Mandelöl: Wirkung und Anwendung in der Kosmetik

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Mandelöl kannst du auf vielfältige Weise als Haut- und Haarpflege und sogar in der Küche benutzen. Hier erfährst du das Wichtigste zu den Wirkungen, Anwendungen und Schattenseiten des Öls.

Mandelöl als Hautpflege

Mandelöl ist bestens zur Hautpflege geeignet.
Mandelöl ist bestens zur Hautpflege geeignet.
(Foto: CC0 / Pixabay / silviarita)

Mandelöl ist ein sehr mildes Öl und eignet sich daher besonders gut für trockene und empfindliche Haut. So kommt es in zahlreichen Bodylotions, Gesichtscremes, Lippenbalsams, Badezusätzen und Shampoos zum Einsatz. Aufgrund seiner feuchtigkeitsspendenden und gut verträglichen Eigenschaften ist es zudem oft in Augencremes und Gesichtsmasken enthalten.

Kosmetisches Mandelöl wird aus den sogenannten Süßmandeln gewonnen. Beim Kauf solltest du darauf achten, nur kalt gepresste Öle in Bio-Qualität zu kaufen, da diese besonders reich an wertvollen Inhaltsstoffen sind. Das reine Öl eignet sich sowohl für die Körper-, als auch Gesichtspflege und wird in der Regel auch von irritierter und beanspruchter Haut gut vertragen. Achte darauf, das Öl sparsam auf leicht feuchte Haut aufzutragen. So nimmt die Haut die Feuchtigkeit besser auf und das Öl zieht schneller ein. Auch für selbst gemachte Massageöl ist Mandelöl ein geeignetes Trägeröl.

Mandelöl wird auch bei Neurodermitis verwendet. Aufgrund der enthaltenen Vitamine und rückfettenden Substanzen lindert es Spannungen und Schmerzen. Leidest du unter Neurodermitis oder einer sehr empfindlichen Haut, solltest du zunächst nur einen kleinen Tropfen des Öls auf eine kleine Partie deiner Haut geben und beobachten, wie deine Haut reagiert. Bist du dir trotzdem unsicher, kannst du dich auch zunächst mit deinem Hautarzt absprechen. Bei offenen und feuchten Wunden solltest du das Öl sowie auch andere Pflegemittel generell nicht anwenden!

Mandelöl bei glanzlosem und sprödem Haar

Reines Mandelöl kann auch zur Haarpflege genutzt werden.
Reines Mandelöl kann auch zur Haarpflege genutzt werden.
(Foto: CC0 / Pixabay / nir_design)

Auch bei sprödem und strapaziertem Haar kannst du von den pflegenden Eigenschaften des Öls profitieren. Für die Haarkur verteilst du das Öl im gesamten Haar und massierst es gut ein. Lass es nun mindestens 15-20 Minuten einwirken und wasch deine Haare anschließend mit einem milden Shampoo.

Massierst du es dabei auch gut auf der Kopfhaut ein, hilft es dabei auch gegen Schuppen und bei juckender und trockener Kopfhaut. Dafür solltest du die Haarkur mindestens einmal wöchentlich anwenden.

Zusätzlich kannst du nach jeder Haarwäsche ein paar Tropfen des Öls in die Haarspitzen einmassieren, um Spliss vorzubeugen und deinem Haar mehr Glanz und Geschmeidigkeit zu verleihen. Mandelöl kannst du zudem sowohl zur Körper-, als auch Haar- und Gesichtspflege mit anderen Ölen (wie z.B. Oliven-, Sonnenblumen-, Distel- oder Arganöl) vermischen.

Mandelöl in der Küche

Mandelöl eignet sich gut als Dressing für einen rohen Salat.
Mandelöl eignet sich gut als Dressing für einen rohen Salat.
(Foto: CC0 / Pixabay / jill111)

Mandelöl, welches zum Verzehr angeboten wird, kann sowohl aus bitteren, als auch aus süßen Mandeln hergestellt werden. Auch hier solltest du auf kalt gepresstes Öl in Bio-Qualität achten. Da die wertvollen Inhaltsstoffe des Öls bei starkem Erhitzen schnell verloren gehen, eignet es sich besonders in rohem Zustand für Dressings oder Dips. Alternativ kannst du es auch zum kurzen Andünsten verwenden. Für langes Anbraten, Kochen oder Backen bei hohen Temperaturen ist das Öl jedoch nicht geeignet.

Mandelöl hat einen milden, leicht süßlichen und nussigen Geschmack und ist daher sowohl für herzhafte und süße Speisen geeignet.

Wie nachhaltig ist Mandelöl?

Die beliebten kleinen Kraftpakete sind in ihrem Anbau und Transport leider gar nicht umweltfreundlich.
Die beliebten kleinen Kraftpakete sind in ihrem Anbau und Transport leider gar nicht umweltfreundlich.
(Foto: CC0 / Pixabay / stevepb)

Auch wenn Mandeln mit vielen gesundheitlichen Vorteilen überzeugen, so sind sie aus ökologischer Perspektive leider nicht empfehlenswert. Das liegt insbesondere an dem extrem hohen Wasserverbrauch, der beim Mandelanbau entsteht und den Grundwasserspiegel in den Anbaugebieten drastisch senkt. Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel: Mandeln: gesund, lecker und unnachhaltig?

Ein weiteres Problem ist, dass ein Großteil der hier verkauften Mandeln aus Kalifornien kommt und daher einen langen Transportweg hinter sich hat. Wir empfehlen daher, auch beim Kauf von Mandelöl möglichst auf Mandeln aus europäischem und biologischem Anbau zu achten und Mandelöl, sowie weitere Produkte aus Mandeln, nur in Maßen zu verwenden.

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