Symptome einer Erkältung reduziert werden können.
  • Aufgrund der stark entzündungshemmenden Wirkung von Oregano-Öl kann das natürliche Antibiotikum auch bei der Behandlung von Lungenentzündungen eingesetzt werden. Da Lungenentzündungen aber sehr risikobehaftet sind, solltest du vorher unbedingt mit deinem Arzt sprechen.
  • Oregano-Öl kann bei der Behandlung von Antibiotika Resistenz eingesetzt werden, wie eine Studie von 2016 nachweisen konnte. Das hilft besonders MRSA-Patienten, die an multiresistenten Keimen erkankt sind.
  • Das natürliche Heilmittel hilft Parasiten abzutöten. Das gilt gleichermaßen für Läuse aber auch für Parasiten, die sich im Darm eingenistet haben.
  • Aufgrund seiner durchblutungsfördernden Wirkung kurbelt Oregano-Öl die Magensaftproduktion an. Dadurch wird die Verdauung in Schwung gebracht und die Magenschleimhaut gestärkt. Besonders bei einem sensiblen Magen empfehlen wir dir in diesem Fall die Einnahme von Kapseln.
  • Oregano-Öl soll laut einer Studie die Teilung von Krebszellen verhindern und auf diese Weise das Wachstum der Tumore hemmen. Außerdem soll das Öl die Nebenwirkungen einer Chemotherapie lindern.

Oregano-Öl: Darauf musst du bei der Anwendung achten

Während einer Schwangerschaft solltest du auf die Anwendung von Oregano-Öl unbedingt verzichten.
Während einer Schwangerschaft solltest du auf die Anwendung von Oregano-Öl unbedingt verzichten.
(Foto: CC0 / Pixabay / Bgmfotografia)

Da das Öl sehr hoch konzentriert ist, darfst du es aber auf keinen Fall unverdünnt nutzen. Zudem gibt es sowohl bei der inneren als auch bei der äußeren Anwendung einiges zu beachten.

Anwendung von Oregano-Öl:

  • Bei großflächiger Anwendung auf der Haut gibst du zwei Tropfen auf 250 Milliliter Wasser. Tränke Watte in die Flüssigkeit und tupfe sie anschließend behutsam auf die entsprechenden Bereiche. Das Öl musst du nicht abwaschen sondern kannst es einziehen lassen. Da das Öl die Haut reizen kann, solltest du die Verträglichkeit vorab testen.
  • Nutzt du das Oregano-Öl zum Inhalieren, dann gib maximal fünf Tropfen des ätherischen Öls auf einen Liter heißes Wasser. Das Wasser muss mindestens eine Temperatur von 80 Grad haben, damit sich die Wirkstoffe des Oregano-Öls richtig entfalten können.
  • Um Entzündungen im Mundraum zu lindern, kannst du drei Tropfen des Öls auf ein Glas Wasser geben. Mit dem Gemisch kannst gurgeln oder den Mundraum spülen.
  • Zur direkten Einnahme von Oregano-Öl gibst du einen Tropfen des Öls auf die bis zu 20fache Menge Olivenöl. Das Gemisch kannst du direkt mit einem Esslöffel einnehmen.
  • Wenn du das Öl gern in Speisen verwenden magst, gib drei Tropfen Oregano-Öl auf 100 Milliliter Olivenöl.
  • Zur inneren Anwendung von Oregano-Öl kannst du im Reformhaus oder in der Apotheke auch nach Kapseln fragen.

Vorsicht bei Oregano-Öl:

  • Oregano zählt zu den Lippblütern und kann Allergien auslösen. Wenn im Zusammenhang mit der Anwendung Juckreiz, Atemnot oder Hautausschläge auftreten, solltest du umgehend einen Arzt aufsuchen.
  • Das Öl hat eine blutverdünnende Wirkung. Bei der Einnahme bestimmter Medikamente kommt die Anwendung von Oregano-Öl für dich nur nach Absprache mit deinem Arzt in Frage.
  • Oregano-Öl kann die Aufnahme von Eisen hemmen. Achte deshalb darauf, dass du das Öl zwei Stunden vor oder nach einer Mahlzeit einnimmst. Außerdem solltest du die Einnahmedauer nicht sechs Wochen überschreiten.
  • Auf keinen Fall darfst du Oregano-Öl während der Schwangerschaft verwenden, da es frühzeitige Wehen auslösen und eine Geburt einleiten kann!

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