Reisekrankheit: Diese Tipps und Hausmittel helfen wirklich

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Reisekrankheit ist zwar ungefährlich, aber sehr unangenehm. Hier erfährst du, welche Hausmittel und Tipps gegen Schwindel, Übelkeit und Erbrechen helfen.

Nicht nur auf kurvigen Bergstraßen und schwankenden Schiffen stehen vielen Menschen die Schweißperlen auf der Stirn. Manchmal genügt eine einfache Fahrt mit dem Auto oder dem Zug, um reisekrank zu werden. Dabei handelt es sich bei der sogenannten Kinetose um gar keine Erkrankung im eigentlichen Sinn. Die Beschwerden der Reisekrankheit sind zwar unangenehm, aber harmlos und klingen von allein wieder ab.

Ursachen und Symptome von Reisekrankheit

Die Reisekrankheit tritt auf, wenn widersprüchliche Sinneseindrücke unser Gleichgewichtssystem durcheinander bringen. Das passiert beispielsweise dann, wenn unser nahes Umfeld statisch ist, wir aber gleichzeitig Bewegung, Beschleunigung oder Schwankungen wahrnehmen.

Ob und wie stark wir auf diese Bewegungsreize reagieren, ist individuell sehr verschieden. Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren leiden wesentlich häufiger an der Reisekrankheit als Erwachsene. Frauen reagieren sensibler auf die Sinneskonflikte als Männer, insbesondere während der Periode oder Schwangerschaft. Aber auch Alkoholkonsum, Angst oder Stress können das Auftreten der Reisekrankheit begünstigen.

Bei Reisekranken treten diese Symptome auf:

  • Kopfschmerzen
  • beschleunigter Atem
  • schneller Herzschlag
  • Blässe
  • Schweißausbrüche
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Erbrechen

Fast immer verschwinden die Beschwerden von selbst, sobald man wieder festen Boden unter den Füßen hat.

Hausmittel und Tipps gegen Reisekrankheit

Frische Luft und Bewegung helfen bei Reisekrankheit.
Frische Luft und Bewegung helfen bei Reisekrankheit. (Foto: CC0 / Pixabay / cocoparisienne)

Damit das Reisen angenehmer wird, kannst du dich an folgende Hausmittel und Tipps gegen Reisekrankheit halten:

  • Wenn möglich, sitze bei der Autofahrt selbst am Steuer. Häufiger wird eher dem Beifahrer unwohl.
  • Halte den Kopf aufrecht und vermeide schnelle Drehungen, das bringt dein Gleichgewicht noch mehr durcheinander.
  • Achte auf die Sitzwahl:
    • Im Zug solltest du in Fahrtrichtung sitzen,
    • im Flugzeug auf der Höhe der Tragflächen,
    • im Bus in den vorderen Reihen,
    • auf dem Schiff an Deck in der Mitte.
  • Suche dir einen Punkt in der Ferne, den du während der Fahrt fokussierst.
  • Frische Luft hilft gegen das Unwohlsein.
  • Versuche während der Reise immer wieder deinen Kreislauf anzukurbeln. Lege bei der Autofahrt mehrere Pausen ein oder laufe im Zug oder im Flieger den Gang auf und ab.
  • Atme ruhig und versuche dich zu entspannen. Autogenes Training, leise Musik oder Gespräche mit Mitreisenden können deine Anspannung reduzieren.
  • Wenn du kannst, versuche die Augen zu schließen und zu schlafen. Dadurch wird der visuelle Reiz ausgeschaltet und die widersprüchlichen Sinneseindrücke aufgelöst.
  • Iss vor und während der Reise leicht Speisen, die deinen Magen etwas füllen und nicht belasten.
  • Verzichten solltest du dafür auf Kaffee, Alkohol und Zigaretten
  • Ingwer wirkt effektiv gegen Schwindel, Übelkeit und Brechreiz. Wenn es dir nicht zu scharf ist, kannst du während der Reise auf einem Stück Ingwer kauen. Andernfalls findest du in Drogerien oder Apotheken auch Kapseln und Tabletten.

Damit geht auf der nächsten Reise nichts mehr schief.

Beachte bei Flugreisen: Fliegen ist ökologisch gesehen die denkbar schlechteste Möglichkeit, um von A nach B zu kommen. Der Ausstoß von Treibhausgasen ist enorm und  eine einzige Flugreise kann mehr CO2 produzieren als man sonst im ganzen Jahr hinterlässt. Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, der Umwelt zuliebe sollte man jedoch so weit wie möglich auf Fliegen verzichten.

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