Unverpackt einkaufen: Mit diesen 4 einfachen Tipps klappt es

Verpackungsfrei einkaufen, Stoffbeutel Tomate, Biomarkt
Foto: © Utopia/vs

Kennst du das? Kaum vom Einkaufen zu Hause angekommen, quillt der Mülleimer vor Plastikverpackung über. Aber es geht auch anders! Wir haben einfache Tipps für den unverpackten Einkauf.

Wir Verbraucher ärgern uns oft über Mogelpackungen, dreifach verpackte Produkte oder einfach die Zucchini, die im Plastik-Papier-Bett ruht. Das muss nicht sein, der Verpackungswut im Supermarkt kannst du trotzen.

1. Verpackungssünden meiden und Geld sparen

Kartoffeln unter Klarsichtfolie? Eine Handvoll Obst in dicker Plastikdose? Salat versteckt unter einem Plastikberg? Mach diesen Zirkus nicht mit und meide konsequent solche Verpackungssünden. Damit sparst du oft sogar noch Geld, denn die „To-Go-Snacks“ sind deutlich teurer als die vergleichbare Menge Lebensmittel unverpackt.

2. Stoffbeutel und Box mitnehmen

Mit Beutel ist nicht der gute alte Jute-Beutel gemeint (der natürlich beim Einkauf immer dabei ist), sondern ebenfalls ein kleiner Beutel für Obst und Gemüse. Schließlich bedeutet verpackungsfrei einkaufen auch, die kleinen Plastikbeutel in der Gemüseabteilung zu vermeiden.

Wir haben in unserem Praxistest im Supermarkt, Bioladen und Discounter getestet, wie die Verkäufer auf unseren mitgebrachten kleinen Stoffbeutel reagieren. Fazit: Nirgendwo gab es Probleme, wir konnten in jedem Laden den Stoffbeutel für Obst und Gemüse nutzen. Man darf vor dem Einkauf nur nicht vergessen, den Beutel mitzunehmen. Übrigens haben wir den kleinen Stoffbeutel auch beim Bäcker über die Theke gereicht und brauchten somit keine Einmal-Papiertüte.

Edeka Frischetheke weniger Plastikmüll
Jetzt auch ohne Schleuse: einfach die mitgebrachte Box über die Theke reichen (Foto © Dieter Hieber)

In manchen Läden, so wie in einigen Edeka-Filialen, darf man Käse, Wurst und Antipasti an der Frischetheke in mitgebrachten Boxen abfüllen lassen. Frag doch mal bei deinem Supermarkt nach, vielleicht geht es dort ebenfalls.

3. Ein Zeichen setzen und Verpackung im Laden lassen

Bist du verärgert über die Menge an Verpackung, die du unfreiwillig mit deinen Lebensmitteln gekauft hast? Dann lass die Verpackung doch einfach im Laden. Laut Verpackungsordnung müssen Geschäfte sogenannte Umverpackungen im Laden zurücknehmen. In Supermarkt und Drogerie gibt es daher meist hinter dem Kassenbereich Mülleimer für die verschiedenen Verpackungsstoffe. Umverpackungen sind solche, die man eigentlich nicht für den Schutz oder den Transport des Produktes braucht. Ein Beispiel ist die Papierbox, in der manche Zahnpasta-Tuben eingepackt sind.

Lässt du den Müll im Laden, setzt du zumindest ein kleines Zeichen – und musst nicht zu Hause den Müll herunterbringen.

4. Gehe in Unverpackt-Läden

Warum nicht gleich in Läden gehen, die jegliche Lebensmittel unverpackt anbieten? Unverpackt-Läden (und natürlich auch Wochenmärkte) bieten Waren „offen“ an. Dort kannst du dir die gerade benötigte Menge selbst abfüllen oder einpacken und auf diese Weise plastikfrei einkaufen. Egal ob Nudeln, Reis, Hülsenfrüchte, Kaffee, Süßwaren, Seife oder Waschmittel: Hier bekommst du fast alles als lose Ware. Mittlerweile gibt es immer mehr Unverpackt-Läden, schau in unserer Liste, ob einer in deiner Nähe ist.

Doch wie sieht es mit Getränken aus? Wasser unverpackt einkaufen, wie soll das gehen? Nimm in diesem Fall einfach Leitungswasser. Das ist in manchen Fällen qualitativ sogar noch besser als Mineralwasser, wie die Stiftung Warentest herausfand.

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(2) Kommentare

  1. Zusätzlicher Tip: Glas-Pfandflaschen! Es gibt sie noch: Wir kaufen Milch, Sahne, Joghurt,Mineralwasser, Obstsäfte, Cola und Limonade in Glas-Pfandbehältern. So vermeiden wir die Kontamination unserer Lebensmittel mit chemischen Inhaltsstoffen aus Plastikverpackung (z. B. Tetra-Pak) und erzeugen keinen Müll. Anders als die Plastik-Pfandflasche, die nach der Rücknahme geschreddert und zu minderwertigeren Produkten verarbeitet wird, werden die Glasbehälter gereinigt und wieder befüllt. Leider sind die Glasbehälter in den letzten Jahren immer seltener geworden. Aufgrund des Gewichtsvorteils wurden sie durch Plastikflaschen ersetzt. Aber mal ehrlich: Das ging doch früher auch. Viele Menschen sind beim Wocheneinkauf ohnehin mit dem Auto unterwegs. Wir setzen (zusätzlich zur Beachtung der o.g. Tipps) durch den Kauf von Produkten in Glas-Pfandbehältern ein Zeichen gegen Verpackungsmüll und Plastikverwendung.

  2. Da wir bei der solidarischen Landwirtschaft mitmachen, müssen wir immer einen Einkaufskorb mitnehmen. Außerdem benutzen wir Papiertüten mehrmals. Milch, Joghurt bekommen wir immer in Pfand-Glasflaschen und Käse wird an der Theke geschnitten und kann dan gleich in die Käsebox gelegt werden. So vermeiden wir schon mal einen ganze Menge an Verpackungsmüll.

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