Smarte Thermostate: Mit diesen Testsiegern sparst du Heizkosten

Ein smartes Thermostat kann Heizkosten sparen. Das sind die Testsieger bei Stiftung Warentest
Foto: Dennis/ stock.adobe.com

Die Kosten fürs Heizen gehen derzeit durch die Decke. Wenn du im kommenden Winter Heizkosten sparen möchtest, kann sich ein smartes Heizthermostat lohnen. Stiftung Warentest hat zehn Geräte überprüft – wir zeigen die Testsieger und verraten, wann sich das Umrüsten auszahlt.

Schon eine Nachzahlungs-Aufforderung für die Heizkosten von 2021 bekommen? Laut dem Statistischen Bundesamt verteuerten sich die Heizkosten für Gas um acht Prozent, für Heizöl um 31 Prozent und bei Fernwärme sind es sechs Prozent Preissteigerung. Doch dabei soll es nicht bleiben: Das Onlineportal Immowelt hat die Heizkosten für verschiedene deutsche Städte untersucht und nennt Prognosen, nach denen sich diese 2022 sogar verdoppeln könnten.

Laut Stiftung Warentest lohnt es sich, schon jetzt auf smarte Heizthermostate umzurüsten und nicht erst im kommenden November. Das Verbraucher-Magazin hat zehn smarte Thermostate und die dazugehörigen Apps untersucht.

Was ist ein smartes Thermostat?

Ein smartes Thermostat ersetzt den bisherigen Drehregler an der Heizung. Auf dem Display wird die Temperatur angezeigt. Die Anbringung ist denkbar einfach: Den alten abziehen und den neuen smarten Regler aufstecken.

Das Besondere an der Smart-Version ist, dass die Thermostate miteinander vernetzt sind und sich über eine App steuern lassen. Hast du die Heizung so programmiert, dass du immer nach Feierabend in eine warme Wohnung kommst, es heute aber mal später wird, regelst du die Heizung einfach vom Smartphone aus und sparst damit unnötigen Energieverbrauch ein.

Smarte Thermostate erkennen, ob ein Fenster zum Lüften geöffnet ist. Ist das der Fall, dreht der Thermostat die Temperatur automatisch herunter. Auch das hilft beim Energiesparen im Haushalt.

Smarte Thermostate im Test der Stiftung Warentest

Die wichtigsten Ergebnisse aus dem Smart-Thermostat-Test der Stiftung Warentest:

  • Alle Regler können die gewünschte Temperatur halten, sind aber teilweise kompliziert zu bedienen.
  • Durch das zeitweise Abdrosseln der Temperatur lassen sich etwa acht Prozent der Heizkosten einsparen.
  • Die Anschaffung lohnt sich insbesondere für Menschen, die zu unregelmäßigen Zeiten zu Hause sind.
  • Smarte Thermostate sind besonders in schlecht isolierten Häusern sinnvoll.
  • In energieeffizienten Neubauten bringt die Absenkung der Temperatur weniger.
  • Wer bereits eine Smart-Home-Zentrale besitzt, sollte smarte Thermostate für das bestehende System kaufen.

Smartes Thermostat: Das sind die Testsieger

Heizung, Thermostat, Winter
Im Gegensatz zu einem klassischen Thermostat kannst du mit einem smarten Thermostat die Heiztemperatur per App regeln. (Foto: CC0 / Pixabay / ri)

Fritz!Dect 301 Heizthermostat

Das Fritz!Dect 301 Thermostat ist laut der Stiftung Warentest am leichtesten zu bedienen. Während es bei Konkurrenzprodukten teilweise schwierig ist, die Temperatur oder Abwesenheitszeiten zu ändern, funktioniert dies bei Fritz über die App sehr leicht.

Ein weiterer Pluspunkt: Auch ohne Fensterkontakt drosselt Fritz die Heizung unter einem geöffneten Fenster automatisch. Der Batterieverbrauch ist gering.

Die “Smart-Home-Zentrale” FritzBox kann aber nicht besonders viel: Als smarte Komponenten lassen sich lediglich Heizthermostate, Steckdosen und Überwachungs-Kameras koordinieren.

Preis: ca. 58 Euro

Kaufen: Online bei MediaMarkt, Saturn, Otto oder Amazon.

Homematic IP Heizthermostat

Ebenso gut wie Fritz!Dect hat im Test Homematic abgeschnitten. Auch hier lässt es sich sehr leicht einrichten, zu welchen Zeiten es in welchen Räumen wie warm sein soll. Sehr gut sind die Homematic Sm2art Thermostate darin, bei Lüftungszeiten zu drosseln. Mit und ohne Fenstersensor erkennt das Gerät ein offenes Fenster von allen Testkandidaten am besten.

Preis: ca. 50 Euro

Kaufen: Online bei MediaMarkt, Saturn, Otto oder Amazon

Magenta SmartHome Thermostat

Falls du bereits eine Magenta Smart-Home-Zentrale besitzt oder wirklich in die Smart-Home-Technik einsteigen willst, schnitt der smarte Thermostat von Magenta ebenfalls “gut” bei der Stiftung Warentest ab.

Mit Magenta kannst du so ziemlich alles per App steuern: Licht, Rollläden, Staubsauger, Kaffeemaschine, Geschirrspüler, Lautsprecher … Die Frage ist, ob das dazu führt, nur so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen oder eher dazu verleitet, allerhand neue technische Geräte zu kaufen.

Preis: ca. 45 Euro

zu kaufen: Online bei Otto, Tink oder Amazon

Weitere Ergebnisse im Thermostat-Test

Auch der Eurotronic Z-Wave Plus ist unter den “gut” bewerteten Smart-Thermostaten, allerdings war die Verbindung mit der Home-Zentrale im Test “eine Geduldsprobe mit mehreren Versuchen”. (Preis: ca. 55 Euro bei Amazon oder Conrad).

Relativ preisgünstig und empfehlenswert ist das Smart Thermostat von Bosch (Preis ca. 40 Euro bei MediaMarkt, Saturn oder Amazon). Die Batterien hielten allerdings nur zwei Jahre, während andere Modelle in der Simulation ganze acht Jahre Batterie-Laufzeit hatten.

Wie viel kosten smarte Thermostate und wie viel lässt sich sparen?

Ein einzelnes smartes Thermostat kostet etwa zwischen 40 und 70 Euro. Wenn Fenster zum Lüften geöffnet werden, benötigen einige Modelle einen Fensterkontakt, um die Temperatur zu drosseln (28 bis 55 Euro pro Stück). Hinzu kommt die Smart-Home-Zentrale für 48 bis 230 Euro.

In einem Smart Home lassen sich vernetzte Geräte per App auf dem Handy steuern.
In einem Smart Home lassen sich vernetzte Geräte per App auf dem Handy steuern. (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay - geralt)

Laut der Stiftung Warentest kostet das Umrüsten von vier Räumen inklusive Zentrale ab 425 Euro. Die Kosten hat man nach fünf bis sechs Jahren wieder eingespart.

Wichtig: Du hast in diesem Zeitraum nicht nur Heizkosten gespart – sondern auch eine Menge an CO2 – und damit die Umwelt geschont. Da Heizen rund 70 Prozent des Energieverbrauchs im Haushalt ausmacht, empfehlen wir dir unsere 15 Tipps zum richtigen Heizen.

Halbsmarte und klassische Heizthermostate im Test

In der Vergangenheit hat die Stiftung auch halbsmarte und konventionelle Thermostate getestet. Halbsmart bedeutet: Jedes Thermostat ist programmierbar. Das heißt, du kannst manuell unterschiedliche Temperaturen für verschiedene Zeiten und Wochentage einstellen. Es lassen sich allerdings nicht mehrere Heizkörper miteinander koppeln und sie sind auch nicht aus der Ferne zu bedienen. Dafür sind sie günstiger.

2017 hatte in einem Test der Stiftung Warentest das Honeywell Thermostat gut abgeschnitten. Preis: ca. 30 Euro; zu kaufen bei Amazon.

Bei den klassischen Heizreglern empfiehlt die Stiftung Warentest beispielsweise Danfoss RAW (ca. 16 Euro bei Obi, Conrad oder Amazon) oder Oventrop Uni XH (ca. zehn Euro bei ManoMano oder Amazon). Diese haben eine gute Temperaturregelung und einfache Handhabung. Lies hier unbedingt auch: Heizungs-Thermostat: So regeln die Zahlen die Heizkörper-Temperatur

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