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Papier-Recycling: Wie es funktioniert und was aus dem Papier wird

Papier Recyclin
Foto: CC0 / Pixabay / Hans

Papier-Recycling schont die Umwelt und wertvolle Ressourcen: Wir verraten dir, was du über den Recyclingprozess wissen musst und wofür Altpapier verwendet wird.

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So geht Papier-Recycling

Trotz Laptops und Smartphones ist Papier immer noch unverzichtbar. Zum Glück greifen immer mehr Menschen auf Recyclingpapier zurück: Allein im Jahr 2018 wurden in Deutschland von den 22,6 Millionen Tonnen produzierten Papierprodukten etwa 76 Prozent aus Altpapier hergestellt. Es gilt: Papier ist kein Müll, sondern eine wertvolle Ressource!

Beim Papier-Recycling sind verschiedene Aufbereitungsverfahren nötig: 

  1. Altpapier wird aus Blauen Tonnen und Containern eingesammelt. Wie du Papier richtig entsorgst, erfährst du bei Der Grüne Punkt.
  2. Im Recyclingwerk wird es nach Papierarten sortiert. So werden zum Beispiel Kartons separiert, denn ihre braunen Fasern können nicht in Weiße umgewandelt werden, die unter anderem für helles Druckerpapier nötig sind. Dunkle Papiersorten werden wieder zur Produktion von dunklen Produkten, wie Kartonagen, verwendet.  
  3. Anschließend werden mithilfe von Sieben papierfremde Bestandteile entfernt. Dazu gehören kleine Plastikstücke, Büroklammern oder Heftnadeln.
  4. Dann wird das übrig gebliebene Papier zerkleinert.
  5. Über das sogenannte „Deinking-Verfahren“ wird die Druckerfarbe entfernt: In einer Wanne wird das zerstückelte Papier mit Wasser vermengt. Dadurch löst es sich in seine Fasern auf und es entsteht ein Brei. Mit Natronlaugen und Tensiden wird dieser mehrfach gereinigt und die Farbteilchen herausgefiltert. Zum Schluss werden diese mit dem Schaum abgetragen.
  6. Um helles Papier zu erhalten, wird der Faserbrei mit Sauerstoff oder Wasserstoffperoxid gebleicht. Vor allem bei hochwertigem hellen Papier ist dieser Schritt wichtig. Aus Umweltgesichtspunkt sollte darauf allerdings verzichtet werden, da bedenkliche Chemikalien ins Wasser geraten.
  7. Auf Bahnen wird der Brei geglättet, getrocknet und zu neuem Papier ausgerollt. 

Dieser Prozess lässt sich allerdings nicht beliebig oft wiederholen. Die Fasern werden nach fünf bis sieben Recyclingvorgängen zu kurz. Das Papier wäre nicht mehr stabil genug. Daher erhalten manche Produkte aus Recyclingpapier zuätzlich neue Holzfasern. 

Das wird aus recyceltem Papier hergestellt

Aus Recyclingpapier werden beispielsweise Zeitungen hergestellt.
(Foto: CC0 / Pixabay / Michael_Luenen)

Mithilfe von Papier-Recycling werden verschiedenste Produkte hergestellt, zum Beispiel: 

  • Zeitschriften und Zeitungen
  • Schulhefte
  • Druckerpapier
  • Verpackungspapiere wie Kartonagen 
  • Büromaterialien
  • Glückwunschkarten (findest du beispielsweise im **Avocadostore)
  • Hygienepapiere wie Toilettenpapier, Taschentücher oder Papierhandtücher – allerdings ist der Einsatz von Recyclingpapier bei Hygienartikeln rückläufig. Als Konsument kannst du das ändern, indem du bewusst öfter zu Produkten aus recyceltem Papier greifst. Denn es ist möglich, in der Herstellung von Hygienepapieren noch mehr Altpapier zu verwenden. Es gilt: Die Nachfrage bestimmt das Angebot.

Wenn du nachhaltiges Papier kaufen möchtest, kannst du zur Orientierung auf das Siegel Blauer Engel achten. Es zeigt dir, wenn ein Produkt aus Altpapier hergestellt wurde. 

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Unterschiede zwischen Papier-Recycling und herkömmlichem Papier

Als in den 80er Jahren die ersten Produkte aus Recyclingpapier auf den Markt kamen, waren diese grau und unbeschichtet. Sie sahen nicht so schön und stabil aus wie das Frischfaserpapier. Das schreckte viele Konsumenten ab.

Heutzutage hat sich die Qualität durch neue Herstellungsverfahren beim Papier-Recycling deutlich verbessert. In Optik oder Haptik ist kein Unterschied zwischen Produkten aus Altpapier und Frischfaserpapier zu erkennen. Recyceltes Papier steht „normalem“ Papier in nichts mehr nach. 

Recyclingpapier hat einen viel geringeren Energieaufwand

Papier-Recycling schont Ressourcen wie Holz.
(Foto: CC0 / Pixabay / pixel2013)

Im Vergleich zur Herstellung von Papier aus Holzfasern wird bei der Verarbeitung von Recyclingpapier bis zu 50 Prozent Energie und etwa 15 bis 30 Prozent Wasser gespart. Ein großer Teil des recycelten Papiers stammt aus Deutschland – es fallen keine weiten Transportwege an und der Verbrauch von CO2-Emissionen ist viel geringer.

Noch dazu werden beim Papier-Recycling weniger Chemikalien gebraucht, die Abwasserbelastung ist bis zu zehn Mal niedriger als bei der Produktion von Frischfaserpapier. Am wichtigsten allerdings ist, dass die wertvolle Ressource Holz geschont wird. Wenn du die Wahl hast, solltest du immer zu Produkten aus recyceltem Papier greifen.

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