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Biogas, Ökogas, Klimagas: Kommt nicht aus Russland, aber ist das auch besser?

Ökogas Klimagas Biogas klimaneutrales Gas
Foto: olezzo, thenikonpro / stock.adobe.com

Russlands Gas-Exporte boykottieren und auf nachhaltigere Alternativen umsteigen – viele Leute wollen das gerade. Und tatsächlich: Zum Beispiel „Biogas“ kommt eben nicht via Nord-Stream-Pipeline und es kommt auch nicht aus Russland. Aber ist es deswegen schon besser? Utopia erklärt, was hinter Biogas, Ökogas, Klimagas, Windgas und Power-2-Gas steckt und wo garantiert kein fossiles Erdgas drinsteckt.

Hätten wir die Energiewende schon vollzogen, müssten wir uns jetzt nicht wegen fehlender Gaslieferungen Sorgen machen – und wir würden die Klimaschutz-Ziele deutlich schneller umsetzen. Ist (noch) nicht so, das müssen wir jetzt jetzt erst mal aushalten. Untätig bleiben müssen wir deswegen nicht: Gastarife vergleichen kann helfen.

Du kannst aber auch auf Ökostrom umstellen. Welche Anbieter wir empfehlen, liest du im Beitrag Ökostrom-Vergleich: Was diese 5 Tarife anderen voraus haben, und wie du umsteigst, im Beitrag Stromanbieter wechseln … in 5 einfachen Schritten.

Vor allem bei Gas lohnt es sich, aktuell genau hinzusehen. Speziell Biogas aus 100 Prozent Biomasse kann eine umweltfreundliche Alternative zu Erdgas sein, und wenn es in Deutschland oder der EU gewonnen wurde, dann vermeidest du damit auch Erdgas einzukaufen, das möglicherweise aus Russland stammt.

Aber halt – kann das wirklich so einfach sein? Leider nicht ganz.

Biogas, Ökogas, Klimagas: Welches Gas kommt nicht aus Russland?

Gesetzlich festgelegt sind Begriffe wie Biogas, Ökogas, Klimagas, Windgas und Power-2-Gas nicht. Aber: Es gibt eine relativ marktübliche Verwendung. Und die sieht in etwa wie folgt aus:

  • Ökogas ist ein sehr etablierter Sammelbegriff: Oft handelt es sich um Beimisch-Produkte nach dem Schema x % Klimagas + y % Biogas, aber nicht immer.
    → Zu vager Begriff, unbedingt ganz genau hinschauen!
  • Biogas ist ein recht etablierter Begriff. Bedeutet meist: Das Gas stammt zu 100 Prozent Biomasse, oft auch regional. Ist das der Fall, kommt es ohne russisches Gas aus.
    → Derzeit beste Wahl, wenn wirklich Biogas aus 100 Prozent Biomasse gemeint ist.
  • Naturgas ist ein windiger Luftbegriff, der meist noch weniger aussagt als Biogas und Ökogas.
    → Derzeit ohne Aussagekraft.
  • Windgas, Power-to-Gas und grüner Wasserstoff wird aus erneuerbaren Energien produziert und kommt auch ohne Putins Pipeline aus.
    → Derzeit noch irrelevant.
  • Klimagas bezeichnet nachträglich klimaverträglicher gerechnete Gasprodukte mit fossilem Gasanteil (der entsprechend auch aus Russland stammen kann).
    → Derzeit nur ein Kompromiss.
  • Gas und Erdgas meinen oft das gleiche. Davon wollen wir weg, da es sich um eine begrenzte Ressource handelt, die durch CO2-Freisetzung direkt dem Klima schadet. Kommt bei uns zu 70 Prozent aus Russland (lies Geht es auch ohne Gas aus Russland, ohne Nord Stream 2?).
    → Derzeit das schlechteste.

Wie gesagt: Diese Bezeichnungen sind leider nicht gesetzlich verbindlich festgelegt. Mal werden die Begriffe als Teil des Markennamens verwendet, mal als vergleichsweise etablierte Gattungsbegriffe. Verlassen kann man sich darauf nicht, nur genaues Hinschauen hilft.

Polarstern bezieht Biogas aus Ungarn, das aus organischen Reststoffen von Zuckerrüben gewonnen wird
Polarstern bezieht Biogas aus Ungarn, das aus organischen Reststoffen von Zuckerrüben gewonnen wird (Foto © Polarstern Energie)

Ein Blick auf die Details lohnt also auch bei diesen Gasformen:

Gastarife vergleichen: Biogas

Biogas ist meist (leider nicht immer) solches Gas, das zu 100 Prozent mit Hilfe von Biomasse gewonnen wird, etwa aus Bioabfällen, aus Dung, aus Energiepflanzen. Wichtig: Manche Anbieter nutzen den Begriff bloß als Markennamen; dann kann „Biogas“ alles mögliche bedeuten, auch ein Beimisch-Produkt mit fossilem Gas.

Vorteile von Biogas:

  • Wenn dessen organische Ausgangsstoffe CO2 gebunden haben, dann kann Biogas aus 100 Prozent Biomasse tatsächlich als regenerativ und klimaneutral gelten.
  • Wenn der Anbieter genau erklärt, wie das Biogas aus welcher Biomasse gewonnen wird, kannst du entsprechend auch sehen, ob es „gutes“ Biogas ist – also ohne Massentierhaltung, ohne Nahrungsmittelkonkurrenz, ohne Energiepflanzenanbau.
  • Wenn es wirklich Biogas aus 100 Prozent Biomasse ist, ist es die einzige derzeit relevante Gasform, die ohne fossiles Gas auskommt. Manchmal ist Biogas aber nur ein „Markenname“ und/oder eine unscharfe Bezeichnung.
  • Wenn es wirklich Biogas aus 100 Prozent Biomasse ist, dann und nur dann kommt Biogas, das seine regionale Biomassen-Herkunft transparent darstellt, auch nicht aus Russland.

Nachteile von Biogas:

  • Manche Anbieter nutzen den Begriff bloß als Markennamen, dann kann er alles mögliche bedeuten. Beispiel: „Naturstrom Biogas“ kann eben doch auch fossiles Gas enthalten.
  • „Teller oder Tank“-Debatte: Baut man auf fruchtbaren Ackerflächen Energiepflanzen an, stehen diese in direkter Konkurrenz zur Produktion von Nahrung oder anderen wichtigen Dingen.
  • Wird Landfläche für Energiepflanzen genutzt, steigen die Preise. Der nachhaltige Ökolandbau kann sich dann weniger Landflächen leisten. Die dann intensivere konventionelle Landwirtschaft schädigt wiederum indirekt das Klima.
  • Werden Dung oder andere Produkte aus der Massentierhaltung benutzt, finanziert solches Biogas Tierleid mit.

Beispiele für gute Biogas-Anbieter:

  • Polarstern Wirklich Ökogas enthält 100 Prozent Biogas aus organischen Reststoffen einer Zuckerfabrik, entsprechend klimafreundlich und frei von (evtl. russischem) Erdgas. Einer der inzwischen drei Tarife ist dabei sogar ausdrücklich Vegan. Polarstern ist zugleich eines der seltenen Beispiele, wo „Ökogas“ wirklich bedeutet, was der Name vermuten lässt.
  • Die Bürgerwerke bieten mit Bürgerwerke BürgerÖkogas 100% immerhin einen 100%-Biogas-Tarif an – aber nur dieser eine Tarif ist garantiert frei von (evtl. russischem) Erdgas. Die anderen „Ökogas“-Tarife sind hier Beimisch-Produkte.
  • In beiden Fällen sind Zuckerrübenreste die Quelle, das Biogas kommt also ohne eigens gepflanzte Energiepflanzen, Landflächen-Konkurrenz oder Massentierhaltung aus.

Biogas ist prinzipiell empfehlenswert, solange es nicht ein Beimisch-Produkt bezeichnet, wo also ein Produkt mit „Biogas“ im Namen nicht zu 100 Prozent aus Biomasse gewonnen wurde. Und leider produzieren auch nicht alle Biogas-Anbieter wirklich ökologisch und nachhaltig, das heisst, auch 100 Prozent aus Biomasse gewonnenes Biogas kann Nachteile haben: Biogas ist eben nur dann ökologisch sinnvoll, wenn das Gas aus landwirtschaftlichen Reststoffen wie Gülle, industriellen (organischen) Abfallstoffen oder Biomüll hergestellt wird. Und bei Gülle aus Massentierhaltung spielt eben auch Tierleid eine Rolle.

Der Anbau von Monokulturen aus Raps oder Mais, um daraus Biogas zu erzeugen, ist hingegen ökologisch nicht sinnvoll: Sie verbrauchen kostbare landwirtschaftliche Flächen, die sonst für den Anbau von Nahrungsmitteln genutzt werden könnten. Für den Anbau kommen oft potenziell schädliche synthetische Pestizide und Dünger zum Einsatz; Monokulturen schaden zudem der Biodiversität und befördern das Artensterben.

Achte also genau darauf, wie die Herkunft erklärt wird. Achte auf das Siegel „Grünes Gas Label„; damit wird Biogas ausgezeichnet, das höheren Nachhaltigkeitskriterien genügt; weil das Siegel aber leider auch Beimisch-Produkte zertifiziert, achte ausdrücklich darauf, dass es sich eben um ein Gasprodukt ohne fossile Gasbeimischung handelt!

Gastarife vergleichen: Klimagas / Erdgas in Klimatarifen

Klimagas oder Erdgas in einem Klimatarif ist ganz normales, fossiles, also nicht nachhaltiges Erdgas, bei dem die CO2-Emissionen, die beim Heizen entstehen, durch Investitionen in Klimaschutzprojekte oder den Kauf von Emissionszertifikaten rein rechnerisch ausgeglichen werden.

Vorteile von Klimagas:

  • Weil Klimatarife eigentlich nur Erdgas mit grünem Etikett sind, können sie ausserhalb von Energiekrisen günstiger sein als echtes Biogas.
  • Die CO2-Kompensation eliminiert rein rechnerisch die CO2-Emissionen von Klimagas, im Vergleich zu Erdgas ist das also besser.

Nachteile von Klimagas:

  • Im Vergleich zu Biogas aus 100 Prozent Biomasse schlechter.
  • Die CO2-Kompensation ist eben nur rein rechnerisch. Besser als jede Kompensation ist aber Vermeidung. Und die findet hier gar nicht statt, es gibt auch keinen Anreiz für die Vermeidung. Speziell bei fossilen Energieträgern erscheint die CO2-Kompensation daher als grenzwertig, wenn nicht absurd. Das wir Klimatarife überhaupt listen, liegt eben nur daran: Erdgas in Form von Klimagas ist immer immer noch besser als Erdgas ohne CO2-Ausgleich.
  • Weil es im wesentlichen Erdgas ist, gilt: Es kann aus Russland kommen – in Deutschland kommen 70 Prozent des Erdgases aus Russland (BAFA).

Klimagas ist nicht empfehlenswert. Wir nennen hier daher keine Klimagasanbieter, weil Klimatarife allein unserer Ansicht nach nicht reichen. Wenn du dich dennoch für Klimagas entscheidest: Achte auf den vollständigen CO2-Emissionsausgleich des Klimagas-Anteils (bestätigt zum Beispiel durch Siegel wie „TÜV Nord: klimaneutrales Gasprodukt“) und bei der Klimaneutralisation auf den Gold Standard oder den Verified Carbon Standard, die versichern, dass es sich um ein zertifiziertes Klimaschutzprojekt handelt.

Gastarife vergleichen: Ökogas, Klimagas, Biogas
Gastarife vergleichen: Ökogas, Klimagas, Biogas (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay – PublicDomainPictures)

Ökogas

Ökogas ist ein etablierter Begriff für ein Gas, das „irgendwie“ „irgendwas“ für „mehr öko“ tut. Leider kann der sehr etablierte Begriff je nach Anbieter alles mögliche bedeuten – muss aber nichts wirklich hinreichend Ökologisches aussagen. Es hilft also nur, genau hinzuschauen: Denn Ökogas ist in vielen Fällen entweder normales Erdgas bzw. Klimagas (also rechnerisch neutralisiertes Erdgas), dem jeweils echtes Biogas (also 100prozentig aus Biomasse) nur beigemischt wurde. Nur in seltenen Einzelfällen steht der Begriff „Ökogas“ tatsächlich für Gas ohne jede fossile Beimischung.

Vorteile von Ökogas:

  • Die Mischkalkulation Erdgas+Biogas oder besser Klimagas+Biogas ermöglicht dem Anbieter in Zeiten ohne Energiekrise und bei Preisen, wo bislang Erdgas günstiger war als Biogas, eine abgestuftere Preisgestaltung.
  • Konsument:innen können daher preisabhängig selbst steuern, wie hoch ihre Mehrkosten ausfallen und wie hoch dafür der Biogas-Anteil ist.
  • Bei „besseren“ Anbietern kommt als Erdgas immerhin als Klimagas zum Einsatz.
  • Wenn der Biogas-Anteil des Ökogases zu 100 Prozent aus Biomasse kommt, dann und dann kann dieser tatsächlich als regenerativ und klimaneutral gelten. Auch in Sachen Russland gilt: Nur bei 100 Prozent Biogas-Anteil (oder 0% Erdgas/Klimagas-Beimischung) ist man auf der sicheren Seite.

Nachteile von Ökogas:

  • Viele Anbieter nutzen den Begriff bloß als Markennamen, dann kann er alles mögliche bedeuten. Nur selten ist das Ökogas wirklich öko.
  • Der Nicht-Biogas-Anteil (meist 90 oder 50 Prozent) ist eben noch immer fossiles Erdgas mit maximalem Klimaschaden, wenn auch bei Klimagas rechnerisch mit CO2-Ausgleich.
  • Weil es in vielen Fällen (mit wenigen Ausnahmen) in meist wesentlichen Anteilen immer noch nur Erdgas ist, gilt: Ökogas kann aus Russland kommen.
  • Der Biogas-Anteil kann je nach Herstellung eben ganz eigene Probleme haben, du musst selbst darauf achten, dass das Biogas nicht zum Beispiel aus Massentierhaltung oder Energiepflanzen kommt.

Beispiele für Ökogas-Anbieter:

  • Polarstern Wirklich Ökogas ist ein Beispiel, wo „Ökogas“ tatsächlich öko bedeutet. Er enthält 100 Prozent Biogas aus organischen Reststoffen, siehe oben bei Biogas, ist also anders als viele andere „Ökogas“-Produkte auf dem Markt kein Beimisch-Produkt.
  • Naturstrom biogas ist ein Beispiel, wo „biogas“ eben nur Markenname ist und nicht „Gas aus 100 Prozent Biomasse“ meint. Das Beimisch-Produkt gibt es in Varianten mit 10%, 20% oder 100% Biogas aus regionalen Rest- und Abfallstoffen und besitzt das Label „Grünes Gas“. Hinweis: Derzeit werden keine Neukund:innen aufgenommen.
  • EWS Biogas ist ein anderes Beispiel, wo „biogas“ eben nur Markenname ist und nicht „Gas aus 100 Prozent Biomasse“ meint. Das Beimisch-Produkt gibt es in verschiedenen Tarifen; man kann 10% oder 100% Biogas wählen; das Biogas stammt aus Reststoffen einer Papierfabrik. Hinweis: Derzeit werden keine Neukund:innen aufgenommen.

Ökogas ist prinzipiell empfehlenswert, solange es nicht ein Beimisch-Produkt bezeichnet, wo also ein Produkt mit „Ökogas“ im Namen nicht zu 100 Prozent aus Biomasse gewonnen wurde. Für den enthaltenen Biogas-Anteil gilt das gleiche wie oben bei „Biogas“.

Power-to-Gas (P2G), Windgas, Wasserstoff

Allgemeines Prinzip von Power-to-Gas, Windgas, Wasserstoff ist: Es wird mit Hilfe von Strom (sinnvollerweise: Ökostrom) ein Gas erzeugt (zum Beispiel Wasserstoff), aus dem dann mit großem zeitlichen Versatz wieder Elektrizität erzeugt werden kann. Bei Windgas wird das mit gerade nicht gebrauchter Windenergie getan.

Vorteile von P2G:

  • Neben Biogas aus 100 Prozent Biomasse sind Power-to-Gas, Windgas und (grüner) Wasserstoff die einzigen Gasformen, die nicht auf fossilem Gas beruhen.
  • Die Gaserzeugung aus Strom ermöglicht die Speicherung von Energie, auch den Transport. Der Technik wird daher eine wichtige Rolle in künftigen Energienetzen zugesprochen.
  • Derzeit nicht aus Russland.

Nachteile von P2G:

  • Für den persönlichen Gasbezug derzeit noch irrelevant.
  • Für etliche Zwecke zu ineffizient: Bei den Transformationsvorgängen geht viel Energie verloren, daher ist P2G nur in speziellen Gebieten sinnvoll, dort aber künftig sehr wichtig.
  • Sogenannter „blauer Wasserstoff“ verwendet unter anderem Erdgas, basiert dann eben doch wieder auf fossilen Energieträgern und ist daher unnachhaltig, und natürlich finden das genau jene Leute gut, die sonst die Energiewende blockieren. Es gilt: Sinnvoll ist nur „grüner“ Wasserstoff.

Beispiele für P2P-Anbieter:

  • Derzeit noch kaum, aber die Ökogas-Tarife von Green Planet Energy enthalten neben 10 Prozent Biogas aus Biotonnen-Abfällen und Resten heimischer Zuckerrüben auch 1 Prozent Windgas. Dessen Anteil soll steigen.
Gastarife vergleichen: achte u.a. auf Siegel und 100% Biogas
Wenn du Gastarife vergleichst, wähle am besten Ökogas mit dem „Grünes Gas“-Siegel. (Foto: CC0 PD / Pixabay tpsdave)

Fazit: Gas ohne Klimaschaden und ohne Putin-Gas aus Russland?

Nur bei reinem Biogas aus 100% Biomasse ist derzeit ausgeschlossen, dass es aus Russland kommt. Bei vielen Fällen von „Ökogas“ (sofern nicht eigentlich Biogas aus 100 Prozent Biomasse gemeint ist), fast immer und vor allem aber bei „Klimagas“ und „Klimatarifen“ kann derzeit wegen des Anteils an Erdgas nicht generell ausgeschlossen werden, dass das Gas aus Russland kommt. Es mag Anbieter geben, die ihr Erdgas aus anderen Quellen beziehen – dann bleibt aber immer noch der Klimaschaden. Den vermeidet allein Biogas (wenn es aus 100 Prozent Biomasse stammt); Klimagas kompensiert ihn immerhin rechnerisch.

Beispiele für empfehlenswerte Gasanbieter, die derzeit auch Neukund:innen annehmen und die einen Tarif ohne russisches Erdgas anbieten:

  • Polarstern Wirklich Ökogas enthält derzeit als einziges Produkt dieser Art auch tatsächlich immer 100 Prozent Biogas aus Biomasse, während Polarstern zugleich keine konventionellen Gastarife anbietet und darüber hinaus als Unternehmen überzeugend nachhaltig agiert.
  • Die Bürgerwerke bieten mit Bürgerwerke BürgerÖkogas 100% immerhin einen 100%-Biogas-Tarif an – nur dieser ist garantiert frei von (evtl. russischem) Erdgas, die anderen Tarife des Anbieter enthalten fossiles Gas.

Allgemein täte diese Branche gut daran, ihre Begrifflichkeiten verbindlich festzulegen. Wenn ihr das weiterhin nicht möglich ist, sollte der Gesetzgeber zeitnah eingreifen und festlegen, wann sich ein Gas „Bio-“ oder „Öko-“ nennen darf.

Zu Bedenken ist auch, dass nachhaltiges Gas derzeit nicht für Deutschland skalierbar ist. Sprich: Es existiert nicht genug Biogas aus 100 Prozent Biomasse, um unsere Heizungen und anderes zu betreiben. Hinzu kommt, das einige Experten es für nicht besonders klug halten, solches Gas zu verbrennen – sinnvoller wären Wärmepumpen, die nachhaltiges Gas verwenden.

In der Utopia-Bestenliste Die besten Ökogas-Anbieter findest du weitere Anbieter, die Mindestkriterien erfüllen:

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