Sonnenblumen pflanzen: Standort, Zeitpunkt und Tipps zur Pflege

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Mit Sonnenblumen pflanzt du den Sommer in deinen Garten. Die gelben Blumen sind nicht nur schön, sondern auch äußerst nützlich. Erfahre hier, wie du sie ganz einfach pflanzt und pflegst.

Sonnenblumen pflanzen: nützlicher Farbtupfer im Garten

Sonnenblumen sind wichtig für Bienen
Sonnenblumen sind wichtig für Bienen
(Foto: CC0 / Pixabay / Alexas_Fotos)

Sonnenblumen sind eine Bereicherung für jeden Garten und Balkon. Ursprünglich stammt der Korbblütler aus Nord- und Mittelamerika und wurde Mitte des 16. Jahrhunderts nach Europa gebracht. Hier erfreuen sich die Sonnenblumen wegen ihre Größe und der gelben Blütenblättern großer Beliebtheit. Sonnenblumen können bis zu zwei Meter hoch werden, in selten Fällen sogar bis zu drei Meter. 

Indem du Sonnenblumen pflanzt, tust du vielen Tieren etwas Gutes: 

  • Die Kerne dienen Vögeln als Nahrung. Sie sind besonders fett- und eiweißreich
  • Für Hummeln und Bienen sind Sonnenblumen ein wichtiger Pollen- und Nektarlieferant. Die Bienen und Hummeln haben so mehr Nahrung, können besser überleben und so letztlich auch unsere Nutzpflanzen bestäuben.

Der richtige Zeitpunkt, um Sonnenblumen zu pflanzen

Auch im Topf kannst du Sonnenblumen pflanzen.
Auch im Topf kannst du Sonnenblumen pflanzen.
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Sonnenblumen müssen jedes Jahr neu ausgesät werden. Kühle Temperaturen mögen die gelben Pflanzen überhaupt nicht gerne. Daher solltest du nicht vor Ende April mit der Aussaat beginnen.

  • Stecke drei bis fünf Körner etwa zwei Zentimeter tief in die feuchte Erde.
  • Pflanze die Blumen in einem Abstand von mindestens 50 Zentimeter, damit sie sich nicht in die Quere kommen. 

Tipp: Du kannst Sonnenblumen auch schon ab Anfang März im Topf ziehen. Diesen solltest du an einem warmen und hellen Ort im Haus feucht halten. Ende Mai kannst du den Topf dann entweder nach draußen stellen oder die Pflanze in ein Beet setzen.

Standort für selbst gepflanzte Sonnenblumen

  • Als Standort für deine Sonnenblumen solltest du einen Teil deines Gartens oder Balkons wählen, an dem etwa fünf bis sechs Stunden am Tag die Sonne scheint. Sonnenblumen lieben es hell und warm.
  • Sonnenblumen brauchen ausreichend Platz: Im Idealfall können sie einige Meter hoch wachsen. Und auch die Blüten können einen Durchmesser von bis zu 50 Zentimeter erlangen. 
  • Wähle einen windstillen Ort. Denn bei starkem Wind könnte der Stiel umknicken. 

Sonnenblumen säen:

  1. Setze zwei bis fünf Sonnenblumenkerne direkt in Erde. Die Kerne sollten etwa zwei Zentimeter tief in der Erde sein. 
  2. Die Pflanzen sollten etwa 50 Zentimeter Abstand zueinander haben.
  3. Gieße die Pflanzen regelmäßig.
  4. Besonders gut wachsen die Pflanzen, wenn du den Boden mit etwas Kompost düngst.

Sonnenblumen im Topf anpflanzen

Mit der richtigen Pflege wachsen Sonnenblumen auch im Topf.
Mit der richtigen Pflege wachsen Sonnenblumen auch im Topf.
(Foto: CC0 / Pixabay / GregReese)
  1. Fülle einen kleinen Pflanztopf mit Erde.
  2. Stecke jeweils zwei bis fünf Sonnenblumenkerne etwa zwei Zentimeter tief in die Erde.
  3. Stelle den Pflanztopf an einen hellen und warmen Ort.
  4. Halte die Erde feucht, indem du sie regelmäßig gießt.
  5. Sonnenblumen sind Starkzehrer und benötigen entsprechend viele Nährstoffe. Dünge die Pflanzen deswegen ein bis zwei Mal pro Woche, zum Beispiel mit selbstgemachten Pflanzendünger.
  6. Ab Ende Mai kannst du die Sonnenblumen ins Freie setzen.
  7. Möchtest du die Blumen generell im Kübel oder Topf lassen, kannst du sie auch eher herausstellen. Hole sie aber ins Haus, wenn es Nachtfrost gibt.
  8. Pflanzen, die dauerhaft im Topf stehen, musst du nach einiger Zeit umpflanzen. Die Pflanztöpfe sollten dabei einen Mindestdurchmesser von 30 Zentimetern haben. Lass jeweils nur eine Sonnenblume pro Topf wachsen. Andernfalls können sich die Wurzeln nicht ausreichend ausbreiten.
  9. Als Topfpflanze eignen sich eher kleinere Sonnenblumensorten mit einer Wuchshöhe bis zu 120 Zentimetern. Das sind zum Beispiel die Sorten Garden Statement, Italian White oder Double Dandy.

Nach dem Pflanzen: Tipps zur Sonnenblumen-Pflege

  • Trockenperioden mögen Sonnenblumen überhaupt nicht. Sie brauchen viel Wasser. Regelmäßiges Gießen ist also Pflicht – besonders im Hochsommer.
  • Damit die langen Stile ab einer Höhe von 50cm nicht abknicken, kannst du sie als Stütze vorsichtig an einem Pfahl festbinden. 
  • Vor allem Jungpflanzen sind ein Leckerbissen für Schnecken. Deshalb solltest du die Sonnenblumen vor Schnecken schützen.

Bei guter Pflege kannst du dich bis zum Oktober an den Sonnenblumen erfreuen. 

Tipp: Sonnenblumenkerne ernten

Sonnenblumenkerne ernten und rösten
Sonnenblumenkerne ernten und rösten
(Foto: CC0 / Pixabay / AllNikArt)

Wenn nicht alle Kerne bereits von fleißigen Vögeln weggepickt wurden, kannst du sie auch selber ernten. Sonnenblumenkerne sind gesund – unter anderem enthalten sie neben Eiweiß viele B-Vitamine, Calcium und Magnesium. Mit dieser Vitaminbombe kannst du dein Müsli oder Salat aufpeppen. Die Kerne kannst du aber auch im nächsten Jahr für neue Sonnenblumen aussäen. So funktioniert die Ernte:

  1. Der beste Zeitpunkt ist im Herbst, wenn sich der Kopf der Sonnenblumenblüte ganz leicht vom Stil lösen lässt. Die Rückseite des Kopfes ist dann braun und fühlt sich trocken an.
  2. Im Haus kannst du den Kopf der Pflanze heftig schütteln. Die Kerne, die nicht rausgefallen sind, kannst du mit einer Bürste lösen.
  3. Im Anschluss wäscht du die Kerne gründlich in einem Sieb und legst sie zum Trocknen auf ein Handtuch.
  4. Willst du die Kerne essen, kannst du sie jetzt im Ofen rösten und verspeisen.
  5. Für die Aussaat im nächsten Jahr steckst du die Sonnenblumenkerne in eine Papiertüte und lagerst sie bis zum Frühling an einem trockenen Ort. 

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