Rissige Fersen: Die richtige Pflege mit Hausmitteln

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Rissige Fersen können besonders im Sommer eine unschöne Herausforderung sein. Wie zeigen dir, mit welchen Hausmitteln du deine Fersen pflegen kannst.

Im kalten Winter können leicht rissige Fersen entstehen. Unter dicken Wollsocken und bei schlechter Heizungsluft kann deine Haut nicht richtig atmen. Doch gerade im Sommer möchtest du deine Füße in deinen Lieblingssandalen präsentieren. Rissige Fersen sind dir dann vielleicht etwas unangenehm.

Laut einer Studie der US-amerikanischen National Foot Association von 2012 leiden Frauen erheblich häufiger unter rissiger Haut an den Füßen als Männer. Rissige Fersen sind in den meisten Fällen aber ein rein kosmetisches Problem. Nur in seltenen Fällen können sie sich laut Medical News Today auch infizieren. Sollten deine Fersen schmerzen, besonders rot werden oder sogar bluten, solltest du auf jeden Fall ärztlichen Rat einholen.

Bei minimal rauer Haut reichen oftmals ein Peeling und eine reichhaltige Creme. Merkst du jedoch, dass das nicht hilft, haben wir ein paar einfache Hausmittel für dich.

Rissige Fersen entfernen: Die Vorbereitung mit Fußbad

Mit der richtigen Pflege wirst du rissige Fersen schnell wieder los.
Mit der richtigen Pflege wirst du rissige Fersen schnell wieder los.
(Foto: CC0 / Pixabay / Girlfeet)

Wenn du besonders rissige Fersen hast, lohnt sich ein Fußbad mit viel Salz. Laut dem Dermatologen Peter Weisenseel, auf den sich die Apotheken-Umschau beruft, tötet ein solches Salzbad nicht nur Keime ab, es gibt deiner Haut auch Feuchtigkeit zurück. Sowohl Koch- als auch Totes-Meer-Salz eignen sich dafür.

So bereitest du das Fußbad vor:

  • Nimm eine Fußwanne zur Hand, in die mindestens ein Fuß hineinpasst.
  • Gib auf 100 Milliliter warmes (nicht heißes!) Wasser 10 Gramm Salz in die Wanne. 
  • Bade deine Füße höchstens 15 Minuten (als Diabetiker nur 5), bis die Haut sich weißlich verfärbt. Wenn du die Füße länger badest, wird deine Haut zu schrumpelig und du kannst die gesunde von der verhornten Haut nicht mehr richtig unterscheiden.

Um rissigen Fersen von Anfang an vorzubeugen, lohnen sich außerdem sogenannte Ölbäder mit Urea oder Avocado-Öl.

Rissige Fersen: Hornhaut richtig entfernen

Ein Bimsstein ist das ideale Werkzeug, um deine rissige Hornhaut wieder loszuwerden.
Ein Bimsstein ist das ideale Werkzeug, um deine rissige Hornhaut wieder loszuwerden.
(Foto: CC0 / Pixabay / stux)

Um an deinen rissigen Fersen die Hornhaut zu entfernen, gibt es verschiedene Geräte. Die bekanntesten Werkzeuge dafür sind:

  • Bimssteine 
  • Schwämme
  • Feilen
  • Hobel

Die Apotheken-Umschau rät dazu, von Hornhauthobeln lieber absehen. Vor allem, wenn du an Diabetes leidest, sind diese nicht geeignet, weil du dich mit ihnen leicht verletzen könntest. Bei Schwämmen und Feilen handelt es sich um die sanftesten Varianten, doch auch Bimsstein aus Vulkan-Lava funktioniert gut.

Um die Hornhaut richtig zu entfernen brauchst du etwas Feingefühl. Versuche, nicht zu viel abzutragen: Wenn du zu weit gehst, verletzt du womöglich deine Haut und neue Hornhaut bildet sich zum Schutz.

„Aftercare“ für rissige Fersen

Eine Creme mit Jojobaöl und Urea wirkt heilend auf deine rissigen Fersen.
Eine Creme mit Jojobaöl und Urea wirkt heilend auf deine rissigen Fersen.
(Foto: CC0 / Pixabay / andreas160578)

Um deine rissigen Fersen nach der Behandlung zu pflegen, solltest du ihnen eine Feuchtigkeitspflege verpassen. Am besten geeignet für die Erstbehandlung sind Cremes, die die Feuchtigkeit auch in der Haut verschließen. Medical News Today empfiehlt deshalb Vaseline.

Vaseline kann nach unseren Erkenntnissen jedoch langfristig den gegenteiligen Effekt haben kann, da sie die Poren durch ihre okklusiven Eigenschaften verschließt und die Haut wieder nicht richtig atmen kann. Zudem ist sie ein Nebenprodukt der Ölraffinerie und verfügt über Mineralölrückstände. Näheres dazu erfährst du in unserem Artikel Vaseline: Ihre Inhaltsstoffe, Anwendung und Alternativen.

Für eine Erstbehandlung besonders rissiger Fersen eignet sich daher Bio-Melkfett aus Bienenwachs besser. Dauerhaft solltest du ohnehin auf weniger „verschließende“ Cremes umschalten.

Folgende Inhaltsstoffe tragen dazu bei, rissige Fersen antibakteriell zu pflegen und geschmeidig zu halten:

Manche dieser Naturprodukte können laut Apotheken-Umschau aber auch Allergien auslösen, weshalb du sie unbedingt testen solltest, bevor du sie auf eine empfindliche Stelle aufträgst. Auch um rissigen Fersen vorzubeugen lohnt sich regelmäßiges Eincremen. Eine Fußcreme aus Jojobaöl, Lavendel und Aloe Vera findest du zum Beispiel bei Avocadostore.de**.

Trägst du nach der Behandlung Socken aus hundertprozentiger Baumwolle beim Schlafen, so bleibt die Feuchtigkeit in deinen Füßen, gelangt nicht aufs Bett und deine Haut kann trotzdem atmen.

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