Petersilie pflanzen und pflegen: So wächst sie im Topf oder im Garten

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Petersilie ist ein vielfältiges Küchenkraut und kann einfach im Topf oder im Garten selber angepflanzt werden. Wir erklären dir, wie du Petersilie richtig pflanzt und pflegst.

Petersilie gehört zur Familie der Doldenblütler und ist ein sehr beliebtes Küchenkraut. In Deutschland ist vor allem die Krause Petersilie bekannt. Es gibt jedoch verschiedene Petersilienarten. Neben der Krausen Petersilie gibt es auch noch Arten mit glatten Blättern. Die Glatte Petersilie gilt als besonders aromatisch.

Petersilie zählt zu den zweijährigen Pflanzen. Das heißt, nach der Aussaat kannst du zwei Jahre lang Petersilie ernten, bevor die Pflanze blüht und dann das Blattwachstum einstellt.

Petersilie im Topf pflanzen

Petersilie mit glatten Blättern gilt als aromatischer.
Petersilie mit glatten Blättern gilt als aromatischer.
(Foto: CC0 / Pixabay / Buntysmum)

Du kannst Petersilie im Supermarkt oft schon vorgezogen im Topf kaufen. Da die fertigen Pflanzen im Handel in der Regel schon stark verwurzelt sind, solltest du die Petersilie nach dem Kauf schnellstmöglich in einen größeren Topf umtopfen.

Wenn du Petersilie selbst pflanzen möchtest, kannst du aber auch Samen im Handel oder online zum Beispiel bei **Amazon kaufen. Achte beim Kauf der Samen darauf, dass die Tütchen unbeschädigt sind. Samen aus beschädigten Tüten können unbrauchbar geworden oder von Schädlingen befallen sein. 

Der beste Zeitpunkt, um Petersilie im Topf anzupflanzen ist im Spätsommer. Dann geht die Petersilie schneller auf und du kannst schon bald anfangen, die Blätter zu ernten. 

Der richtige Standort und die richtige Pflege für Petersilie im Topf

Petersilie eignet sich für die Aufzucht im Topf.
Petersilie eignet sich für die Aufzucht im Topf.
(Foto: CC0 / Pixabay / rConceptz)

Petersilie mag halbschattige Standorte. Stelle den Topf also am besten nicht in die pralle Sonne. Wenn du einen Balkon oder einen Garten hast, stelle die Petersilie an einen halbschattigen, windgeschützten Ort. 

Was die Pflege anbelangt, ist Petersilie relativ anspruchslos:

  • Du solltest nur beim Gießen darauf achten, dass der Boden im Topf nicht zu feucht wird. Petersilie verträgt keine Staunässe.
  • Mit der Daumenprobe kannst du vor dem Gießen testen, ob die Erde noch feucht ist. Dafür fühlst du mit dem Daumen, ob noch genügend Feuchtigkeit im Topf vorhanden ist. Wenn das der Fall ist, kannst du noch etwas mit dem Gießen warten. 
  • Wenn du die Petersilie ganz neu aussäst, solltest du den Boden immer feucht halten. Am Anfang kannst du den Topf mit einem Vlies abdecken, um die Feuchtigkeit im Boden zu halten.
  • Petersilie keimt am besten bei etwas höheren Temperaturen. Zum Anfang bietet es sich also an, die Pflanze in der Wohnung zu ziehen.
  • Danach kannst du sie entweder drinnen an einem halbschattigen, etwas kühleren Ort wachsen lassen oder nach draußen auf den Balkon oder in den Garten stellen. 

Petersilie im Garten pflanzen

Auch im Gartenbeet wächst Petersilie am besten in halbschattigen Standorten. Der Boden sollte durchlässig, eher sandig und humusreich sein. Du kannst dein Beet schon im Herbst mit Kompost oder organischen Düngern anreichern, um den Nährstoffgehalt im Boden zu erhöhen.

Für eine Ernte im Sommer und Herbst kannst du die Petersilie ab Mitte März aussäen.

  • Bringe die Samen etwa ein bis zwei Zentimeter tief in die Erde ein. Die Reihen sollten einen Abstand von etwa 20 bis 30 Zentimetern haben.
  • Petersilie hat eine Keimdauer von etwa drei bis vier Wochen. In dieser Zeit solltest du darauf achten, dass der Boden immer feucht ist und kein Unkraut auf dem Beet wächst.
  • Um den Boden feucht zu halten, kannst du auch dein Beet mit einem Vlies abdecken, bis die Petersilie gekeimt hat. 
  • Wenn du auch im Winter Petersilie ernten möchtest, kannst du auch im Juli noch aussäen. Dann ist jedoch ein Anbau in einem Gewächshaus empfehlenswert. 

So pflegst du das Beet richtig

Petersilie benötigt einen feuchten Boden, verträgt jedoch keine Staunässe.
Petersilie benötigt einen feuchten Boden, verträgt jedoch keine Staunässe.
(Foto: CC0 / Pixabay / Couleur)

Da Petersilie viel Feuchtigkeit benötigt, sollte auch der Boden im Beet immer genügend Feuchtigkeit enthalten. Allerdings musst du auch hier Staunässe vermeiden

Bis auf die Düngung am Anfang braucht die Petersilie keinen zusätzlichen Dünger. Um den erneuten Austrieb der Küchenpflanze nach der Ernte zu fördern, kannst du den Boden regelmäßig mit einer Hacke auflockern. Außerdem solltest du das Beet immer frei von Unkraut halten. 

Petersilie verträgt sich nicht mit allen Pflanzen gut. Wenn du also noch mehr Pflanzen auf dem Beet ziehen möchtest, solltest du die richtigen Nachbarn auswählen. Gut verträgt sich Petersilie zum Beispiel mit Tomaten oder Schnittlauch. Salat dagegen hindert die Petersilie am wachsen und sollte immer mit ausreichend Abstand gepflanzt werden. 

Petersilie richtig ernten

Petersilie kann milde Winter auch im Beet überstehen.
Petersilie kann milde Winter auch im Beet überstehen.
(Foto: CC0 / Pixabay / Peggychoucair)

Du kannst die Blätter der Petersilie nachdem sie ausgetrieben hat ganzjährig ernten: Dabei solltest du von außen nach innen abernten. Das Herz, also der mittlere Teil der Petersilie, sollte unberührt bleiben, damit neue Triebe nachwachsen können. 

Nach der Blüte wird die Petersilie ungenießbar. Wenn du sie auf einem Beet ziehst, solltest du vier Jahre warten, bis du an der selben Stelle wieder Petersilie pflanzt. Es empfiehlt sich also, den Standort der Petersilie im Beet zu variieren, damit du jedes Jahr neue Petersilie ziehen kannst. 

Petersilie ist bedingt winterhart. Milde Winter sollte sie auch im Beet überstehen. Zum Schutz der Pflanzen kannst du das Beet im Winter zum Beispiel mit Vlies abdecken. Wenn du die Petersilie draußen im Topf ziehst, kannst du auch den Topf mit Vlies umwickeln und gegebenenfalls auf eine isolierende Unterlage stellen. Somit schützt du die Pflanze auch vor Bodenfrost. Du kannst den Topf im Winter auch ins Haus holen und ihn an einen kühlen und hellen Standort stellen. 

Petersilie lagern und verarbeiten

Petersilie sollte am besten frisch verarbeitet werden.
Petersilie sollte am besten frisch verarbeitet werden.
(Foto: CC0 / Pixabay / StockSnap)

Am besten verarbeitest du die Petersilie frisch nach der Ernte. So bleiben Aroma und Inhaltsstoffe enthalten. Kleingehackt gibt die Petersilie verschiedenen Gerichten einen besonders frischen Geschmack. 

Du kannst Petersilie auch trocknen. Dazu kannst du sie für eine Minute bei 200 Grad in den Backofen legen. Dabei gehen allerdings viele Aromastoffe und der Geschmack verloren. Kochen solltest du die Petersilie deshalb auch nicht. 

Um Petersilie länger haltbar zu machen und dabei die Inhaltsstoffe zu erhalten, kannst du sie einfrieren. Dafür wäschst du die Blätter gut ab und schüttelst dann die Feuchtigkeit ab. Danach kannst du die Blätter hacken, in ein geeignetes Gefäß füllen und ins Gefrierfach legen. So bleibt die Petersilie lange frisch. 

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