Zahnpasta selber machen

Zahnpasta selber machen
Foto: © Utopia/vs

Viele Dinge im Haushalt können wir selbermachen, statt sie zu kaufen. Hast du schon einmal daran gedacht, Zahnpasta selber zu machen? Es ist wirklich nicht schwer und das Ergebnis überzeugt.

Fünf Tuben Zahnpasta verbrauchen wir im Schnitt jährlich, dabei bleiben wir oft einer Marke treu. Mach doch deine eigene Marke, wir zeigen dir, wie Zahnpasta selber machen gelingt.

Zahnpasta ist übrigens nur eins von 15 Dingen, die du ganz einfach selber machen kannst.

Zahnpasta selber machen: die Zutaten

Für deine selbstgemachte Zahnpasta brauchst du:

  • 3 EL kalt gepresstes Biokokosöl
  • 3 EL Natron (Hydrogenkarbonat)
  • 1 TL Schlämmkreide (gibt es in der Apotheke, nach nicht-technischer Schlämmkreide fragen, und auch online)
  • 25 Tropfen Bio-Pfefferminzöl (z. B. von Primavera, gibt es im Reformhaus und online**)
  • Optional 1/4 TL Xylit (im Reformhaus, Bioladen oder online)

Xylit wird aus Birken- und Buchenrinde gewonnen und ist von Natur aus zuckerfrei. Es hat 40 % weniger Kalorien als Zucker, süßt aber genauso. Ideal also, um den Geschmack der selbstgemachten Zahnpasta abzurunden.

Zahnpasta selber machen: die Zutaten
Aus fünf Zutaten entsteht die Zahnpasta. (Foto: © Utopia/vs)

Dieses Rezept stammt aus dem Buch „Besser leben ohne Plastik“ von Anneliese Bunk und Nadine Schubert.

Zahnpasta selber machen: so geht es

Miss alle Zutaten ab und achte darauf, nicht zu viel Kokosöl zu nehmen, sonst wird die Zahnpasta später etwas zu fest. Erwärme dann das Kokosöl, bis es flüssig wird. Nimm es vom Herd und gib Natron, Schlämmkreide und ca. 1/4 TL Xylit hinzu. Verrühre die Zutaten mit einer Gabel, sodass keine Klümpchen entstehen. Gib zuletzt 25 Tropfen Pfefferminzöl hinzu und rühre die Zahnpasta erneut um. Fülle dann die Masse in ein leeres, ordentlich ausgewaschenes Schraubglas um. Verschließe es und lasse die selbstgemachte Zahnpasta abkühlen.

Fertig! So schnell ist dein Projekt „Zahnpasta selber machen“ gelungen. Doch wie gut macht sich die Zahnpasta im Praxistest? Wir haben es ausprobiert.

Zahnpasta selber machen: der Praxistest

Die abgekühlte Zahnpasta ist bei Zimmertemperatur von der Konsistenz her etwas weicher als Kokosöl, aber noch fester als konventionelle Zahnpasta. Wir empfehlen, sie mit einem sauberen Löffel oder Stäbchen aus dem Glas auf die Zahnpasta aufzutragen, damit keine Verunreinigungen durch den Bürstenkopf in die selbstgemachte Zahnpasta gelangen. Fülle sie in verschiedene kleine Schraubgläschen, falls du die Zahnpasta für mehrere Leute im Haushalt hergestellt haben solltest.

Die selbstgemachte Zahnpasta riecht angenehm nach Minze mit einer dezenten Kokosnote und steht somit dem frischen Geruch gekaufter Zahnpasta in nichts nach. Im Mund zergeht die Creme sehr schnell. Da sie hauptsächlich aus Kokosöl besteht, verflüssigt sich dieses in der warmen Umgebung der Mundhöhle. Die Zahnpaste schäumt nicht, was aber nichts über die Reinigungskraft aussagt. Wir stellen fest: Die Zähne fühlen sich geputzt an und ein frischer Minzgeschmack bleibt nach dem Putzen, wie bei konventioneller Zahnpasta. Ausprobieren lohnt sich!

Zahnpasta selber machen
Abkühlen lassen, dann kann es losgehen mit dem Zähneputzen. (Foto: © Utopia/vs)

Die Zahnbürste aus unserem Praxistest ist übrigens zur Hälfte kompostierbar. Wenn die Zahnbürste ausgedient hat, trennt man den Bürstenkopf vom Bambusgriff. Letzterer wandert dann auf den Kompost, der Bürstenkopf gehört in den Müll. Diese Zahnbürste von Hersteller Hydrophil gibt es zum Beispiel** im Hydrophil-Onlineshop, beim Avocado Store oder bei Amazon.

Habt ihr Erfahrungen mit selbstgemachter Zahnpasta gemacht? Hinterlasst uns einen Kommentar und berichtet von euren Erfahrungen.

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