Rosenwachs: Herstellung, Eigenschaften und Verwendung des Inhaltsstoffes

Rosenwachs
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Rosenwachs ist in der Kosmetik ein wertvoller und seltener Rohstoff. Hier erfährst du mehr zu seinen Merkmalen und Verwendungsmöglichkeiten.

Rosenwachs verleiht Kosmetikprodukten pflegende Eigenschaften und einen besonders intensiven Geruch. Vor allem in Lippenpflegeprodukten, Gesichtscremes und Salben kommt der Rohstoff zum Einsatz. Du kannst ihn aber auch pur kaufen und nutzen, um selbst Kosmetik herzustellen.

Rosenwachs: Herkunft und Merkmale

Rosenwachs bilden nur zwei Rosenarten aus: Rosa damascena und (in geringem Maße) Rosa centifolia. Bei diesen Rosen entsteht eine sehr dünne Wachsschicht auf den Blütenblättern. Diese soll verhindern, dass Feuchtigkeit über die Blätter verdunstet. Sie schützt die Pflanze also vor dem Austrocknen.

Mittlerweile haben Menschen das Wachs als Inhaltsstoff für Kosmetikartikel entdeckt. Denn auch die menschliche Haut schützt Rosenwachs vor Feuchtigkeitsverlust, indem es einen Film und somit eine dünne Schutzschicht bildet. Die Konsistenz des Wachses ähnelt Sheabutter. Die Farbe kann je nach Herstellungs- und Rosenart variieren: Sie reicht von grünlich-bräunlich bis zu einem rötlich-bräunlichen Farbton.

Da Rosenwachs pro Rose nur in sehr geringen Mengen vorkommt, ist es entsprechend teuer und deutlich kostenintensiver als andere Wachsarten (wie Bienen- oder Beerenwachs). Rosenwachs entsteht in der Regel als Nebenprodukt bei der Herstellung von ätherischem Rosenöl. Per Destillation spalten Maschinen die Rosenblätter dabei in ihre einzelnen Bestandteile auf. Dabei bleibt auch das Wachs als einzelner Rohstoff übrig.

Rosenwachs: Tipps zur Anwendung

Rosenwachs ist ein besonders wertvoller und teurer Kosmetik-Rohstoff.
Rosenwachs ist ein besonders wertvoller und teurer Kosmetik-Rohstoff. (Foto: CC0 / Pixabay / GLady)

Theoretisch kannst du Rosenwachs wie Bienenwachs als Konsistenzgeber und Basis für selbstgemachte Kosmetik verwenden. Es schmilzt bereits bei 60 Grad Celsius und ist dementsprechend leicht zu verarbeiten. Aus finanzieller Hinsicht und aufgrund seines intensiven Geruchs ist es jedoch oft sinnvoller, Rosenwachs mit anderen Rohstoffen (wie Bienenwachs, Sheabutter oder geruchsneutralen Ölen) zu mischen.

Auf folgende Weise kannst du Rosenwachs einsetzen:

  • zusammen mit Jojobaöl und Bienenwachs als Allzweckbalsam für Gesicht, Körper und besonders trockene Stellen
  • mit Beerenwachs, Sheabutter, Jojobaöl und Natron als Deocreme
  • mit Sheabutter und pflanzlichen Ölen als Augen- und Gesichtscreme
  • mit pflanzlichen Ölen als Haarbalsam oder Haarkur

Lagerst du das Wachs trocken und in einem luftverschlossenen Gefäß, ist es bis zu fünf Jahre lang haltbar.

Nachhaltigkeit und Kauftipps

Rosenwachs ist analog nicht einfach zu finden. Online bekommst du es zum Beispiel bei der Naturkosmetik-Werkstatt für 3,90 Euro pro 100 Gramm. Noch schwieriger ist es, Rosenwachs in Bio-Qualität aufzutreiben. Deshalb kannst du leider nicht ausschließen, dass Landwirt:innen beim Anbau der Rosen auf chemisch-synthetische Pestizide zurückgegriffen haben.

Auch aus regionalem Anbau gibt es das besondere Wachs faktisch nicht. Beim Kauf kannst du nur auf möglichst nah gelegene europäische Länder achten, um zu lange Transportwege zu vermeiden.

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