Solo: Dieses „halbe Elektroauto“ könnte den Berufsverkehr revolutionieren

Foto © Electra Meccanica

Das Elektroauto „Solo“ aus Kanada spricht gezielt Pendler an, die sich durch den Berufsverkehr quälen müssen. Es ist halb Auto, halb E-Bike, schnell genug für die Autobahn und gar nicht teuer.

Das kanadische Elektroauto „Solo“ sieht aus, als hätte man ein Elektroauto in der Mitte abgesägt. Und das hat seinen Grund: Weil vier von fünf Berufspendler ohnehin meist alleine fahren, brauchen sie ja eigentlich den ganzen anderen Rest nicht – das viele Blech durch die Gegend zu fahren ist reine Energieverschwendung.

Das dachten sich auch die Entwickler von Electra Meccanica Vehicles in Kanada und bauten mit dem Solo ausdrücklich ein Elektroauto für den Berufsverkehr. Es verpestet die Luft nicht und fährt effizient und energiesparend. Wer es mit Ökostrom verwendet, reduziert seinen ökologischen Fußabdruck deutlich.

Solo: Elektroauto mit drei Rädern

Der Solo wiegt dank Leichtbaumaterialien weniger als 500 Kilo und hat nur drei, statt vier Räder. Das E-Auto ist vorne 1,2 Meter breit und insgesamt 3 Meter lang – und damit sogar kürzer als ein Fiat 500. Zur Ausstattung gehören beheizte Rückspiegel, LC-Bildschirm und Rückfahrkamera.

Dank 83-PS-Motor bringt es der Solo dennoch auf eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h. Sogar ein Urlaub ist denkbar: Das Fassungsvermögen des wie beim VW Käfer vorne liegenden Gepäckraums gibt Electra Meccanica nämlich mit 285 Litern an – „so viel wie beim Mercedes C300 Coupé“.

Solo: Elektroauto für Berufspendler
Solo: Elektroauto für Berufspendler (Foto © Electra Meccanica)

Als Energiezelle nutzt der Solo ein 16,1-kWh-Lithium-Ionen-Akku. Die Reichweite liegt bei etwa 160 Kilometer, so dass Pendler je nach Strecke nur ein oder zwei Mal pro Woche laden müssen. Die Ladezeit soll bei 3 Stunden liegen. Konzeptbedingt hat die Mischung aus E-Bike und E-Car nur einen Sitzplatz – es ist eben ein E-Auto speziell für Berufspendler, die aus irgendwelchen Gründen nicht den öffentlichen Nahverkehr oder Mitfahrgelegenheiten verwenden können.

Hinter dem Projekt stehen zwei Entwickler aus der Automobilbranche. Der Prototyp des E-Car entstand schon 2015, im September ging ein erstes Serienmodell vom Band. Die Website ist auch auf Mandarin zu haben, gewiss also möchte man mit dem Solo auch den chinesischen Markt ansprechen. Vorstellbar ist also auch, dass das kompakte E-Auto irgendwann in Europa zu haben sein könnte, denn hier haben Kleinwagen ja Tradition.

Solo: halbes E-Auto für Einzelpersonen
Solo: halbes E-Auto für Einzelpersonen (Foto © Electra Meccanica)

Das Elektroauto Solo kostet knapp 20.000 kanadische Dollar, das entspricht umgerechnet derzeit etwa 13.430 Euro. Bestellungen sind bereits möglich, derzeit aber nur in den USA und Kanada – via electrameccanica.com. Ein ähnlich kompaktes, sogar noch günstigeres Elektroauto findest du mit dem Renault Twizy (ca. 7000 Euro), den wir in der Bildergalerie Elektroautos: das sind die wichtigsten Modelle vorstellen.

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(4) Kommentare

  1. Wenn der „Solo“ etwas revolutionieren wuerde … so haette es der SPARROW schon vor 25 Jahren gekonnt … https://www.wired.com/2012/02/corbin-motors-sparrow/

    Ein paar dutzend sind von 1996-2000 verkauft worden (das heutige Modell sieht da wie eine moderne KOPIE aus) …

    Ein Tango 500 EV, Kewet, Think, CityEl, Twike, Hotzenblitz, Horlacher, … und wie sie alle heissen … haben leder nichts revolutioniert … statt dessen immer mehr PS und immer mehr Blech … es lebe der SUV-PANZER …

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