Zedernholz: Das macht es so besonders

zedernholz
Foto: CC0 / Pixabay / djedj

Zedernholz ist der Oberbegriff für Holz, das von verschiedenen Zypressengewächsen stammt. Neben einem angenehmen Duft hat Zedernholz weitere spannende Eigenschaften.

Zedernholz ist eine besondere Holzart, die die Menschheit schon lange verwendet – und das nicht nur, weil es besonders angenehm riecht. In diesem Artikel erfährst du, welche Vorteile Zedernholz hat, welche Nachteile es dennoch gibt und wie Zedernholz bezüglich der Nachhaltigkeit abschneidet.

Grundlegendes zu Zedernholz

Zedernholz hat unterschiedliche Farben in einem Stamm.
Zedernholz hat unterschiedliche Farben in einem Stamm.
(Foto: CC0 / Pixabay / ariesa66)

Zedernholz kann von verschiedenen Zypressengewächsen stammen. Botanisch gesehen sind nur drei davon wirklich Zedern (botanisch Cedrus): die Libanon-, Atlas- und Himalaya-Zeder. Wenn das Holz von ihnen stammt, kann man von echtem Zedernholz sprechen. Tatsächlich ist das aber nur selten der Fall und das meiste Zedernholz stammt von anderen Zypressengewächsen, zum Beispiel der Western Red Cedar oder der spanischen Zeder. Ein klares Indiz für Zypressengewächse ist ein starker waldiger und harziger Duft, während das Holz einer echten Zeder nur schwach riecht.

Echte Zedern sind immergrüne Pflanzen. Die Nadelbäume wachsen sehr langsam, werden bis zu 20 Meter hoch und brauchen viel Licht, aber nur relativ wenig Wasser. Gegen Schädlinge und Krankheiten sind sie relativ resistent. Sie fühlen sich in Hochgebirgen wohl und sind nur in wenigen Regionen, wie den Alpen oder dem Himalaya zu finden.

Einige Zedern und manche Zypressengewächse sind vom Aussterben bedroht und stehen auf der roten Liste der IUCN. Das liegt zum einen an einer zu starken Abholzung, die daher rührt, dass Zedernholz schon lange im Schiffs- oder Hausbau oder zum Räuchern bei Ritualen verwendet wird. Aber auch die Klimakrise ist problematisch für Zedernholz, da zu warme Temperaturen die Zeder in immer höhere und kältere Regionen zurückdrängen.

Das Aussehen von Zedernholz ist ungewöhnlich. Wenn du dir einen Stamm im Querschnitt anschaust, kannst du verschiedene Farben erkennen. Das Kernholz im Inneren ist hellbraun bis rötlich; Das Splintholz, der Ring um das Kernholz herum, kann dagegen fast weiß sein. Die Maserung des Holzes ist sehr fein und gleichmäßig.

Diese Eigenschaften hat Zedernholz

Zedernholz bringt viele positive Eigenschaften mit:

  • Zedernholz ist ein eher leichtes Holz, aber trotzdem sehr fest und kaum biegbar.
  • Es kann gut bearbeitet werden.
  • Insgesamt ist Zedernholz sehr langlebig, sogar wenn es im Wasser ist.
  • Zedernholz trocknet schnell.
  • Die ätherischen Öle im Holz wirken unter anderem schleimlösend, antibakteriell, entzündungshemmend und immunfördernd.

Tipp: Beim ätherischen Zedernöl solltest du unbedingt darauf achten, dass es nicht von Zypressengewächsen, sondern von echtem Zedernholz stammt. Den Grund dafür kannst du hier nachlesen: Zedernöl: Wirkung und Anwendung des vielseitigen Öls.

So kannst du Zedernholz und Zedernholzöl verwenden

Zedernholz eignet sich auch für Hausverkleidungen.
Zedernholz eignet sich auch für Hausverkleidungen.
(Foto: CC0 / Pixabay / Wokandapix)

Zedernholz und das aus Zedernholz gewonnene Öl haben viele Anwendungsgebiete: 

  • Die ätherischen Öle können bei Atemwegserkrankungen wohltuend sein.
  • Der Duft kann dich entspannen und deine Stimmung verbessern.
  • Kleidermotten mögen den Geruch dagegen gar nicht. Du kannst sie mit Kugeln, Ringen oder gleich ganzen Kleiderbügeln aus Zedernholz präventiv fernhalten.
  • Verleihe Grillspeisen ein Räucheraroma, indem du ein Brett aus Zedernholz als Unterlage auf den Grill und unter dein Grillgut legst. Dafür musst du das Brett zuvor zwei bis drei Stunden wässern. Dann legst du es auf dem Rost direkt über die heißen Kohlen. Sobald es raucht, schiebst du es in einen Bereich mit kleiner Hitze.
  • Eine Einlegesohle aus Zedernholz hilft dir gegen stinkende Schuhe. Kaufen kannst du solche Einlegesohlen zum Beispiel im **Avocadostore.
  • Dank seiner Schädlingsresistenz und Langlebigkeit ist Zedernholz gut für Gartenmöbel oder Hausverkleidungen geeignet.
  • Aber auch für Möbel im Haus und für Parkettböden eignet es sich.

Darauf solltest du bei Zedernholz achten

Mit Blick auf die Nachhaltigkeit ist Zedernholz ein problematischer Fall. Echtes Zedernholz bekommt man kaum noch, weil die Zedern unter Naturschutz stehen und es kaum noch Bäume gibt. Durch das staatliche Forstschutzgesetz ist der Bestand heute streng geregelt und es kommt nur eine sehr geringe Menge des Holzes auf den Markt. Wenn du nachhaltige Möbel aus echtem Zedernholz kaufen möchtest, achte auf Anbieter, die mit dieser wertvollen Ressource verantwortungsvoll und nachhaltig umgehen. Ein Beispiel für Tische aus echtem Zedernholz ist Ecotable.

Als Alternative bietet sich Zedernholz aus nicht bedrohten Zypressengewächsen an. Informiere dich deswegen, von welcher Pflanze das Holz stammt, bevor du etwas aus Zedernholz kaufst. Eine Übersicht bedenkenlos zu kaufender Arten scheint es leider nicht zu geben. Du kannst dir behelfen, indem du bei der oben verlinkten IUCN nachschaust, ob sie die Art dort aufgeführen. In diesem Fall ist sie bedroht und du suchst am besten nach einer Alternative.

Positiv hinsichtlich der Nachhaltigkeit von Zedernholz können wir seine Langlebigkeit bewerten. Es wird dir lange Zeit erhalten bleiben, sodass du nicht alle paar Jahre neue Möbel kaufen musst. 

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