Wäschetrockner-Test: Diese Testsieger sparen Strom und Geld

Wäschetrockner
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Sie gehören zu den größten Energiefressern im Haushalt: Wir zeigen dir, welche Wäschetrockner im Test bei Stiftung Warentest am Besten abschneiden und gleichzeitig Umwelt und Geldbeutel schonen.

Wäschetrockner arbeiten meist nach dem Fön-Prinzip: Man erhitzt Luft und leitet sie durch die Waschmaschine. Weil heiße Luft mehr Feuchtigkeit speichern kann als kalte, transportiert man auf diese Weise die Feuchtigkeit aus der Maschine hinaus.

Auf diese Weise werden Wäschetrockner zu Geld-Schluckern und Umwelt-Sündern, denn Luft zu erhitzen kostet viel Strom. Hier erfährst du, was du beim Neukauf und während der Nutzung beherzigen solltest, um Geld zu sparen und die Umwelt zu schonen. Vorweg: Im Vergleich ist Wäsche trocknen an der Leine immer noch am Nachhaltigsten.

Wenn du dennoch einen Wäschetrockner anschaffen möchtest, solltest du auf dessen Energieeffizienz achten: Während bei anderen Produktsparten die EU Regelung der Energieeffizienzklassen zeitnah in eine Kategorisierung ohne A+, ++ und +++ umgewandelt wird, werden bis 2024 bei Wäschetrocknern noch die A-Plus Klassen verwendet.

Somit sind bis auf Weiteres Modelle mit der aktuell höchsten Klasse A+++ in aller Regel vorzuziehen. Anstatt bei der Energieeffizienz jedoch auf diese Herstellerangabe zu vertrauen, hat Stiftung Warentest bei den folgenden Testsiegern den tatsächlichen Stromverbrauch unter realeren Nutzungsbedingungen gemessen.

Wäschetrockner Test 2021 von Stiftung Warentest

In Ausgabe 09/2021 hat Stiftung Warentest 16 Trockner mit Wärmepumpe getestet. Preislich lagen sie zwischen 390 und 930 Euro. Zwar gibt es nach wie vor auch billigere Geräte ohne Wärmepumpe, von diesen raten die Tester:innen aber wegen ihrer viel schlechteren Energie- und damit auch Kostenbilanz ab.

Ganze 14 von 16 Modellen erhielten im Wäschetrockner-Test 2021 die Gesamtwertung „gut“. Generell ist jedoch beim Kauf eines Billigmodells Vorsicht geboten: einige der günstigeren Wäschetrockner verbrauchten im Test so viel Strom, dass die Betriebskosten die Ersparnis potenziell übersteigen. Zudem waren im Test auch Modelle, die das Kältemittel Tetrafluorethan einsetzen. Dieses ist bei unsachgemäßer Entsorgung sehr klimaschädlich, weshalb diese Produkte nicht empfehlenswert sind.

Testsieger Gesamtwertung: AEG T9ECOWP / T9DE79685

Mit rund 800 EUR Verkaufspreis schnitt ein eher teures Modell von AEG im Test insgesamt am Besten ab (Gesamtnote 1,9). Damit führt der Wäschetrockner derzeit die lange Liste der 106 in diesem Bereich getesteten Produkte bei Stiftung Warentest an. Er wird vom Hersteller baugleich unter zwei Bezeichnungen als AEG T9ECOWP sowie als AEG T9DE79685 angeboten.

Wäschetrockner AEG T9DE79685
Der Gesamtsieger: AEG T9ECOWP / T9DE79685 (© AEG.de)

Bei den Umwelteigenschaften war der AEG T9ECOWP / T9DE79685 mit der Note 1,7 mit an der Spitze der getesteten Modelle. Er überzeugte die Tester:innen darüber hinaus auch in allen anderen Kategorien – nämlich Trockenleistung, Handhabung sowie Sicherheit und Verarbeitung.

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Preis-Leistungs-Sieger: Beko DE744RX1

Dieses Modell hatte Stiftung Warentest bereits 2020 im Wäschetrockner-Test, es konnte sich mit rund 485 Euro Anschaffungspreis aber auch im Jahre 2021 wieder als Preis-Leistungs-Sieger (Gesamtnote 2,2) durchsetzen.

Wäschetrockner Beko DE744RX1
Preis-Leistungs-Sieger: Beko DE744RX1 (© Beko.com)

Der DE744RX1 von Beko verhielt sich beim Stromverbrauch ähnlich sparsam wie die teureren Topmodelle in den Tests und bekam daher die Note 1,8 bei den Umwelteigenschaften. Kleinere Abstriche wurden im Test lediglich bei der Trockenleistung (Note 2,2) und Handhabung (Note 2,4) festgestellt.

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Wäschetrockner kaufen – auch eine Umwelt-Frage

Knapp die Hälfte aller Haushalte in Deutschland verwenden Wäschetrockner, und diese Haushalte wenden nach Schätzungen zehn Prozent ihrer Stromausgaben für ihre Wäschetrockner auf. 16 Gigawattstunden Strom könnten laut Verbraucherzentrale pro Jahr gespart werden, wenn die Deutschen A+++-Trockner statt A++ verwenden würden (Quelle).

Wäschetrockner und Umwelt: Achte auf niedrigen Stromverbrauch!
Wäschetrockner und Umwelt: Achte auf niedrigen Stromverbrauch! (Foto: © by-studio - Fotolia.com)

Vor dem Kauf eines Wäschetrockners mit seinen Strom-Folgekosten solltest du dir überlegen, ob es nicht auch ganz ohne geht. 

Wäschetrockner mit Energieeffizienzklasse A+++

Achte beim Kauf sowohl auf die Energieeffizienzklasse als auch auf den jährlichen Stromverbrauch. Der Markt bietet viele Geräte: Am energieeffizientesten sind Trockner mit einem A+++-Energielabel. Damit kannst du ordentlich Strom sparen: Ein Trockner der Effizienzklasse A+++ ist rund 60 Prozent sparsamer als ein Gerät der Effizienzklasse B.

Wahr ist zwar auch: A++-Geräte sind oft etwas billiger als Wäschetrockner A+++. Doch über die Zeit gerechnet hebt die Stromersparnis des A+++-Wäschetrockners den Preisvorteil des weniger energieeffizienten Modells wieder auf. Je öfter du den Trockner verwendest, desto wichtiger und günstiger wird es, auf A+++ zu setzen (noch besser wäre aber die Wäscheleine). Mehr zum Thema Energieeffizienzklassen findest du hier:

Feuchtegesteuert statt zeitgesteuert

Ein energiesparender Trockner sollte feuchtegesteuert sein. Das bedeutet, dass der Wäschetrockner den Trockenvorgang stoppt, sobald der eingestellte Feuchtegrad der Wäsche erreicht, sie also „trocken“ ist.

Zeitgesteuerte Wäschetrockner stoppen hingegen nach einer bestimmten, durch den Nutzer eingestellten Zeitspanne. Üblicherweise laufen zeitgesteuerte Wäschetrockner also länger als notwendig, was zu einem höheren Energieverbrauch führt.

Wärmepumpentrockner sind am energieeffizientesten

Es gibt drei Typen von Wäschetrocknern: Kondensationstrockner, Wärmepumpentrockner und Ablufttrockner. Wir raten dir zu einem Wärmepumpentrockner: Dieser arbeitet ökologischer als Abluft- oder Kondensationstrockner. Das belegte inzwischen auch der oben genannte Test von Stiftung Warentest.

Wärmepumpentrockner verbrauchen zwischen 50 bis 30% der Energie eines Trock­ners ohne Wärmepumpe. Das liegt daran, dass sie einen Teil der Abwärme erneut zum Trocknen nutzen können. Auch arbeiten sie mit geringeren Temperaturen, was die Wäsche schont.

Auch auf unserer Bestenliste Wäschetrockner sind nur Wärmepumpentrockner verzeichnet. Lies dazu auch:

Kondensations-Effizienzklasse A oder B

Wenn es doch ein Kondensationstrockner sein soll, dann zumindest einer mit Kondensationseffizienzklasse A oder B. Bei Kondensationstrocknern kann nicht die gesamte Wassermenge, die der nassen Wäsche entzogen wurde, im Kondensationsbehälter gesammelt werden – ein Teil entweicht in den Raum.

Bei der Kondensationseffizienzklasse handelt es sich um das Mengenverhältnis des im Kondensationsbehälter gesammelten Wassers zum insgesamt beim Wäschetrocknen entzogenen Wasser. Grundsätzlich gilt: Je schlechter die Kondensationseffizienzklasse, desto feuchter wird deine Wohnung.

Dies kann nicht nur Schimmelbildung begünstigen, sondern führt auch dazu, dass du häufiger lüften musst. Auf diese Weise kann in der kalten Jahreszeit Heizenergie verloren gehen. Deshalb führen wir auf unserer Bestenliste nur Trockner mit Kondensationseffizienzklasse A.

Gas-Ablufttrockner

Gas besitzt niedrige Emissionswerte, daher können gasbeheizte Ablufttrockner als klimafreundlicher gelten als Stromtrockner. („Umweltfreundlich“ sind sie deswegen nicht, sie verbrauchen immer noch fossile Brennstoffe – wir raten hier zu Ökogas-Anbietern.)

Aber: Das gilt vor allem bei dreckigem Strom. Je grüner unser Strom wird, desto weniger problematisch ist seine Verwendung – wir raten daher zu Ökostrom-Anbietern.

Wäschetrockner A+++: Größe an Waschmaschine ausrichten

Wähle die maximale Füllmenge der Trommel passend zu deiner Waschmaschine. So kannst du sicher sein, dass eine gesamte Waschmaschinenladung in deinen Trockner passt. Bei einem zu großen Wäschetrockner ohne Beladungserkennung läufst du Gefahr, dass du diesen nur teilbelädst und damit ineffizient betreibst.

Lies dazu auch:

Tipps für die sparsame Nutzung des Wäschetrockners

Wenn du dich für einen stromsparenden Wäschetrockner entschieden hast, ist der erste Schritt getan. Doch genauso wichtig ist es, den Trockner energieeffizient zu nutzen, um Energie, Wasser und Kosten zu sparen. Von den folgenden Tipps profitieren die Umwelt und dein Geldbeutel.

Reinige regelmäßig das Flusensieb

Die regelmäßige Reinigung des Flusensiebs beugt längeren Trockenzeiten vor und spart Energie. Dasselbe gilt bei Wärmepumpentrocknern für die Wärmepumpe. Ist dein Wäschetrockner mit einer Selbstreinigungs-Funktion ausgestattet, wird dir die Arbeit abgenommen.

Waeschetrockner immer voll beladen
Der Wäschetrockner sollte immer voll beladen werden. (Foto: © Nik Macmillan - unsplash.com)

Wäschetrockner immer voll beladen

Schalte den Wäschetrockner nur voll beladen an. Der Einfluss der Beladungsmenge auf den Energieverbrauch ist zwar beim Trockner nicht ganz so hoch wie bei einer Waschmaschine, aber auch hier lässt sich Geld und Energie sparen.

Wäsche vor dem Trocknen mit mindestens 1.200 Umdrehungen waschen

Je trockener deine Wäsche aus der Waschmaschine kommt, desto weniger Energie wird durch den Trockner verbraucht. Stelle daher die Waschmaschine auf mindestens 1.200 Umdrehungen pro Minute. Beim anschließenden Trocknungsvorgang lassen sich so im Vergleich zu 800 Umdrehungen bis zu 30 Prozent Strom einsparen.

Bügelwäsche mit Sparprogramm trocknen

Trockne deine Bügelwäsche mit einem Sparprogramm, da diese noch Restfeuchte enthalten darf und nicht schranktrocken sein muss. Mit einem Eco-Programm sparst du im Vergleich zu einem konventionellen Trockenprogramm bis zu 20 Prozent Strom.

Mehr aus der Ratgeber-Reihe „Geräte mit niedrigem Stromverbrauch kaufen“:

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