Zedernöl: Wirkung und Anwendung des vielseitigen Öls

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Zedernöl wird aus dem Holz des gleichnamigen Baumes gewonnen und beinhaltet zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe. Lies hier, wogegen das Öl wirkt und wie du es richtig anwendest.

Zedernöl gehört zu den ätherischen Ölen. Es wird durch Wasserdampf-Destillation aus Zedernholz gewonnen. Heutzutage kommen dafür vor allem Atlaszedern und Himalayazedern in Frage. Die ursprünglich verwendeten Libanon-Zedern stehen heute unter Naturschutz, weil es nur noch wenige Exemplare weltweit davon gibt.

Wertvolle Inhaltsstoffe im Zedernöl

Zedernöl beinhaltet eine Vielzahl von Inhaltsstoffen. Viele davon sind unersetzlich für den menschlichen Organismus. Einige wichtige sind die Folgenden:

  • Vitamine der Gruppen A, B, D, E und F
  • Kalium
  • Eisen
  • Magnesium
  • Natrium
  • knapp 20 verschiedene Aminosäuren: Sie regulieren den Stoffwechsel und stärken das Immunsystem.
  • Phospholipide: Die Stoffe regenerieren und entgiften Körperzellen.
  • Linolsäure: Der Stoff spendet Feuchtigkeit und wirkt entzündungshemmend.

Achtung: Da echte Zedern selten geworden sind, werden oft andere Öle – zum Beispiel aus Zypressengewächsen – als Zedernöl verkauft. Sie enthalten oft einen erhöhten Thujon-Anteil. In Maßen wirkt dieser Stoff entzündungshemmend, zu viel davon kann aber giftig sein und abtreibend wirken. Solche Öle solltest du – vor allem innerlich – auf keinen Fall anwenden.

Die vielfältige Wirkung des Zedernöls

Zedernöl wird gerne in der Aromatherapie eingesetzt.
Zedernöl wird gerne in der Aromatherapie eingesetzt. (Foto: CC0 / Pixabay / monicore)

Aufgrund seiner wertvollen Inhaltsstoffe kann Zedernöl gegen verschiedenste Probleme eingesetzt werden. Im Folgenden findest du nur einige der positiven Effekte des ätherischen Öls:

  • Zedernöl wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Dadurch eignet es sich hervorragend dazu, äußere Entzündungen zu bekämpfen und wirkt bakteriellen Infekten entgegen.
  • Das ätherische Öl löst Schleim bei Erkältungen und lindert starken Hustenreiz.
  • Auch auf unser Immunsystem hat das Öl einen positiven Effekt: Es stärkt die natürlichen Abwehrkräfte und hilft so, Krankheiten vorzubeugen.
  • Zedernöl kann sowohl bei äußeren als auch inneren Infekten angewendet werden. Vor allem Harnwegsinfekte wie zum Beispiel schmerzhafte Blasenentzündungen lassen sich damit gut behandeln.
  • Außerdem fördert es die Durchblutung und wirkt hautstraffend. So kannst du mit Zedernöl den Haarwuchs stimulieren oder Cellulite sowie Lymphödeme (Schwellungen in Armen und Beinen) damit bekämpfen.
  • Abgesehen von all den körperlichen Effekten wirkt sich das Öl auch auf unsere Psyche aus. Es fördert die Konzentration und Aufnahmefähigkeit, macht gute Laune und beruhigt bei Angst und Nervosität.

So wendest du Zedernöl bei der Körperpflege an

Zedernöl kann deine Haut und Haare auf viele verschiedene Arten pflegen:

  • Durchblutung anregen: Gib zehn Tropfen des Öls vermischt mit zwei Teelöffeln Honig in dein Badewasser. Regelmäßige Zedernöl-Bäder sorgen auch für eine straffere Haut.
  • Haut reinigen: Leidest du unter fettiger und unreiner Haut oder hast mit Pickeln und Akne zu kämpfen, kannst du das Öl auch in deinem Gesicht anwenden. Mische dazu drei bis vier Tropfen mit einer herkömmlichen Feuchtigkeitscreme oder Salbe. So linderst du Entzündungen und betroffene Hautpartien können schneller verheilen.
  • Schwellungen lindern: Wenn deine Arme und Beine öfter anschwellen, kann Zedernöl die Schwellungen etwas lindern. Gib einfach fünf bis sechs Tropfen in deine Bodylotion und creme dich täglich damit ein.
  • Kopfhaut und Haare pflegen: Auch bei Haarausfall, irritierter Kopfhaut oder Schuppen hilft das ätherische Öl. Mische sechs bis acht Tropfen in dein Shampoo oder deine Spülung und wasche dir wie gewohnt deine Haare.

Zedernöl: Einsatz in der Hausapotheke

Auch gegen Erkältungen kann Zedernöl helfen.
Auch gegen Erkältungen kann Zedernöl helfen. (Foto: CC0 / Pixabay / silviarita)
  • Gegen Erkältung: Bei Schnupfen und entzündeten Atemwegen kannst du das Öl zum Inhalieren verwenden. Koche dazu Wasser auf, gib es in einer Schüssel und füge drei Tropfen Zedernöl hinzu. Lasse das Wasser etwa zwei Minuten abkühlen. Beuge dich nun über den Dampf und lege ein Handtuch über deinen Kopf. Nimm einige tiefe Atemzüge – du kannst die Dämpfe bis zu zehn Minuten am Stück einatmen. Halte aber genügend Abstand zur Schüssel und achte darauf, dass du dir durch den anfangs sehr heißen Wasserdampf keine Verbrennungen zuführst.
  • Harnwegsentzündungen: Wenn du oft unter Blasenentzündungen, Schmerzen beim Wasserlassen oder Nierenschmerzen leidest, kann Zedernöl Abhilfe schaffen. Führe dazu zum Beispiel Sitzbäder mit dem Öl durch: Setze dich für ungefähr 15 Minuten in etwa 37 Grad warmes Wasser. Träufle vorher drei bis fünf Tropfen Öl hinein.
  • Ausschlag lindern: Gegen Hautausschläge kannst du Kompressen anfertigen und sie mit dem Öl beträufeln. Fülle dazu eine Schüssel mit zwei Liter warmem Wasser und träufle fünf Tropfen Zedernöl hinein. Tauche ein Handtuch hinein und lege es mehrfach gefaltet für eine halbe Stunde auf die betroffene Stelle.
  • Wundheilung: Wenn du kleinere Wunden hast, kannst du ihren Heilungsprozess mit Zedernöl beschleunigen. Es verhindert, dass sich die Verletzungen entzünden und beugt bakteriellen Infektionen vor. Im Gegensatz zu anderen ätherischen Ölen reizt echtes Zedernöl die Haut nicht. Deshalb kannst du es sehr sparsam direkt auf die Wunden auftragen. Wichtig: Das Öl fördert die Durchblutung stark. Deshalb darf es nicht auf frischen, noch blutenden Wunden angewendet werden. Warte, bis sich ein Schorf gebildet hat.

Weiterhin kannst du das Öl in Duftlampen einsetzen und zum Beispiel beim Arbeiten zu Hause nutzen. Der Geruch schüttet Serotonin aus und schärft deine Konzentration für einen längeren Zeitraum.

Wichtig: Da Zedernöl eine abtreibende Wirkung haben kann, sollten Schwangere es nicht benutzen.

Zedernöl gegen Insekten

Zedernöl kann deine Kleidung vor Motten schützen.
Zedernöl kann deine Kleidung vor Motten schützen. (Foto: CC0 / Pixabay / Foundry)
  • Gegen Motten: Anders als Menschen finden Motten den Geruch von Zedernöl überhaupt nicht angenehm. Wenn du deine Kleidung also vor den Insekten schützen willst, kannst du zum Beispiel deinen Kleiderschrank mit Zedernöl einreiben. Oder besprühe einen Wattebausch mit dem Öl und platziere ihn zwischen deiner Kleidung. Einer alten Bauernweisheit zufolge reicht bereits ein Stück Zedernholz im Schrank, um Motten zu verbannen.
  • Gegen Zecken: Auch Zecken schreckt der Geruch von Zedernöl ab. Trage an Arm- und Beingelenken sowie am Nacken einige Tropfen Zedernöl auf, bevor du durch dickes Gestüpp läufst. Noch wirkungsvoller sind aber langärmlige Pullover und lange Hosen.

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  1. Eine ergänzende Anmerkung: Zedernöl kommt auch in der Seifenherstellung zur Anwendung. Seifen profitieren von den antibakteriellen und reinigenden Eigenschaften von Zedernöl. Und natürlich auch vom natürlichen ‚Zedernduft. Wird verwendet z.B. in Soapwalla oder auch in Lima Cosmetics Seifen.