Dieser Laden hat die perfekte Idee für überflüssige Stofftaschen

Stofftasche
Foto: Screenshot Twitter (uwesinha) und Utopia

Stofftasche statt Plastikbeutel – beim Einkaufen bringen viele ihre eigene Tasche mit. Viele von uns haben aber inzwischen viel zu viele Stoffbeutel – wohin also damit? Ein Bioladen hat eine geniale Idee.

Wer auf die Umwelt achtet, nimmt beim Einkaufen eine eigene Tasche mit und verzichtet auf eine Einweg-Papier- oder Plastikttüte. Und wer an die Umwelt denkt, seine eigene Tasche aber zu Hause vergessen hat, kauft an der Kasse dann oft eine neue Stofftasche statt einer Plastiktüte: Das Ergebnis: Viele von uns haben eine ganze Kollektion an Jutebeuteln – aber nur ein paar Exemplare davon verwenden wir auch wirklich regelmäßig.

Ein Bioladen in Berlin hat nun eine sinnvolle Lösung für alle, die nicht mehr wissen, wohin mit den ganzen Taschen. Kunden können ihre gebrauchten Stofftaschen einfach an das Geschäft „verschenken“. Grünschnabel wäscht die Beutel und verteilt sie dann an Kunden an der Kasse, die keine eigene Tasche mitgebracht haben. So müssen diese keine neu gefertigte Tasche kaufen.

Stofftaschen: Hohe Umweltbelastung

Die Aktion ist gleich aus mehreren Gründen genial: Zum einen liegen die Beutel nicht mehr ungenutzt in einer Schublade und verschwenden dort Platz. Zum anderen lassen sich so jede Menge Ressourcen einsparen.

Die Gewinnung und Verarbeitung etwa von Baumwolle benötigt nämlich viel Wasser, außerdem kommen beim konventionellen Anbau oft Pestizide zum Einsatz. Baumwollbeutel benötigen bei der Herstellung sogar deutlich mehr Ressourcen und Energie als Einweg-Plastiktüten. Entsprechend muss ein Beutel aus Baumwolle, Jute oder Flachs mindestens 25 Mal wiederverwendet werden, um dieses Defizit auszugleichen – mit der Idee von Grünschnabel sind die Tragetaschen wahrscheinlich deutlich häufiger im Einsatz.

Die Aktion kommt gut an

Ein Twitter-User ist auf die Aktion aufmerksam geworden und postete ein Foto aus dem Bioladen auf der Plattform. Sein Post zeigt, wie gut die Idee von Grünschnabel ankommt: Das Bild wurde inzwischen mehr als 1500 mal geliked. Ein User kommentiert beispielsweise: „Finde ich wirklich eine super Idee, könnten eigentlich auch mehr Supermärkte umsetzen“. Finden wir auch!

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(8) Kommentare

  1. In unserem Flohmarktladen in München (Flohpalast, Theresienstraße 81) lassen wir uns von unseren Kunden nicht mehr gebrauchte Tüten, egal ob aus Papier, Plastik oder Stoff, schenken.
    Wenn Kunden für ihren Einkauf eine Tüte brauchen, verkaufen wir sie für einen kleinen Betrag, den wir einer gemeinnützigen Organisation spenden.
    So können wir zweimal etwas Sinnvolles erreichen.

  2. Ein überflüssiges Kommentar Herr Rosenbaum. Sie haben das Thema verfehlt. Schulnote 6.

    Ich finde gut, wenn das Geld an eine gemeinnützige Organisation gespendet wird. Weiter so!

  3. Ich frage mich schon länger, wer eigentlich glaubt, die Plastikflut mit einer Flut von Stoffbeuteln (meist hässlichen Designs) dämmen zu können?
    Die Ökobilanz ist desaströs – der Artikel bestätigt es.

    Viele Ketten verzichten jetzt werbewirksam auf Plastiktüten und verkaufen dafür jetzt aber (meist sehr hässliche!) große Plastiktaschen. Große Augenwischerei!

    In England macht es sainsbury bereits lange vor – kompostierbare Jutetaschen von Designern, deren Verkaufserlös an gemeinnützige Einrichtungen gehen. Die Dinger sind heiß begeht, weil sie stylish und statement sind! Das nenn ich win-win.
    Da können sich diese langweiligen Ketten-Plastik-Shopper nur in der Halde verkriechen!

    Die Idee des Stoffbeutel Sharings hatte der Besitzer meines Bioladens in Essen bereits schon vor 25 Jahren!
    In seinem Laden gab es Stoffbeutel zum Teilen, „Unverpackt“ da, wo möglich, Flüssigseifen im Spender, cashback. Super.

    Ein nachträgliches Lob auf Norbert, der seiner Zeit in vielen Dingen voraus war und leider wegen eines Biosupermarktes nebenan schließen musste.

  4. Ich habe ernste Zweifel am Nutzen von Stoff, der nicht aus Ökoanbau kommt. Den kann man noch so oft verwenden, er wird nicht besser. Dann lieber Plastik, aber nach mehrfacher Verwendung recyceln. Und den Politilern ins Gesäß treten, die es nicht schaffen, Plastikmüll aus dem Gelben Sack hier zu verwerten mit gesetzlichen Vorgaben.

  5. Ich habe meine Stoffbeutel (entweder mit Werbung vom Bioladen drauf oder schönes Design – Blumen oder Tiere…) dezimiert, in dem ich schon lange immer 2 Stoffbeutel zum Einkaufen mitnehme. Bei jedem 3. Einkauf kann ich eine meiner Taschen an taschenlose Einkäufer verschenken, die sonst einen der o.g. Plastikbeutel oder eine neue Stofftasche gekauft hätten.

  6. Finde die Idee auch Super . Ich hab eigentlich auch eine Menge Stofftaschen da mein Mann die immer mal von der Arbeit mitbringt. Die Firma hat die seit etlichen Jahren mit Werbeaufdruck und jeder Kunde bekommt seinen Papierkram in eine gepackt. Wenn neue Arbeitskleidung verteilt wird is die auch immer in einer drin. Aber dadurch das im Familien und Bekanntenkreis alles mögliche in den Taschen verteilt und mitgegeben wird und die somit Routieren, sind mal ein Haufen da und mal nur wenige. Meine Hoffnung ist das die Taschen irgendwann mal im großem also überall ausgetauscht werden ähnlichem dem Pfandsystem. Dann wäre es keine Problem wenn man keine oder eine zu wenig zur Hand hat und es würden viel weniger Produziert werden müssen.

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