Quecken im Garten: So wirst du sie los

Foto: CC0 / Pixabay / summa

Quecken nachhaltig zu bekämpfen ist zwar nicht unmöglich, aber auf jeden Fall eine kleine Herausforderung. Wir zeigen dir, welche Maßnahmen wirken – und welche nicht.

Die Quecke gehört zu den unbeliebtesten Unkräutern im heimischen Garten. Sie gehört der Familie der Süßgräser an und kommt fast überall auf der Welt vor. Quecken lassen sich nur schwer bekämpfen, da sie sich nicht nur über Samen verbreiten, sondern zusätzlich unterirdisch über sogenannte Rhizome. Die Rhizome verlaufen meist waagerecht im Boden und bilden zahlreiche Tochterpflanzen aus. In einem Jahr können sie bis zu einen Meter in sämtliche Richtungen wachsen, was die erfolgreiche Bekämpfung erschwert.

Ein weiteres Problem ist, dass die Quecke zu den Pionierpflanzen gehört und damit einhergehend sehr anpassungsfähig ist. Pionierpflanzen wachsen auf Böden, die andere Pflanzen meiden, zum Beispiel auf sehr sandigen, nährstoffarmen oder lehmigen Untergründen.

Schon gewusst? Der Begriff „queck“ bedeutete im Althochdeutschen soviel wie lebendig, munter oder ausdauernd. Ihrem Namen macht die widerstandsfähige Quecke damit also alle Ehre.

Quecke bekämpfen: Diese Möglichkeiten hast du

Hole die Quecken nicht einfach mit einem Spaten aus dem Boden.
Hole die Quecken nicht einfach mit einem Spaten aus dem Boden.
(Foto: CC0 / Pixabay / walkersalmanac)

Vielleicht kannst du es dir jetzt bereits denken: Quecken zu bekämpfen ist nicht ganz einfach – aber definitiv nicht unmöglich. Du solltest auf jeden Fall bedenken, dass eine oberflächliche Bekämpfung nicht ausreicht, da die Rhizome immer wieder neue Pflänzchen hervorbringen. Wichtig ist auch, dass du sofort handelst, wenn du erste Quecken siehst. Warte keinesfalls, bis sich die Pflanze ausgebreitet hat.

Nicht effektiv ist es,

  • die Quecken abzuschneiden oder oberflächlich abzureißen,
  • zu jäten oder fräsen 
  • oder nur leicht umzugraben.

Stattdessen musst du dem Unkraut vor allem unterirdisch zu Leibe rücken. Die Rhizome müssen im Bestfall komplett aus der Erde heraus. Auch noch so kleine Wurzelstückchen solltest du entfernen, denn auch diese können neu austreiben.

  • Grabe die Wurzeln vorsichtig und vor allem tief genug aus und sammle abgebrochene Wurzelteile mit den Händen auf. Nutze dazu am besten eine kleine Grabgabel oder eine Forke.
  • Bei sandigem Boden kannst du die Rhizome einfach aus dem Boden herausziehen. Achte dabei darauf, dass sie nicht abreißen. Wenn doch, musst du nach dem abgerissenen Stück suchen und es ebenfalls entfernen.
  • Alternativ funktioniert auch die Bekämpfung mit einer luft- und lichtundurchlässigen Folie. Diese legst du einfach über das betroffene Areal. Die Pflanzen sterben dann ab, aber natürlich auch alles, was sonst noch an der Stelle wächst. Utopia rät außerdem vom Einsatz von Plastik ab, wenn es nachhaltigere Methoden gibt.

Wichtig: Entsorge die Pflanzenteile der Quecken nicht auf dem Kompost. Dort werden sie mit großer Sicherheit erneut austreiben. Kleine Mengen wirfst du in den Hausmüll, größere bringst du am besten zur Kompostieranlage deiner Stadt.

    Nach der Bekämpfung: Ein Tipp

    Kartoffeln nehmen übriggebliebenen Quecken das lebensnotwendige Licht weg.
    Kartoffeln nehmen übriggebliebenen Quecken das lebensnotwendige Licht weg.
    (Foto: CC0 / Pixabay / Ehrecke)

    Wenn du die Quecken beseitigen konntest, lohnt es sich, auf der frei gewordenen Fläche Kartoffeln anzupflanzen. Diese bilden dichtes Laub aus und Quecken benötigen viel Licht. Sollten also noch Rhizomstücke in der Erde übrig geblieben sein, halten die Kartoffeln das notwendige Licht von ihnen fern. Dadurch sterben sie ab oder wachsen gar nicht erst.

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