Weniger Plastik: Rewe und Penny verabschieden sich vom nervigsten aller Einwegplastik-Produkte

Fotos: © Rewe und CC0 Public Domain / Pixabay

Bei Rewe, Penny und den toom Baumärkten gibt es bald keine Plastikstrohhalme mehr zu kaufen. Die Rewe Group verbannt die Einweg-Halme aus allen Märkten – und führt dafür nachhaltigere Alternativen an.

Vor zwei Jahren schaffte Rewe die Plastiktüte ab – nun sind Plastikstrohhalme dran. In knapp 6000 Filialen der Rewe Group werden die Plastikhalme bald nicht mehr verkauft. Damit werden laut der Unternehmensgruppe mehr als 42 Millionen Einweghalme pro Jahr eingespart.

Plastikstrohhalme sind oft unnötig

Stattdessen gibt es dann ab Frühjahr 2019 Halme aus FSC/PEFC zertifiziertem Papier, Weizengras oder Edelstahl. Strohhalme aus solchen Materialen gibt es schon länger auf dem Markt, oft sind sie jedoch nur in Online-Shops oder ausgewählten Geschäften erhältlich. (Mehr Informationen: Strohhalme: Plastik-Alternativen aus Glas, Edelstahl und Stroh)

Plastikstrohhalme machen zwar nur einen vergleichsweise kleinen Teil des weltweiten Plastikmülls aus – dafür jedoch einen ziemlich unnötigen: Nur wenige Menschen brauchen wirklich einen Strohhalm zum Trinken, oft sind die Halme nur zu Dekorationszwecken im Getränk und landen nach kürzester Zeit im Müll.

Wichtiger Schritt von Rewe

Wenn die Plastikstrohhalme dann nicht fachgerecht entsorgt werden und in der Umwelt oder in Gewässern landen, können sie zur lebensbedrohlichen Falle für Tiere werden – wie folgendes Video zeigt. Zu sehen ist, wie eine Person einen zwölf Zentimeter langen Strohhalm aus dem Nasenloch einer Schildkröte zieht.

Strohhalme gehören laut Rewe Group außerdem zu den Artikeln, die weltweit am häufigsten als Müll an Stränden angeschwemmt werden. Dass Rewe und Co. Plastikstrohhalme nun komplett aus den Filialen verbannt ist ein wichtiges Signal, das hoffentlich auch andere Supermärkte inspiriert.

Wahrscheinlich hängt die Initiative auch mit den Diskussionen im EU-Parlament über ein mögliches Verbot von Einwegplastik-Artikeln zusammen. Die EU-Kommission hatte vor einigen Wochen ein Maßnahmenpaket vorgestellt, nach dem unter anderem Einweg-Plastikgeschirr und -Besteck, Strohhalme und Wattestäbchen aus Plastik verboten werden sollen. Der Vorschlag braucht allerdings noch die Zustimmung des EU-Parlaments und der Mitgliedsstaaten.

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(3) Kommentare

  1. Gut so!
    Ich habe noch die Zeit erlebt, als es die richtigen gelben Strohhalme gab.
    Sie haben uns auch gereicht, anstatt dauernd diesen Plastik-Mist und -Müll
    zu produzieren.
    Berge von Plastik jeden Tag.
    Weg damit. So viel wie möglich zu reduzieren, ist richtig.

  2. Super Presse. Weil Strohhalme das meist gekaufte Produkt sind. Und ich kaufe am Dienstag wieder meinen Salat von der hippen Mittagstheke bei Rewe. In der Plastikbox, weil es noch immer keine Waage gibt, die abwiegt, wie schwer meine Tupperdose ist. Und der Rewe Markt in der Leipziger Innenstadt hat seit circa einem Jahr Sushi, praktisch in Plastik verpackt für die schlanke Mittagspause. Greenwashing Deluxe diese Aktion. Mittagspausenplastik rein, Grillabendstrohhalme raus.

  3. Ich besitze seit ca. 25 Jahren Edelstahlröhrchen mit kleinen Löffelscheiben unten dran. Damit lässt sich super Eiskaffee löffeln und trinken und alles andere, wozu sonst Plastikhalme genutzt werden. Sie werden ganz normal abgespült und werden noch in weiteren 25 Jahren ihren Dienst tun. Den Hype um die „Strohhalme“ kann ich echt nicht verstehen.

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