Sodium Benzoate: Wie schädlich ist dieser Inhaltsstoff von Kosmetik?

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Sodium Benzoate ist ein umstrittener Inhaltsstoff, der vor allem in Kosmetik oft vorkommt. Wir erklären dir, welchen Zweck Sodium Benzoat hat und welche Gefahr von dem Stoff ausgeht.

Sodium Benzoate (Natriumbenzoat) sind die Salze der Benzoesäure und werden auf Verpackungen oft als E211 deklariert. Ganz natürlich kommt Benzoesäure in Benzoeharz sowie Honig und Milchprodukten vor. Hier ist die Menge aber so gering, dass sie als unbedenklich gilt. In anderen Lebensmitteln und in Kosmetik kommt der Stoff aber als Konservierungsmittel zum Einsatz und ist sehr umstritten.

Sodium Benzoate in Kosmetik

Sodium Benzoate stecken zum Beispiel in Duschgel.
Sodium Benzoate stecken zum Beispiel in Duschgel. (Foto: Sven Christian Schulz / Utopia)

Sodium Benzoate sind sehr gut wasserlöslich und als chemisch hergestellter Zusatzstoff in Kosmetik beliebt. Sie werden vor allem aufgrund drei Eigenschaften eingesetzt:

  • Konservierend: Der Stoff sorgt dafür, dass sich Bakterien und Schimmel nicht ausbreiten können.
  • Maskierend: Sodium Benzoate überdecken den möglicherweise unangenehmen Eigengeruch.
  • Korrosionshemmend: Die Verpackung wird vor Korrosion, etwa Rost, geschützt.

Außerdem setzen auch viele Lebensmittelhersteller Sodium Benzoate in ihren Produkten ein. Vor allem in Wurst, Konserven, Ketchup und anderen Soßen ist der Zusatzstoff enthalten. In Arzneimittel steckt der Stoff ebenfalls, zum Beispiel in Baldrianpräparaten. Die maximale tägliche Aufnahmemenge beträgt fünf Milligramm am Tag pro Kilo Körpergewicht.

Wie gefährlich sind Sodium Benzoate?

  • Eine Vielzahl an Studien ist zu dem Ergebnis gekommen, dass Sodium Benzoate allergische Reaktionen hervorrufen kann. Besonders betroffen sind Personen, die auch auf Aspirin und Salicylsäure allergisch reagieren oder Asthma haben.
  • Untersuchungen in den USA haben ergeben, dass der Stoff das Nervensystem beeinflusst und ADHS-Symptome hervorrufen kann.
  • Neue Forschungen zeigen, dass Sodium Benzoate auch zu genetischen Veränderungen führen können.
  • Besonders bedenklich ist die Kombination von Sodium Benzoaten mit Vitamin C: Tierversuche haben in Studien gezeigt, dass sie die Fortpflanzung beeinträchtigen kann. Außerdem steht sie im Verdacht, krebserregend zu sein.

Für Haustiere sind Lebensmittel mit Sodium Benzoate schon längst tabu: In den 1970er Jahren sind in einem Londoner Tierheim zahlreiche Katzen gestorben, nachdem sie mit Sodium Benzoate konserviertes Tierfutter gegessen hatten. Seitdem wird der Stoff nicht mehr für Hunde- und Katzenfutter verwendet.

Fazit: Sodium Benzoate möglichst vermeiden

Auch Naturkosmetik-Produkte - hier von dm - können Sodium Benzoate enthalten.
Auch Naturkosmetik-Produkte – hier von dm – können Sodium Benzoate enthalten. (Foto: Sven Christian Schulz / Utopia)

Sodium Benzoate sind offiziell zugelassene Zusatzstoffe, die in Kosmetik und Lebensmitteln vorkommen. Da alle Studien auf verschiedene Gesundheitsgefahren hinweisen, gibt es eine empfohlene Obergrenze, die nicht überschritten werden sollte: fünf Milligramm pro Kilo Körpergewicht am Tag.

Allerdings nehmen wir täglich Sodium Benzoate über so viele Lebensmittel und Kosmetik auf, dass wir diesen Maximalwert überschreiten können. Wir raten deshalb dazu, Produkte mit Sodium Benzoate vorsorglich soweit wie möglich zu vermeiden.

Bedenke: Chemische Zusatzstoffe braucht kein Mensch, sondern nur der Hersteller, um Produkte haltbar zu machen und Kosten zu senken. Dass es auch ohne geht, zeigen viele Naturkosmetik-Produkte – aber nicht alle. Denn Sodium Benzoate dürfen auch in Naturkosmetik verwendet werden – genau hinschauen lohnt sich also.

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