Solar Roof: Tesla beginnt mit Serienproduktion

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Foto © Tesla

Neuigkeiten von Teslas „Solar Roof“: Tesla hat mit der serienmäßigen Produktion der Solar-Dachschindeln begonnen. CEO Elon Musk hat die Tesla-Dachziegel mit integrierten Photovoltaik-Modulen schon länger auf dem Dach.

Auf das „Solar Roof“ von Tesla warten wir schon lange – mit etwas Verspätung ist vor einigen Wochen nun die Massenproduktion der Dachziegel gestartet. Seit Ende 2017 werden die Schindeln in der Fabrik des Solarzellenherstellers Solar City in Buffalo produziert.

Damit können zumindest Kunden in den USA die Tesla-Module schon bald bei sich installieren. Bislang wurden die Tesla-Dachziegel nur auf Häusern von Tesla-Mitarbeitern angebracht. Die Mitarbeiter sollten die Solardächer testen und helfen, sie zu verbessern.

Solar Roof in Deutschland?

Wie die Wirtschafts-Nachrichtenseite „Bloomberg“ berichtet, hat auch Tesla-CEO Elon Musk bereits Solar-Dachziegel auf seinem Dach. Mit dem Solar Roof will Tesla den Photovoltaik-Markt erobern – und die Chancen stehen gut: Die Dachziegel mit integriertem Photovoltaik waren schon früh komplett ausverkauft. Die hohe Nachfrage und die vielen Bestellungen hätten selbst Tesla überrascht, schreibt das Tech-Portal „Elektrek“.

Kunden können die Dachschindeln nach wie vor online vorbestellen und eine erste Anzahlung leisten (in den USA beträgt die Anzahlung 1000 Dollar, bei uns sind es 930 Euro). Es ist allerdings unwahrscheinlich, dass Neukunden in Deutschland das Dach  noch in diesem Jahr erhalten werden. Tesla muss nun zunächst die Warteliste von Kunden aus den USA abarbeiten.

Tesla Solar Roof erste Bilder
Ein fertiges Tesla Solar Roof. (Foto: © Tesla)

Tesla-Dachziegel gibt es in vier verschiedenen Designs

Die Tesla-Dachziegel bestehen aus Quarzglas mit integrierter Solartechnik. Zur Auswahl stehen dabei vier verschiedene Designs: strukturiert, glatt, „Toskana-Stil“ und „Schiefer-Optik“. Bislang lassen sich nur die strukturierten und glatten Solarziegel vorbestellen, die beiden anderen Varianten will Tesla aber auch noch in diesem Jahr anbieten. Von der Straße aus betrachtet sollen die Solarziegel wie herkömmliche Dachschindeln aussehen.

Tesla verspricht allerdings, dass das Solar Roof um einiges robuster ist als ein herkömmliches Dach. Die Solarziegel sind mit gehärtetem Glas beschichtet und laut Tesla dreimal so widerstandsfähig wie herkömmliche Dachziegel. Auf das Solardach gibt es eine unbegrenzte Garantie, die so lange gilt, wie das Haus steht. Mit einem Instagram-Video demonstriert Elon Musk, wie stabil die Dachziegel im Vergleich zu anderen sind:

Tesla Solar Roof in Kombination mit Powerwall

In Kombination mit Teslas Stromspeicher, der „Powerwall“, lässt sich die tagsüber gewonnene Solarenergie rund um die Uhr nutzen – unter anderem auch dafür, um Teslas Elektroautos aufzuladen.

Die Tesla-Dachziegel sind eine schöne Alternative zu den sonst eher wuchtigen Solarmodulen. Allerdings büßt durch das Design die Effizienz ein. Im Vergleich zu den herkömmlichen Modulen können die Tesla-Solarziegel nicht die gleiche Energiemenge umwandeln. Tesla spricht von zwei Prozent weniger. Das Unternehmen will aber daran arbeiten, die Effizienz zu erhöhen.

Kosten für das Solar Roof

Kunden in den USA zahlen für das Solar Roof etwa 21,85 US-Dollar pro Quadratfuß – ungefähr 20 Euro pro 0,093 Quadratmeter. Grob kalkuliert zahlen Kunden in Deutschland also etwa 200 Euro pro Quadratmeter.

Solardachziegel

Das Solardach von Tesla: Die Dachziegel sehen von der Straße aus wie gewöhnliche Dachschindeln aus.Laut Tesla ist das Solardach langfristig gesehen günstiger als ein normales Dach. Dank der Solarzellen würden nämlich keine Stromkosten mehr anfallen – oder zumindest würde die Stromrechnung deutlich niedriger werden. Damit zahle sich das Dach rein rechnerisch selbst wieder ab. Außerdem würden die Solar-Dachziegel den Wert des Hauses steigern.

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(7) Kommentare

  1. mh ich frag mich ob das wirklich günstiger ist als sich einfahc komplette module aufs dach zu bauen 😀 ausserdem bin ich mal gespannt wie haltbar/ belastbau die sind…. aber trotzdem ne schöne idee

  2. „Pro Quadratmeter fallen durchschnittlich etwa 1.000 W auf die Erde. Das ist eine ganze Menge Energie!

    Diese Energie ist 11.000 mal mehr, als die Menschheit benötigt.“

    Wer so ein Unfug auf seine Internetseite schreibt, kann nicht seriös sein! Und wo lasst ihr die Waver denn herstellen?

  3. 980 Euro für was?
    Noch nichts ist gesichert. Lieferung nach Europa/Deutschland unklar.
    Wie beim Auto. Billige Finanzierung durch Interessierte.
    Bereits vorhandene Alternative suchen.

  4. Ich bin normalerweise ein Freund von neuen Ideen von Tesla, nur beim Hausbau bin ich eher konservativ.
    Als erstes das Video: Dort wird eine Tonziegel (wie eine Biberschwanzziegel) und eine Schieferplatte zerstört. Beides in Deutschland inzwischen unüblich und wenn werden sie anders verlegt, so das die Stabilität noch höher wird (Schiefer wird auf vollflächige Schalung verlegt)
    Ein Ziegeldach oder auch aus Betondachsteine halten locker 40 Jahre. Ich bezweifele das die PV-Elemente ebenfalls so lange ihre Leistung bringen.
    Außerdem habe ich noch nichts zum Thema Montage und Installation gesehen.
    Die Montage und Verkabelung der bisherigen Systeme von Solarziegeln hat mich jedenfalls nicht überzeugt.

  5. Das ist wie bei Apple. Die könnte das neue iNothing für €1.000 anbieten, und genügend Dumme würden es kaufen. So ähnlich ist es bei Tesla. Selbst wer sogenanntes „Bio-Mineralwasser“ anbietet, kann ja mal schnell den Preis um 50 % anheben (tatsächlich geschehen) und es gibt immer noch Leute, die kaufen es. Oder Leitungswasser aus Norwegen in hübschen Glaskaraffen für etliche Euro den Liter.

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