Wasser trinken: so viel ist gesund

Wasser trinken ist wichtig
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Wasser trinken ist wichtig. Aber wie viel sollen wir trinken, um gesund durch den Tag zu kommen? Wir verraten es dir und geben dir weitere Tipps für dein Trinkwasser.

Darum ist Wasser trinken so wichtig

Wasser ist gut für unsere Gesundheit
Wasser ist gut für unsere Gesundheit
(Foto: CCO Public Domain/pixabay/silviarita)

Ohne Wasser geht nichts im Körper. Selbst die Bandscheiben machen uns Probleme, wenn wir nicht ausreichend Flüssigkeit zu uns nehmen. Denn Wasser ist Bestandteil aller Körperzellen und ist nötig für den Stoffwechsel. Wasser regelt die Körpertemperatur, nicht nur wenn wir im Sommer schwitzen. Trinken wir zu wenig, schadet das unseren Organen – und zwar allen. Außerdem brauchen wir ausreichend Flüssigkeit für Gehirn, Schleimhäute, Verdauung und Nieren. Auch unsere Haut profitiert vom Wassertrinken – sie wird dadurch schöner und reiner.

Wasser trinken: So viel ist gut für dich

Wie viel Wasser brauchen wir denn nun? Ein, zwei oder drei Liter? Die allseits bekannte Empfehlung: Zwischen 1,5 und zwei Liter Wasser am Tag (vgl. DEG). Einige Ärzte widersprechen dieser Empfehlung allerdings, wie ARD Plusminus berichtet. 

Ein Erwachsener nimmt durchschnittlich zwei Liter Wasser am Tag auf, erklärt ein Arzt in dem Beitrag von Plusminus. 0,7 Liter davon gelangen allein durch Nahrung in den Körper. Aktiv trinken müsse man also deutlich weniger als zwei Liter – und zwar immer nur dann, wenn man auch Durst hat.  

Hier zeigt sich ein weiterer Irrtum: Viele glauben man müsse trinken, bevor sich überhaupt ein Durstgefühl einstellt. So soll der Körper ständig mit ausreichend Flüssigkeit versorgt bleiben. An diesem Argument ist jedoch nichts dran, erklärt Ernährungswissenschaftler Uwe Knop bei Spiegel Online: „Durst ist ein Signal des Körpers. Damit will er sagen: Ich brauche jetzt Wasser, nicht früher und nicht später.“

Bei Kleinkindern und älteren Menschen gelte das allerdings nicht zwangsläufig – sie haben häufig Probleme mit ihrem Durstgefühl. Bei ihnen macht es also unter Umständen Sinn darauf zu achten, dass sie ausreichend trinken. 

Woher kommt die zwei Liter-Regel?

Im Regelfall soll man nur so viel trinken, wie man Durst hat. Aber woher kommt dann die „zwei-Liter-Regel“? Wie Plusminus berichtet, steckt dahinter wohl das geschickte Marketing von großen Wasserherstellern. 

„Nestle, Danone, Coca Cola, Pepsi, die arbeiten mit Ernährungsberatern, mit Gesundheitsexperten, mit Lehrern, zusammen – um ihre Version vom ‚gesunden Wassertrinken‘ zu promoten“, so Umweltschützerin Maude Barlow bei Plusminus. 

Weil Schulkinder angeblich zu wenig trinken, gibt es beispielsweise die Kampagne „Trinken im Unterricht“. Dahinter stecke der Verband der Mineralbrunnen. Coca Cola verbreite scheinbar seriöse Tabellen und Artikel mit übertriebenen Informationen zu Dehydrierung zur Verfügung. Mit den hauseigenen Wassermarken Apollinaris und Bonaqua profitiert der Konzern von der Angst vor Dehydrierung. 

Das solltest du beim Wassertrinken beachten

Wasser aus Plastikflaschen solltest du vermeiden
Wasser aus Plastikflaschen solltest du vermeiden
(Foto: CCO Public Domain/pixabay/congerdesign )

Anstatt dich zum Trinken zu zwingen, verlasse dich auf dein Durstgefühl. Trinke möglichst kein gekauftes Wasser aus Plastikflaschen. Viel besser ist es, wenn du Leitungswasser zu dir nimmst. In Deutschland hat das Wasser aus der Leitung eine sehr gute Qualität. Du kannst es also unbeschwert trinken und tust damit dir etwas Gutes, sparst Geld und vermeidest Plastikmüll und weite Transportwege für abgefülltes Wasser.

Für unterwegs kannst du dir ganz einfach eine Trinkflasche zum Auffüllen mitnehmen. Hier verraten wir dir, welche Trinkflaschen am besten sind. In vielen deutschen Städten gibt es mittlerweile Refill-Stationen, wie Geschäfte und Restaurants, in denen du deine Flasche mit Wasser auffüllen kannst. Achte dabei einfach auf den Refill-Sticker. Diese Karte zeigt dir, wo du Refill-Stationen findest. 

    Kann man zu viel Wasser trinken?

    Es ist möglich, auch zu viel zu trinken. Übertreiben solltest du es mit dem Wassertrinken aber auch nicht, ab einer gewissen Menge verdünnt das Wasser die Blutsalze (Elektrolyte) zu sehr und es kann in seltenen Fällen sogar zu einer Wasservergiftung kommen. 

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    (4) Kommentare

    1. Hallo,
      so unbedenklich ist es doch aber nicht Leitungswasser zu trinken oder?!
      Wenn man an den Artikel (Utopia) denkt, wo man doch herausgefunden hat das Mikroplastik sich im Leitungswasser wiederfindet auf Grund dessen, da Kosmetik und Pflegeartikel leider oft mit Plastik „angereichert“ werden und die Wasserfilteranlagen nicht in der Lage sind dieses Plastik herauszufiltern, da die Plastikrückstände im Einzelnen zu klein sind um rausgefiltert werden zu können.
      Oder was denkt Ihr hierüber?
      Auch dieses Plastik gelangt so unweigerlich in den menschlichen Organismus. 😞

    2. Viele angebotene Wässern enthalten zu wenig Mineralien und sind beim Sport nicht ganz so gut. Ich wurde mal gefragt ,ob ich gedopt wäre,als ich es mal geschafft hatte mehr zu trinken.Auch bei Kopfschmerzen hilft oft Wasser trinken.

    3. Es stimmt schon, daß Trinkwasser das am Besten überwachte Lebensmittel ist. Nur gibt es für jeden Stoff im Wasser Grenzwerte, und die sind zumindest umstritten, wenn nicht gar bestimmten Wasserverschmutzern gegenüber geschönt. Zudem ist der Wasserversorger nur bis zum Haupthahn im Haus (da wo die Wasseruhr sitzt) für die Qualität zuständig. Alles, was danach kommt, ist Sache des Hausbesitzers (der lt. Gesetz WHG damit Betreiber einer Wasserversorgungsanlage ist). Und wie es in diesen Leitungen ausschaut, ist zum Teil ekelerregend!

    4. Ich glaube, dass viele Menschen auch bereits in jungen Jahren – meist wohl ernährungsbedingt – schon kein natürlich funktionierendes Durstgefühl mehr haben.
      Ich zum Beispiel habe früher sehr wenig getrunken, oft nicht einmal einen halben Liter am Tag. Irgendwann (leider erst sehr spät) habe ich dann angefangen, immer ein volles Glas Wasser in meiner Reichweite stehen zu haben. Die ersten zwei, drei Wochen musste ich noch darauf achten, mehr zu trinken, irgendwann kam das Durstgefühl dann von ganz alleine wieder regelmäßig. Seitdem trinke ich auch im Winter ca. 2 Liter pro Tag, im Sommer (bin da aber auch immer sehr viel draußen und sehr aktiv) bis zu 4 Liter. Und es tut so gut!
      Solange man natürliches Wasser (gutes Quellwasser, ohne Kohlensäure und sonstige Zusätze, ohne Ozonbehandlung o.ä. und unter nicht zu hohen Druckverhältnissen abgefüllt) zu sich nimmt, kann man davon nur profitieren, solange man es nicht übertreibt. Wir holen unser Trinkwasser regelmäßig von einer schönen Quelle in der Nähe…

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