Solaranlage mieten: Die Vorteile im Überblick

Solaranlage mieten
Foto: CC0 / Pixabay / Hans

Eine Solaranlage zu mieten, kann eine gute Alternative zum Kauf sein. Wir zeigen dir, welche Vorteile eine gemietete Solaranlage hat und worauf du dabei achten solltest.

Solarstrom zu beziehen hilft nicht nur dem Klima, sondern kann sich auch finanziell für dich rechnen – vor allem auf lange Sicht. Doch nicht jede:r hat die finanziellen Mittel, eine Solaranlage zu kaufen. Die Investition kann sich schnell auf 10.000 Euro und mehr belaufen. Für diejenigen, die trotz bescheidener finanzieller Mittel an der Energiewende teilnehmen möchten, kann das Mieten einer Solaranlage eine echte Alternative darstellen.

Solaranlage mieten – wie funktioniert das?

Wie so oft kommt der Trend, Solaranlagen zu mieten, aus den USA. Mittlerweile können auch hierzulande Privatkunden eine Solaranlage mieten und ihren eigenen Strom produzieren. In den letzten drei Jahren verzehnfachte sich die Nachfrage nach Mietanlagen.

Das Prinzip ist im Grunde immer das Gleiche: Viele überregionale und lokale Anbieter haben mittlerweile die Vermietung von Photovoltaikanlagen mit in ihr Angebot aufgenommen. Dabei gibt es in der Regel eine Mietlaufzeit und eine monatliche Leihgebühr.

Der Anbieter Sunvigo zeigt auf seiner Seite ein Rechenbeispiel zu herkömmlichen Mietanlagen und einem Vertrag mit Sunvigo. Bei der Mietanlage liegt der erwartete Gewinn bei etwa 11.000 Euro, fest veranschlagte Vertragskosten von etwa 44.200 Euro schlagen zu Buche. Das Risiko ist dadurch allerdings eben auch eher gering. Dafür sind die Kosten nicht als Einmalzahlung zu leisten, sondern verteilen sich auf die gesamte Laufzeit. Das Gute: Bei den meisten Anbietern geht die Anlage nach Ende der Vertragslaufzeit in deinen Besitz über.

Solaranlage mieten oder kaufen: Welche Vorteile haben die Varianten?

Solaranlage mieten oder kaufen – beides hilft, dem Klimawandel entgegenzuwirken.
Solaranlage mieten oder kaufen – beides hilft, dem Klimawandel entgegenzuwirken.
(Foto: CC0 / Pixabay / gerhardt12)

Ob du nun eine Solaranlage mietest oder kaufst: Beide Varianten helfen dabei, den Klimawandel zu verlangsamen. Zudem bieten dir beide Varianten auch die Möglichkeit, unabhängiger von herkömmlichen Stromanbietern zu werden. Hast du so viel Fläche, dass du mehr Strom produzierst als du verbrauchst, kannst du mit beiden Varianten sogar Geld verdienen, indem du den überschüssigen Strom ins Stromnetz einspeist und somit verkaufst.

Vorteil der Mietanlage: Der größte Vorteil beim Mieten einer Solaranlage besteht darin, dass du dir die Anschaffungskosten sparst. Zudem liegen die Wartung, Reinigung und Versicherung der Anlage im Verantwortungsbereich des Vermieters. Darum brauchst du dich also nicht zu kümmern. Zu guter Letzt gehst du ein geringeres Risiko ein, technologischer Fortschritt und persönliche Umstände, die sich verändern kannst du besser begegnen bei einem Mietmodell.

Vorteil beim Kauf: Wenn du eine Solaranlage kaufst, gehört sie von Anfang an dir. Die Investitionssumme mag hoch sein, aber meist ist sie niedriger als die Summe, die du am Ende einer Mietlaufzeit gezahlt hättest. Hat sich deine Investition erst einmal rentiert, sparst du darüber hinaus auch weiterhin Stromkosten. Langfristig ergibt sich so also eine noch größere Ersparnis. 

Wann solltest du überhaupt über eine Solaranlage nachdenken?

Die Energiewende ist in vollem Gange und es hat ein Umdenken bei Privatverbraucher:innen und Firmen gleichermaßen stattgefunden. Es gibt kaum noch Grundvorraussetzungen, unter denen ein Bezug von Solarstrom nicht sinnvoll wäre. Warum die eigene Solaranlage die größte Ersparnis bringt wollen wir dir an einem kleinen Rechenbeispiel (von Solarenergie.de) erläutern:

Um die Rechnung möglichst anschaulich zu machen, legen wir die folgenden gerundeten Werte zugrunde:

  • Preis für Netzstrom: ca. 30 Cent pro kWh
  • Preis für selbst erzeugten Solarstrom: ca. 10 Cent pro kWh
  • durchschnittlicher Strombedarf eines 4-Personen-Haushalts: ca. 4.500 kWh pro Jahr

Es lassen sich demnach dank Solarstrom die Stromkosten um etwa 20 Cent pro kWh senken. Allerdings decken Privathaushalte in der Regel ihren Strombedarf nicht zu 100 %, sondern nur etwa zu einem Viertel bis zu einem Drittel durch eigenen Solarstrom. Gehen wir von einem Anteil von 30 % aus, so entspricht dies 1.350 kWh pro Jahr, die mithilfe einer eigenen Photovoltaikanlage gewonnen werden.

Sofern der Strom komplett aus dem öffentlichen Stromnetz bezogen wird, fallen Stromkosten von 1.350 Euro an (4.500 kWh x 30 Cent). Wird der Gesamtverbrauch jedoch anteilig mit 1.350 kWh selbst gewonnenem Solarstrom gedeckt, ergibt sich folgende Rechnung:

3.150 kWh (= 4.500 kWh – 1.350 kWh) x 30 Cent = 945 Euro für Netzstrom

1.350 kWh x 10 Cent = 135 Euro für Photovoltaikstrom

945 Euro + 135 Euro = 1.080 Euro Stromkosten gesamt

Der exemplarische Haushalt würde also seine Stromkosten deutlich senken, nämlich um 270 Euro pro Jahr (1.350 Euro – 1.080 Euro). Bei einer Photovoltaikanlage mit einer Lebensdauer von 30 Jahren ergibt sich somit eine Stromkostenersparnis von 8.100 Euro (30 Jahre x 270 Euro) über die gesamte Laufzeit.

Grundsätzlich lohnen sich Solaranlagen vor allem für Eigentümer von Ein- und Mehrfamilienhäusern und Unternehmen mit eigenen Immobilien. Ob es sich dann eher empfiehlt, eine Solaranlage zu mieten oder zu kaufen, hängt wiederum von den persönlichen und vor allem finanziellen Mitteln ab.

Private Solaranlagen fallen unter die Kategorie „bauliche Anlagen“. Sie bedürfen daher meist keiner behördlichen Genehmigung, solange das betroffene Gebäude nicht unter Denkmalschutz steht. 

Dächer mit Südausrichtung gelten als optimal für die Installation einer Solaranlage. Die Anlage belastet immer das Dach, weswegen du in jedem Falle eine:n Statiker:in hinzuziehen solltest. Wie groß die Anlage und somit der Ertrag ausfallen, hängt dann von der nutzbaren Dachfläche ab.

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