Umfrage Plastiktüten: Plastikfrei einkaufen ist in!

Umfrage: Plastiktüten plastikfrei einkaufen Jutebeutel
Foto: © Unsplash.com – Angelina Litvin

2016 war das Jahr, in dem in Deutschland Plastiktüten abgeschafft wurden. So könnte man zumindest meinen. Leider stimmt das nicht ganz: Bisher sind es Initiativen von einzelnen Händlern. Plastik im Alltag vermeiden kann aber jeder von uns.

Die Deutschen verbrauchen durchschnittlich 71 Plastiktüten pro Person im Jahr – damit liegen wir zwar deutlich unter dem EU-Durchschnitt (198 Stück), doch bis zum Jahr 2025 soll der Verbrauch auf 40 Tüten pro Kopf sinken, so eine neue EU-Richtlinie. Dabei kann jeder Mitgliedsstaat selbst entscheiden, wie er dieses Ziel erreicht.

Plastiktüten Verbrauch im EU-Vergleich, Infografik
Deutlich weniger Plastiktüten: 40 Stück sollen es EU-weit künftig nur noch sein. (Foto: © BMUB )

Tüte nur noch gegen Geld

Während Ruanda die Plastiktüte schon vor mehr als einem Jahrzehnt verboten hat, zog Marokko 2016 nach und verhängte ein landesweites Verbot von Plastiktüten. In Irland hat der Preis von 44 Cent pro Plastiktüte den Verbrauch deutlich reduziert: Statt 328 nutzten die Einwohner nur noch 18 Plastiktüten im Jahr 2010 (siehe Grafik).

Und auch in Deutschland tut sich was: Immer mehr Einzelhändler verbannen die Plastiktüte komplett aus ihren Kassenzonen, oder verlangen zumindest einen Preis dafür.

Diese Entwicklung ist die Folge einer freiwilligen Vereinbarung zwischen Handel und Politik – Deutschlands Antwort auf die EU-Richtlinie. Die teilnehmenden Unternehmen (aktuell 260 mit rund 45.000 Standorten) geben seit dem 1. Juli 2016 Kunststofftragetaschen nur noch gegen Entgelt ab. So soll der Verbrauch an Plastiktüten in Deutschland in den kommenden zehn Jahren fast halbiert werden.

Doch wie wirksam ist die freiwillige Vereinbarung wirklich? Das Umweltministerium überprüft die Entwicklung im Handel, nach spätestens zwei Jahren sollen Kunden dann mindestens 80 Prozent der Plastiktüten nur noch gegen Entgeld kriegen.

Kein Verbot der Plastiktüten

Die EU will also bis 2025 den Verbrauch von Plastiktüten deutlich reduzieren. Doch von einem kompletten Verbot von Plastiktüten kann man nicht sprechen. Denn: Die neue Richtlinie meint nur Plastiktüten mit einer Wandstärke von weniger als 50 Mikrometer.

Die ultraleichten Kunststofftüten, die wir für Obst und Gemüse kennen, sind davon ausgeschlossen. Ebenso sind besonders dickwandige Tüten von der EU-Richtlinie ausgenommen. In Deutschland jedoch sind die dickeren Plastiktüten in der freiwilligen Vereinbarung mit einbezogen. Ein komplettes Verbot wie in Ruanda oder Marokko planen die deutsche Politik und die EU derzeit nicht.

Wir freuen uns dennoch über diesen kleinen Schritte in Richtung Nachhaltigkeit und wollten von euch wissen: Wie transportiert ihr eure Einkäufe nach Hause?

Vorbereitet oder hochstapelnd: Utopia trägt plastikfrei

Die meisten der Umfrageteilnehmer auf Utopia.de waren scheinbar vorbereitet und zauberten an der Kasse eine Stofftasche, einen Jutebeutel oder eine wiederverwendbare Plastiktüte hervor. Vielleicht waren sogar ein paar mit einem Rucksack, einer Fahrradtasche oder einem Körbchen dabei? Das wissen wir nicht so genau – fest steht aber: 92 Prozent hatten eine eigene Tasche dabei. Diese Zahl zeigt: Einkaufen ohne Plastiktüte ist also kein Ding der Unmöglichkeit.

Und wenn man es so hält, wie weitere 6 Prozent unserer User, kann Einkaufen sogar zum akrobatischen Kunststück werden. So viele von euch tragen ihre Einkäufe nämlich ganz ohne Tasche nach Hause. Vielleicht waren es aber auch einfach nur vergessene Einzelteile, oder ein Apfel „auf die Hand“? Es lohnt sich auf jeden Fall, bei jedem Einkauf abzuwägen, ob die Plastiktüte wirklich notwendig ist.

Umfrage: Plastiktüten plastikfrei einkaufen Jutebeutel
Unvorbereitet geht kaum noch ein Utopist einkaufen (Foto: © Utopia.de)

Die übrigen zwei Prozent der Teilnehmer benötigten an der Kasse eine neue Tüte. Es ist ja auch nur menschlich, nicht immer perfekt vorbereitet zu sein. Interessant finden wir, dass genauso viele zur Plastik- wie zur Papiertüte griffen. Während die eine mittlerweile als Umweltsünde verschrien ist, haftet der anderen ein naturnahes Image an – vermutlich nicht zuletzt auf Grund des häufig bräunlichen Papiers. Dabei ist die Umweltbilanz der Papiertasche nicht zwangsläufig besser als die der Plastiktüte! Warum das so ist, erklärt im Detail ein TED Talk der Nachhaltigkeitsstrategin Leyla Acaroglu (Englisch mit deutschen Untertiteln).

Es gibt aber bereits smarte Ideen, die Papiertüte wirklich nachhaltig zu gestalten: durch schnell kompostierbares Papier, wie beim Tütle, oder durch cleveres Design, das zur dauerhaften Verwendung des PaperJohn anregen soll.

Alternative zu Plastiktüten: der beste Ersatz

Seit viele Händler nun Geld für die Plastiktüten verlangen, geht der Verbrauch zurück. Und die Hälfte der Deutschen verwendet die Plastiktüte laut Umfragen auch mehrmals wieder.

Aber was ist eigentlich die beste Alternative für die Umwelt? Wir wissen: Was die Ökobilanz betrifft, schneiden Papiertüten nicht besser ab als Plastiktüten. In der Herstellung sind diese nämlich sehr aufwendig, brauchen viel Wasser und Energie – dafür sind sie natürlich besser zu recyclen. Und auch Bioplastiktüten sind keine Lösung.

Zu empfehlen sind vor allem wiederverwendbare Leinenbeutel oder andere Stoffbeutel (kannst du auch selber nähen). Bei diesen gilt natürlich: Umso hochwertiger, desto langlebiger und besser für die Umwelt. Für Obst und Gemüse kannst du entweder einen Wäschesack nehmen, entsprechende Stoffbeutel kaufen oder dünne Beutel selber nähen.

Utopia meint: Wir sollten Plastiktüten vermeiden, wo es möglich ist: Mit der eigenen Tasche, dem Rucksack oder mit alten Tüten. Wenn es doch mal die Einwegtüte (Plastik oder Papier) war, dann nutze sie so oft wie möglich wieder. Erst, wenn sie zu dreckig oder zu kaputt ist, kannst du sie als Müllbeutel für den Gelbe-Tonne-Abfall nutzen.

Wir finden es außerdem spitze, dass immer mehr Einzelhändler und Lebensmittelgeschäfte die Plastiktüten an der Kasse abgeschafft haben. Und freuen uns, dass ihr Utopisten sie nur in Einzelfällen durch Einweg-Papiertüten ersetzt, sondern lieber vorbereitet einkaufen geht oder im Zweifelsfall kreativ werdet. Lasst uns jetzt gemeinsam daran arbeiten, Plastik auch an anderen Stellen zu vermeiden um unsere Umwelt zu schützen.

Wie umgehst du Plastiktüten im Alltag? Hast du immer einen Stoffbeutel dabei? 

Weiterlesen auf Utopia.de:

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(28) Kommentare

  1. Ich hab zumindest für Lebensmittel noch nie verstanden warum die Leute Tüten verwenden. Das beste sind Körbe. Da lauf ich wenigstens nicht Gefahr das die Sachen kaputt gedrückt werden da ich alles ordentlich reinstellen und stapeln kann. Ausserdem kann man die auch gut mal abstellen ohne Angst haben zu müssen das sie umfallen und alles rauskullert. Für andere Einkäufe oder spontanen Transportbedarf hab ich immer eine Tragetasche in der Handtasche die klein zusammen gefaltet und in ein Täschen gesteckt wird.

  2. Als ich vor einiger Zeit in meiner örtlichen Apotheke war und über €100 für einige Medikamente dort ließ, lagen dann etliche Medikamente neben der Kasse. Ich warte. Der Apotheker wartete. Dann endlich die Frage, ob ich vielleicht eine Tüte möchte. Natürlich, unter den Arm klemmen wollte ich die Medikamente nicht. Das würde dann €0,20 machen meinte er.

    Moment, ich habe eben über €100 als Selbstzahler ausgegeben und die Apotheke möchte 20 Cent für eine Tüte von mir? Ich dachte zuerst an einen Witz.

    Ich bat dann um Rückgabe des Rezeptes. Ich würde es in einer anderen Apotheke einlösen. Der Apotheker lenkte dann ein und verlangte nichts mehr für die Tüte.

    Mittlerweile ziehe ich es vor, meine Rezepte bei einer Versandapotheke einzulösen, sofern ich nicht etwas sofort brauche. Dort bekomme ich die Medikamente kostenfrei nach Hause geliefert, gut verpackt noch dazu und ich spare dabei auch noch Geld.

    Ich ärgere mich noch heute über die Frechheit dieser Apotheke. Aber egal.

    Ob ich eine Tüte möchte oder nicht, entscheide ich und sonst niemand. Meistens habe ich einen Stoffbeutel dabei, einfach weil die Plastiktüten mir zu leicht reißen. Seitdem mir aber irgendwelche EU-Bonzen und eine Umweltministerin, die der Iran mal ganz öffentlich für einen Mann hielt und dies einer Ministerin dort fast den Kopf kostete, vorschreiben wollen, wie ich meine Einkäufe nach Hause zu tragen habe, nehme ich bei JEDEM Einkauf eine Plastiktüte. Ausnahmslos bei jedem Einkauf.

  3. „Seitdem mir aber irgendwelche EU-Bonzen und eine Umweltministerin, die der Iran mal ganz öffentlich für einen Mann hielt und dies einer Ministerin dort fast den Kopf kostete, vorschreiben wollen, wie ich meine Einkäufe nach Hause zu tragen habe, nehme ich bei JEDEM Einkauf eine Plastiktüte. Ausnahmslos bei jedem Einkauf.“

    Spricht ja nicht unbedingt für deine Souveränität und Reife.

  4. Sagen wir mal so: Wenn Politiker mich für ein unmündiges Kleinkind halten, müssen sie sich nicht wundern, wenn ich mich auch so verhalte. Wald – Bäume. Ich könnte noch andere Analogien finden.

  5. Ach ist das schön! Es sind ja die anderen schuld wenn ich mich idiotisch verhalte.
    Das ist wirklich ein Grund, stolz zu sein.
    Man könnte es aber auch anders formulieren: Wenn Du dich wie ein Kleinkind benimmst, musst Du dich nicht wundern, dass Du auch dafür gehalten und so behandelt wirst.

  6. „… vorschreiben wollen, wie ich meine Einkäufe nach Hause zu tragen habe, nehme ich bei JEDEM Einkauf eine Plastiktüte. Ausnahmslos bei jedem Einkauf.“

    Exakt wg. dieser Ignoranz sollten Plastiktüten 5 Euro kosten. Wie früher einmal für den Liter Sprit angedacht. Bei manchen fängt das Nachdenken erst an, wenn es im Geldbeutel spürbar wird.

    Wer mündig ist übernimmt Verantwortung, für sich, für seine Mitmenschen und die Umwelt. Ohne vorher von irgendjemandem dazu genötigt zu werden, zu Recht ist Umweltschutz gesetzlich geregelt worden, weil es manche Mitmenschen nie verstanden haben freiwillig verantwortlich zu handeln.

  7. Wenn ich eine Plastiktüte benutze, egal ob geschenkt (also im Warenpreis enthalten) oder direkt bezahlt, ist das meine Sache. Wenn ich sie in die Landschaft oder Nachbars Garten werfe, darf man sich zurecht anfangen zu beschweren und eventuell auch einschreiten, um mich davon abzuhalten. Solange ich das aber nicht tue, sondern meine Plastiktüte zur Freude des örtlichen Abfallentsorgers und zur Schonung meines Geldbeutels (durch Senkung der Verbrennungskosten des Mülls) brav in der Mülltonne entsorge, geht das niemanden etwas an.

  8. Steffen, du armer Junge! Sicherlich durftest du deine Trotzphase nicht ausleben. Das ist sehr bedauerlich.
    Nur so im Vertrauen, als Erwachsener ist dieses Verhalten tooooootal peinlich.

  9. Ach weißt Du Steffen, ich will es einfach mal auf den Punkt bringen:
    Allein Formulierungen wie „irgendwelche EU-Bonzen“, „Umweltministerin, die der Iran mal ganz öffentlich für einen Mann hielt“, „von niemandem gewählte Bonzen“, „Bonzen im Ausland“ etc. zeigen überdeutlich, auf welch unterirdischem intellektuellen Niveau Du dich bewegst. Und aus der Gruppe der „erwachsenen Bürger“ hast Du dich weiter oben ja selbst verabschiedet.
    Eine einigermaßen produktive und differenzierte Diskussion mit dir ist vor diesem Hintergrund nicht zu erwarten, weshalb ich hier abbreche. Gehab dich wohl, bestimmt findest Du in der AfD/Pegida-Blase mehr Bestätigung. Viel Spaß dabei.

  10. Ich nehme zur Kenntnis, dass du meine durchaus provokative Ausdrucksweise nicht magst. Das ist ok. Ich reagiere sehr empfindlich, das bestreite ich nicht, wenn mir andere vorschreiben wollen, wie ich zu leben habe. Insbesondere gilt das bei Menschen, die noch nie in ihrem Leben selbst produktiv gearbeitet haben, also die allermeisten Politiker (schau dir beispielsweise mal die Vita der deutschen Arbeitsministerin an, falls du dich traust, aber du bist gewarnt).

    Was ist aber bitte faktisch an meinen Aussagen falsch? Kein EU-Kommissar ist jemals demokratisch gewählt worden. Das ist ein Fakt. Dabei verdienen sie mehr als die Kanzlerin und wollen über andere bestimmen. Das erfüllt so ziemlich die Duden-Definition eines Bonzen.

    Die Geschichte mit der Fachfrau für die Geschichte der Magarinenherstellung – darin hat die Bundesumweltministerin promoviert – ist tatsächlich so passiert und hätte einer iranischen Ministerin fast den Kopf und die Freiheit gekostet. Das habe ich mir nicht ausgedacht.

    Also was ist bitte – abgesehen davon, dass dumeineAusrucswise nicht magst – daran falsch?

  11. Es ist eben ein Irrtum zu glauben, daß Entscheidungen mit solcher ökologischer Tragweite im Ermessen des Einzelnen liegen.
    Es ist kein kindlicher Trotz, der aus Deinen Zeilen spricht, sondern unreflektierter Egoismus. Sowas können wir uns heute einfach nicht mehr leisten, wenn die nächsten Generationen auch noch Lebensgrundlagen haben sollen.
    Entweder Du kommst von selbst auf den Trichter, daß diese „EU-Bonzen“ vielleicht doch nicht so doof sind. Oder wir werden wegen Leuten wie Dir über kurz oder lang sowas wie eine Ökodiktatur haben – bei der dann die „Bonzen“ konsumieren dürfen, wie gewohnt und Menschen wie Du und ich nicht. Oder es fällt vielleicht vorher noch Verstand vom Himmel…oder Bonzen und Proleten gehen gemeinsam unter.
    Schaun wir einfach mal, wir sitzen ja in den vorderen Rängen und man kann die Folgen unvernünftigen Handelns schon jetzt studieren.

  12. Abgesehen von Steffens Verhalten, welches hier für entsprechenden Diskussionsstoff sorgt, finde ich an Situationen wie diesen vor allem ungünstig, dass man für die 10 oder 20 Cent trotzdem eine Plastiktüte im Laden bzw.. in der Apotheke angeboten bekommt. Warum können für solche Fälle, in denen der Kunde keine eigene Tasche mitgebracht hat, nicht wenigstens Papiertüten oder Stoffbeutel angeboten werden, die man dann entsprechend bezahlt. Warum immer noch Plastik?
    Liebe Grüße
    Katharina

  13. Du glaubst also, dass wir durch den Gebrauch von Plastiktüten der nächsten Generation die Lebensgrundlage entziehen? Das schreibst du zumindest. Verstehe ich dich da richtig?

    Sollte ich dich richtig verstanden haben, erübrigt sich eine weitere Diskussion. Ich diskutiere auch mit niemanden über die richtige Fellpflege von Einhörnern. Nicht weil ich keine Meinung dazu hätte, sondern weil es sinnfrei ist, mit jemanden über etwas zu diskutieren, das nicht existiert.

  14. @Steffen, dann solltest Du vielleicht mal weniger über die Fellpflege des Eichhörnchens lesen, sondern Dich mehr über die vielfältigen Auswirkung von Mikor-Plastik-Partikeln auf Trinkwasser und Nahrungskette informieren.
    http://nachhaltig-sein.info/lebensweise/plastik-kunststoff-folgen-mensch-tiere-umwelt-gesundheit
    https://www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/wie-adressiert-deutschland-das-problem
    Aber vermutlich hast Du ja recht, daß sich jede weitere Diskussion erübrigt…

  15. http://berlintuetwas.de/welche-umweltauswirkungen-haben-einweg-plastiktu%CC%88ten/
    „Werden Plastiktüten mit dem Restmüll verbrannt, können durch Verstromung Teile der für die Tütenherstellung eingesetzten Energie zurückgewonnen werden. Die Verbrennung von Plastiktüten führt in der Gesamtbetrachtung jedoch zu einer Klimabelastung, da die Energierückgewinnung in Müllverbrennungsanlagen deutlich niedriger ist als die zur Herstellung eingesetzte Energie.“

    Verstehe mich nicht falsch. Mir ist auch klar, daß durch Vermeidung der gemeinen Plastiktüte die Welt noch nicht gerettet ist.
    Und daß unser Verhalten hier in DE ein Fliegendreck ist gegenüber dem Verbrauch in Ländern mit mehr Einwohnern und weniger ausgereiftem Abfall-Konzept.
    Aber auch Fliegendreck macht die Fensterscheibe mit der Zeit matt.

    Jedenfalls alles Gründe genug, um das eigene ICH-bin-ICH-und-mir-sagt-keiner-was-Bedürfnis nicht gerade an Plastiktüten auszuleben.

  16. Es ist das Wesen von Recycling, dass im Prozess immer Enegie „verloren“ geht. Ich benutze eine Plastiktüte vorher. Hinterher wird sie – unhefähr mit dem Brennwert von Erdöl – zu Strom und Wärme recycelt. Im Gegensatz zu unzähligen sinnlosen Mülltrennungsorgien ist dies tatsächlich mal ein ökonomisch wie auch ökologisch sinnvolles Recycling.

    Plastiktüten kosten Geld, sei es direkt oder im Warenpreis eingerechnet. Sollten Herstellung oder Entsorgung teurer werden, regelt sich die Nachfrage über den steigenden Preis. Erdöl ist aber billig wie nie, Dank enorm gestiegener und bekannter Erdöl- und Erdgasvorkommen, insbesondere in den USA. Die Entsorgung hinterlässt nichts außer Wasser, CO2 und dringend benötigter Energie.

    Dazu kommt die praktisch 100 %ige Recyclingquote in Deutschland und der traditionell sehr niedrige Pro-Kopf-Verbrauch.

    Und da kommen Grüne (aus allen Parteien) daher – und ja, für mich ist dies in der _heutigen_ Form ein abfällige Schimpfwort – und wollen uns Bürgern vorschreiben, was wir zu tun und zu lassen haben? Nicht zu fassen!

    Die grüne (in diesem Fall auch Partei) Wiener Vizebürgermeisterin meinte Medienberichten zufolge ernsthaft (!), man könne doch Lkws in Wien durch Lastesel ersetzen. Kein Scherz! Ich lache Menschen nicht aus. Es widerspricht meinem Verständnis von zwischenmenschlichem Umgang. Hier mache ich eine Ausnahme. Diese Dame sollte dringend einmal in ihrem Leben selbst einer produktiven Arbeit nachgehen und die Menschen, die dies tun, in Ruhe lassen.

  17. „Plastiktüten kosten Geld“
    Eben leider noch nicht genug. Und dann gibts ja auch noch die Leute, die sich drüber aufregen, daß ihre persönliche Freiheit eingeschnitten wird, wenns P.tüten nicht mehr zum Schnäppchenpreis gibt.

    „Hinterher wird sie – unhefähr mit dem Brennwert von Erdöl – zu Strom und Wärme recycelt.“
    Du hast es wohl immer noch nicht verstanden. Das ist der Versuch, sich wie Münchhausen am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen.
    Wir stellen Plastiktüten her, damit wir dann einen Brennwert haben.
    Natürlich war die vorher nützlich. Aber was die Tüte kann, das kann ein Korb oder eine Stofftüte auch.

    „Erdöl ist aber billig wie nie“
    Ja, leider…die Vorkommen liegen zu einem guten Teil in schützenswerten Gebieten und verursachen Probleme ohne Ende.
    Und es ändert nichts dran, daß die Erdöl-Ressourcen letztendlich knapp sind und die Herstellung der Tüten ein Energie- und CO2-Desaster.

    Auf Dein Grünen-Bashing gehe ich nicht näher ein.
    Tut ja hier nichts zur Sache, ich orientiere mich in dem Punkt eher an Aussagen von Umwelt-Fachleuten.

    Keine Ahnung, wo Du das mit der Vizebürgermeisterin her hast, tut aber ebenso wenig zur Sache.

  18. „Die grüne (in diesem Fall auch Partei) Wiener Vizebürgermeisterin meinte Medienberichten zufolge ernsthaft (!), man könne doch Lkws in Wien durch Lastesel ersetzen.“

    Um deiner themenfremden Hetze vielleicht ein Ende setzen zu können:
    http://www.krone.at/oesterreich/weg-mit-auto-und-lkw-vassilakou-will-lastenraeder-bis-1000-euro-foerderung-story-560522

    Wie kommt man eigentlich darauf, aus der Förderung von Lastenfahrrädern solch eine Behauptung zu basteln? Also vielleicht bin ich ja etwas beschränkt, aber ich kann beim besten Willen nur zwei Gründe erkennen: Bösartigkeit oder Dummheit, wobei das eine das andere nicht ausschließt.

    Du bist schlicht und einfach ein Troll!

  19. Der Vorschlag der Wiener Vizebürgermeisterin fand sich gestern in der Presse. Und es war nicht der Postillion. Ich persönlich frage mich da immer, wie es sein kann, dass ein solcher Mensch auch nur jemals ein Rathaus von innen sieht.

    Plastiktüten haben immer schon Geld gekostet. Und wir haben schon immer dafür bezahlt, direkt oder eben versteckt im Warenpreis. Ich kenne niemanden, der sich ernsthaft darüber aufregt. Ich tue das auch nicht, weil ich weiß, dass nichts umsonst ist.

    Das ist also nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass igendwelche ungewohnten Plitikbonzen im Ausland mir, dir, meinen Nachbarn und allen Bürgern vorschreiben wollen, was sie zu zahlen oder zu tun oder zu lassen haben. Darum geht es.

    Und mit welchem Recht kannst du eigentlich behaupten, den Preis einer Plastiktüte besser zu kennen („noch nicht teuer genug“), als diejenigen, die täglich ihr Geld dadurch und damit verdienen? Also ich maße mir nicht an, über solche Kenntnisse zu verfügen.

    Ich könnte dich jetzt fragen, ob du Kosmetik benutzt oder deine Schuhe eine Gummisohle haben. Dann könnte ich dich empört darauf hinweisen, wieviel Energie derart Unnützes verschwendet und dass es Alternativen gibt.

    Mach ich aber nicht, weil es mich nicht das Geringste angeht, was du in deinem Leben tust oder lässt, solange du damit nicht meine Rechte beschneidest. Mir ist es auch vollkommen egal, weil das allein deine Sache ist. Allenfalls gebe ich dir Ratschläge und Tipps. Aber ich würde dich jemals mit Gewalt dazu zwingen, dass zu tun, was ich für richtig halte. Dadurch unterscheide ich mich von Grünen (nicht die Partei und ggf. in allen Parteien).

  20. „Aber ich würde dich jemals mit Gewalt dazu zwingen, dass zu tun, was ich für richtig halte“
    Oh, entschuldige, ich wußte nicht, daß Dich die “ ungewohnten Plitikbonzen im Ausland“ mit Gewalt zu was gezwungen haben.
    Das ist natürlich ein echter Skandal. 😉

  21. „Der Punkt ist, dass igendwelche ungewohnten Plitikbonzen im Ausland“
    Keine Ahnung, was „igendwelche ungewohnten Plitikbonzen“ sein sollen. Meinst Du vielleicht „Mrzlbrnft“? Wie auch immer: Zum Glück hast Du nicht zu bestimmen, was „der Punkt“ ist. Deine mangelnde Kompetenz hast Du mittlerweile ja zur Genüge bewiesen. Bitte spiel draußen weiter.

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