CO2-Emissionen: Das musst du darüber wissen

Foto: CC0 / Pixabay / Pixource

CO2-Emissionen sind mit anderen Treibhausgasen in zunehmendem Maße für den Klimawandel verantwortlich. Warum das so ist und wie du deinen CO2-Verbrauch senken kannst, erfährst du hier.

CO2 ist ein Gas und wird auch Kohlenstoffdioxid oder Kohlendioxid genannt. Es kommt natürlicherweise in der Erdatmosphäre vor. CO2-Emissionen entstehen durch die Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Materialien wie Öl, Kohle und Holz. Daher ist die Menge der CO2-Emissionen seit der Industrialisierung enorm gestiegen. Verursacher von großen Mengen CO2 sind Strom- und Wärmeerzeuger, die Industrie, aber auch Privathaushalte. 

Auswirkungen von CO2 auf das Klima

CO2-Emissionen wirken sich auf den Treibhauseffekt und damit auf den Klimawandel aus.
CO2-Emissionen wirken sich auf den Treibhauseffekt und damit auf den Klimawandel aus.
(Foto: CC0 / Pixabay / kalmankovats)

CO2 führt zum sogenannten Treibhauseffekt. Der natürliche Treibhauseffekt sorgt dafür, dass die Sonne die Erde aufwärmt. Ohne den Treibhauseffekt würde die wärmende Energie der Sonne zurück ins Weltall strahlen und es wäre auf der Erde deutlich kälter.

Das durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe von Menschen freigesetzte CO2 verstärkt den Treibhauseffekt. Die weltweite Durchschnittstemperatur steigt messbar an. Das Abschmelzen der Pole und Gletscher macht die Erderwärmung deutlich sichtbar. Außerdem steigt der Meeresspiegel, sodass niedrig gelegene Regionen von Überschwemmungen bedroht sind. Auch Naturkatastrophen und extreme Hitze oder Kälte können auf den Klimawandel und damit auf CO2-Emissionen zurückgeführt werden.

Die höheren Temperaturen lassen Lebensräume für Menschen, Tiere und Pflanzen schrumpfen. Sie verringern daher die Artenvielfalt und verstärken Trinkwasser- und Nahrungsmittelknappheit, nicht nur im globalen Süden. 

CO2-Emissionen einsparen im Verkehr

CO2-Emissionen können mit öffentlichen Verkehrsmitteln eingespart werden.
CO2-Emissionen können mit öffentlichen Verkehrsmitteln eingespart werden.
(Foto: CC0 / Pixabay / Mad007)

Fahrradfahren ist die sportliche Art, das Klima zu schützen – du bist relativ schnell unterwegs, musst keinen Parkplatz suchen und stößt kein CO2 aus. Auch zu Fuß schützt du das Klima. Bahn und Bus sind eine gute Wahl, wenn du die Zeit nutzen möchtest, um unterwegs zu arbeiten oder zu entspannen. Diese stoßen zwar auch CO2 aus; insgesamt allerdings deutlich weniger, als wenn jeder alleine mit dem Auto fährt.

Wenn du doch mal ein Auto benötigst, versuche eine Mitfahrgelegenheit oder Fahrgemeinschaft zu bilden, sodass nicht unnötig viele Autos auf den Straßen unterwegs sind. Außerdem musst du dir für eher seltene Autofahrten kein eigenes Auto kaufen, sondern kannst Carsharing nutzen. Fliegen ist mit Abstand die klimaschädlichste Art, Strecken zurückzulegen. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, kannst du die Emissionen kompensieren.

Kohlenstoffdioxid beim Essen einsparen

Viele frische Zutaten aus der Region und ein reduzierter Fleischkonsum sind ein Rezept, um CO2-Emissionen wirksam einzusparen.
Viele frische Zutaten aus der Region und ein reduzierter Fleischkonsum sind ein Rezept, um CO2-Emissionen wirksam einzusparen.
(Foto: CC0 / Pixabay / juergen_s)

Selbstgepflückte Erdbeeren und aromatische Tomaten im Sommer, knackige Äpfel im Herbst und schmackhafter Feldsalat im Winter – saisonales Obst und Gemüse aus der Region ist frischer, weil es bis zum Laden nicht weit transportiert wurde. Durch die kurzen Transportwege sparen regionale Produkte CO2-Emissionen ein.

Forscher*innen der Oxford University kommen in einer Studie zu dem Schluss, dass eine Welt voller Vegetarier*innen die Treibhausgasemissionen um 63 Prozent senken würde, Veganer*innen sogar um 70 Prozent. Das liegt nicht nur daran, dass viele Nutztiere in Deutschland mit weit gereisten Futtermitteln aus Südamerika gemästet werden.

Eine vegetarische, flexitarische oder vegane Ernährung schützt auch aus anderen Gründen das Klima: Um ein Kilo Fleisch zu erzeugen, müssen je nach Tierart mehrere Kilogramm Futtermittel verfüttert werden. Zudem verursacht die Verarbeitung dieser Futtermittel CO2. Und die verwendeten Flächen könnten direkt für den Anbau pflanzlicher Nahrungsmittel für den Menschen genutzt werden.

CO2-Emissionen einsparen beim Stromverbrauch

Ökostrom spart CO2-Emissionen ein.
Ökostrom spart CO2-Emissionen ein.
(Foto: CC0 / Pixabay / sarangib)

Am umweltfreundlichsten und dazu kostenlos ist der Strom, der gar nicht erst erzeugt werden muss. Energie sparen reduziert also ebenfalls CO2-Emissionen.

Auch indem du zu einem Ökostrom-Anbieter wechselst, sparst du CO2-Emissionen ein – ganz ohne deine Gewohnheiten umzustellen. Ökostrom wird beispielsweise aus Wind-, Wasser- und Solarenergie gewonnen. Strom aus Atomkraftwerken oder klimaschädliche Kohlekraft kommen beim Ökostrom nicht vor. 

Mach hier für deine PLZ den Stromvergleich von Utopia, bereits vorgefiltert mit namhaften Siegeln:

Ökostromtarife finden

Kohlendioxid im Alltag reduzieren

Nicht nur Verkehr, Strom und Ernährung, sondern auch die Produktion von Gütern erzeugt CO2. Daher kannst du CO2-Emissionen jedes Mal einsparen, wenn du Kleidung, Haushaltswaren und so weiter gebraucht kaufst. Selten benutzte Sachen kannst du auch bei Freunden, Familie oder auf Tauschbörsen ausleihen. Inzwischen kannst du Kinderkleidung mieten, und du kannst ebenfalls Spielzeug leihen statt kaufen. Umgekehrt kannst du Sachen, die du nicht mehr benötigst, anderen Leuten verkaufen, verschenken oder verleihen. Und generell gilt: Je minimalistischer dein Lebensstil, desto kleiner der CO2-Fußabdruck.

Weiterlesen auf Utopia:

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter:

(1) Kommentar

  1. Sprecht doch bitte nicht von „CO₂-Verbrauch“, wenn Ihr CO₂-Emissionen meint.
    Sonst meint man, Ihr würdet den Unterschied nicht kennen.
    Wir müssen den CO₂-Verbrauch unbedingt steigern (z.B. durch Aufforstung), damit die Konzentration in der Luft geringer wird oder zumindest weniger stark ansteigt.