Buchtipp: Besser leben ohne Plastik – einfache Tipps für den Alltag

Leben ohne Plastik Buchtipp
Foto: Utopia/vs, Pixabay/cristiursea CCO Lizenz

Immer mehr Menschen wollen die Plastikflut im Alltag reduzieren, ein Leben ohne Plastik und mit natürlichen Materialien führen. Das Buch „Besser leben ohne Plastik“ gibt Tipps und Rezepte und verliert dabei nicht die Alltagstauglichkeit aus dem Blick.

Anneliese Bunk und Nadine Schubert machen uns Mut, wenn sie gleich zu Beginn sagen: „Ein Leben ohne Plastik ist möglich“. Zunächst klären sie über die Probleme auf: Warum schadet Plastik der Umwelt? Welche gesundheitlichen Folgen für den Menschen hat der ständige Kontakt mit Plastik? Wie gelangen die Schadstoffe in unseren Körper? Bunk und Schubert geben hilfreiche Lese- und Filmtipps und informieren auch über „Öko-Irrtümer“ wie zum Beispiel Bioplastik:

Leider ist Bioplastik nicht automatisch nachhaltig. Bioplastiktüten werden zwar aus nachwachsenden Rohstoffen produziert, landen aber nicht in der Kompostanlage, da sie vorher aussortiert werden, weil die meisten nicht innerhalb von sechs bis acht Wochen kompostieren.“

Leben ohne Plastik: gehe Schritt für Schritt

Die Autorinnen nehmen ihre Leser an die Hand und führen sie Schritt für Schritt in ein Leben ohne Plastik. Das beginnt beim täglichen Einkauf und den Alternativen, die sich dort bieten: Korb statt Plastiktüte, Glas statt Plastik und lose statt abgepackt. Anhand von konkreten Praxisbeispielen beschreiben die Autorinnen, wie das plastik- und verpackungsfreie Einkaufen gelingt.

Mit einem Stoffbeutel können Sie Brot und Brötchen ganz ohne Müll und Schadstoffe einkaufen. Er eignet sich auch bestens zum Einfrieren von Brot. Als Toastersatz wird Kastenweißbrot aufgeschnitten und in einem Beutel im Gefrierfach verstaut.“

Wie können wir noch mehr Plastik vermeiden? Indem wir mehr selber machen. Dann nämlich müssen wir weniger fertige Dinge kaufen und sparen damit nicht nur Geld, sondern auch Verpackung. Von Vanillezucker über Müsli bis hin zu selbst gemachten Chips und Tomatensoße: Das Buch gibt viele plastikfreie Rezeptideen – denn alle Zutaten gibt es plastikfrei zu kaufen und bietet somit neben den Alltagstipps eine ordentliche Rezeptesammlung, die Lust auf Backen und Kochen macht.

Leben ohne Plastik: Buchtipp
Ästhetische Bilder und einfache Anleitungen: Das Buch macht Lust, gleich loszulegen (Foto: Utopia/vs)

Plastikfrei in jedem Lebensbereich

Das Buch befasst sich mit nahezu allen Lebensbereichen: plastikfreier Einkauf, selbst gemachte Reiniger für Bad und Haushalt sowie Naturfarben beim Wohnen und beschäftigt sich auch mit Fragen der Kleidung.

Sogar ein eigenes Kapitel zum Thema „Aufwachsen ohne Schadstoffe“ gibt es. Denn werdende Eltern stellen sich immer öfter die Frage: Aus welchem Material sollte das Babyfläschchen für mein Kind sein? Wie kann ich Babyfeuchttücher selbst machen? Welche Geschenke für Kinder gibt es abseits des Mainstreams?

Kinder erforschen die Welt mit Augen, Fingern und der Zunge. Vor allem die Kleinsten nehmen alles in den Mund. Deshalb ist es wichtig, schadstofffreie Spiel- und Bastelsachen im Haus zu haben. Wer diese Dinge selbst herstellt, weiß, was drin ist. Und Kinder haben großen Spaß mitzuhelfen.“

Fazit: Das Buch ist ein gutes Nachschlagewerk für Neueinsteiger und sogar erfahrene Plastikvermeider finden hier noch praktisch umzusetzende Tipps für den Alltag. Der Spiegel-Bestseller „Besser leben ohne Plastik“ beweist, dass nachhaltiges Leben auch mit wenig Geld klappt und nicht anstrengend sein muss.

Leben ohne Plastik: Buchtipp Cover
Buchtipp: „Besser leben ohne Plastik: Tipps und Rezepte, die zeigen, wie es anders geht“ (Foto: Utopia/vs)

Nach der Lektüre des Buches bleibt vor allem eines zurück: Die Erkenntnis, dass wir der alltäglichen Plastikflut entgehen können – wenn wir bei uns selbst anfangen. Wer diesen Ratgeber zur Hand hat, der hat bald nicht nur weniger Plastik in seinem Leben, sondern auch eine bessere Lebensqualität.

Das Buch: „Besser leben ohne Plastik“ von Nadine Schubert, Annelies Bunk (oekom Verlag, ISBN: 978-3-86581-784-6, € 12,95)
Kaufen: beim Buchhändler deines Vertrauens oder online z. B. bei oekom, buch7, Booklooker, Amazon und auch als eBook bei ciando. Eine Leseprobe des Buches gibt es beim oekom Verlag.

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(7) Kommentare

  1. Das Kastenweißbrot wir in einem Beutel eingefroren und der ist aus…?
    Und das Buch kaufe ich beim Buchhändler meines Vertrauens: Amazon???
    Warum wird dieser Online-Riese überhaupt in diesem Artikel erwähnt? Geht Ihr davon aus, es könnte utopia-Leser geben, für die Amazon der Buchhändler ihres Vertrauens ist?

  2. Geht das echt?? Brot einfrieren im Baumwollbeutel? Ich dacht immer dann gibt’s Gefierbrand…. Theoretisch kann man sich den ja auch selber aus Biobaumwolle nähen. Weiß jemand ob das auch mit Jutebeuteln funktioniert??

  3. Ich habe es mit dem Einfrieren des Kastenbrots im Stoffbeutel probiert und das Brot vorher bereits in Scheiben geschnitten. Keinerlei Gefrierbrand oder ähnliches, allerdings haben wir das Brot auch zügig gegessen – jeden Tag ca. vier bis fünf Scheiben, morgens in den Toaster. Klappt ohne Probleme.

  4. Hallo,
    den BuchTipp finde ich sehr interessant – aber bei Euren Hinweisen auf BestellMöglichkeiten -verstehe ich überhaupt nicht, warum Ihr auf Amazon verweist.
    Das ist schrecklich !

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