Avocadoöl: Anwendung, Wirkung und Kritik

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Avocadoöl ist gut für Haut, Haar und Gesundheit. Hier erfährst du mehr über seine Wirkungen, aber auch, warum du Avocadöl lieber meiden solltest.

Avocadoöl für schöne Haut und Haare

Avocadoöl ist eine beliebte Zutat in Kosmetikprodukten. Das kommt daher, dass seine Eigenschaften gut geeignet sind für die Pflege von Haut und Haaren. Das Öl wirkt:

  • feuchtigkeitsspendend
  • entzündungshemmend
  • juckreizlindernd
  • regenerierend

Avocadoöl kann aufgrund seiner Beschaffenheit tief in die Hautschichten eindringen und daher besonders gut trockene und rissige Haut mit Feuchtigkeit versorgen. Gleichzeitig ist es nicht-komedogen, es verstopft also nicht die Poren und eignet sich deshalb auch für unreine Haut.

Es soll Wundheilungsprozesse unterstützen und die natürliche Barrierefunktion der Haut gegen freie Radikale stärken. Außerdem soll das Öl sogar den Zellstoffwechsel aktivieren und somit Hautalterungsprozesse verlangsamen. Auch bei entzündeter und gereizter Haut ist Avocadoöl ein beliebtes Hausmittel. Es soll die Regeneration der Haut nach einem Sonnenbrand unterstützen und Juckreiz lindern.

Die Anwendung von Avocadoöl ist unkompliziert: Ein paar Tropfen mit den Fingern in die betroffenen Hautpartien einmassieren – fertig. Du kannst das Öl genauso in den Haarspitzen verteilen und somit Spliss vorbeugen.

Avocadoöl für deine Gesundheit

Avocadoöl sorgt nicht nur für schöne Haut und Haare, es hat auch eine gesundheitsfördernde Wirkung. Eingenommen, kann es laut Studien:

  • einen erhöhten Cholesterinspiegel normalisieren
  • Osteoporosesymptome lindern
  • Diabetes Typ 2 und Herzerkrankungen vorbeugen

Durch seinen hohen Gehalt an Folsäure soll Avocadoöl außerdem besonders gut geeignet für Frauen in der Schwangerschaft sein.

Wichtig: Die gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe finden sich nur in nativem Avocadoöl.

Avocadoöl: Kritik

Obwohl Avocadoöl viele gesundheitsfördernde Eigenschaften aufweist, gibt es gute Gründe, es nicht zu kaufen: Avocados haben eine problematische Ökobilanz. Zum einen haben sie lange, CO2-intensive Transportwege hinter sich, bis sie in Deutschland ankommen. Aber auch ihr Anbau ist problematisch: Avocados brauchen zum Wachsen viel Sonne, weshalb sie vor allem in trockenen Gebieten angebaut werden. Gleichzeitig benötigen die Früchte sehr viel Wasser, nämlich Zeit online zufolge etwa 1000 Liter für ein Kilogramm. Das entspricht sieben vollen Badewannen. Die Plantagen werden oft mit hochgepumptem Grundwasser bewässert, welches dann wieder an anderer Stelle fehlt. Dürre und Bodenerosion sind die Folgen.

Ein weiterer Nachteil von Avocados: Sie sorgen in ihren Herkunftsländern für soziale Probleme. In Mexiko, dem Hauptanbaugebiet für Avocados, werden laut Zeit online jedes Jahr bis zu 4000 Hektar Wald illegal gerodet, um für lukrative Avocadoplantagen Platz zu schaffen. Oft ist in diese Geschäfte die mexikanische Drogenmafia involviert. Sie nimmt Kleinbauern gewaltsam ihr Land weg und verkauft die Ernte an Händler in Europa. Mehr dazu: Drogen, Gewalt, Waffen: „Avocados sind die Blutdiamanten Mexikos“

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